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    Flugzeug© Foto: Sabine Hopf

    Inlandsflüge

    Mit dem Flugzeug quer durch Australien

    Da die Distanzen in Australien riesig und die Gebiete zwischen Städten häufig eintönig sind, lohnt es sich, größere Distanzen mit dem Flugzeug zurückzulegen.
    Drei Airlines sind neben einigen kleinen Nischenanbietern die großen „Player" auf dem australischen Fluglinienmarkt: Qantas, Virgin Australia und Jetstar. Wir möchten diese, aber auch die kleineren Anbieter vorstellen.

    Qantas / QantasLink

    Qantas bietet Flüge rund um die Welt an und unterhält in Australien das weitaus größte Netz. Sie fliegen mit ihrer Tochter­gesellschaft QantasLink im Gegensatz zu Virgin Australia und Jetstar auch in kleine und abgelegene Orte in ganz Australien. Wenn man also in eine mittelgroße bis kleinere Stadt will, die nicht an der Ostküste liegt, hat man mit Qantas eine gute Auswahl. Eine Ausnahme bilden beliebte Feriendestinationen an der Ostküste und Tasmanien.

    Qantas fliegt im australischen Inlandsverkehr neben den weit verbreiteten Boeing 737 je nach Strecke auch mit Airbus A330 und inzwischen mit dem neuen Airbus A321XLR. 

    Hat man Glück, kann es auf einer Regionalstrecke noch eine kleine Propellermaschine von QantasLink sein (siehe Foto ganz oben). Die besonders kleinen Maschinen werden allerdings inzwischen nach und nach durch größere Dash 8 Q400 ersetzt.

    Virgin Australia

    Virgin Australia ist neben Qantas die zweite große australische Airline. Sie fliegt vor allem zwischen den großen Städten, hat aber auch viele interessante Ziele für Touristen im Programm. Dazu gehören z. B. Cairns, Darwin, Broome, Kununurra, Alice Springs, Uluru, Hamilton Island, Proserpine (Whitsunday Coast), Hobart, Launceston und Kalgoorlie. Somit kommt man auch zu vielen beliebten Reisezielen, die nicht an der Ostküste liegen.

    Virgin fliegt im Inland überwiegend mit Boeing 737, auf einigen Regionalstrecken kommen auch kleinere Embraer E190-E2 zum Einsatz.

    Jetstar

    Jetstar ist eine Tochtergesellschaft von Qantas und im Gegensatz zur Muttergesellschaft eine „Low Cost Airline". Jetstar fliegt sowohl Orte in Australien als auch Asien, Neuseeland, USA und Fiji an.

    Besonders interessant bei Jetstar sind hier Destinationen wie die Gold Coast, Cairns, Hervey Bay und der Ayers Rock Airport „Connellan“ sowie Launceston und Hobart auf Tasmanien. Auch Busselton/Margaret River wird von Sydney und Melbourne aus mehrmals wöchentlich direkt angeflogen.
     

    ACHTUNG BEI FLÜGEN NACH SYDNEY

    Ab Ende Oktober 2026 landen einige Jetstar-Flüge nicht mehr am bisherigen Sydney Airport, sondern am neuen Western Sydney International Airport. Für Touristen ist dieser Flughafen momentan allerdings noch wenig interessant, da er weit außerhalb des Stadtzentrums liegt und die Verkehrsanbindung noch nicht fertiggestellt ist.
    Wer nach Sydney fliegt, sollte deshalb bei der Buchung genau darauf achten, an welchem Flughafen der Flug ankommt: Für einen normalen Sydney-Aufenthalt ist der bisherige Sydney Kingsford Smith Airport (SYD) derzeit die wesentlich bessere Wahl.
    Unser Bericht zum neuen Flughafen: → Sydneys neuer Flughafen – Gute Idee, schlechte Lage.

     

    Rex (Regional Express)

    Rex ist eine australische Regional-Airline, die vor allem dann spannend ist, wenn es in Australien „hinter den Horizont“ geht: Sie verbindet kleinere Städte und Outback-Orte mit größeren Drehkreuzen – ideal, wenn man sich sehr lange Busfahrten oder viele Stunden am Steuer sparen möchte.

    Für Touristen interessante Strecken sind zum Beispiel:

    Queensland

    • Brisbane → Toowoomba → Charleville → Quilpie → Windorah → Birdsville → Bedourie → Boulia → Mount Isa – 2x wöchentlich
    • Brisbane → Toowoomba → St George → Cunnamulla → Thargomindah – 2x wöchentlich
    • Townsville → Winton → Longreach – 2x wöchentlich
    • Townsville → Hughenden → Richmond → Julia Creek → Mount Isa – 3x wöchentlich
    • Cairns → Normanton → Mornington Island → Doomadgee → Mount Isa – 2–3x wöchentlich
    • Cairns → Normanton → Mornington Island → Burketown → Doomadgee → Mount Isa – 2x wöchentlich

    Das sind die typischen „Milk Runs“, bei denen die kleinen Propellermaschinen unterwegs mehrmals landen: Passagiere steigen aus und ein, Gepäck wird verladen und wenige Minuten später geht es weiter zum nächsten kleinen Ort. Die Verbindungen sind für Reisende besonders interessant, weil man auf diese Weise Orte erreicht, die sonst nur mit sehr langen Fahrten erreichbar sind und nebenbei ein ziemlich außergewöhnliches Outback-Erlebnis bekommt.

    Western Australia

    • Perth → Carnarvon → Monkey Mia (Shark Bay)
    • Perth → Albany
    • Perth → Esperance

    South Australia

    • Adelaide → Coober Pedy
    • Adelaide → Ceduna
    • Adelaide → Port Lincoln
    • Adelaide → Mount Gambier

    New South Wales

    • Sydney → Broken Hill
    • Sydney → Coffs Harbour
    • Sydney → Port Macquarie
    • Sydney → Merimbula

    Victoria / Tasmanien

    • Melbourne → Mildura
    • Melbourne → Burnie
    • Melbourne → King Island

    Im Juli 2024 geriet Rex in finanzielle Schwierigkeiten: Die früher angebotenen Flüge zwischen Großstädten wurden eingestellt – der Regionalbetrieb lief weiter. Ende 2025 kam dann wieder mehr Ruhe rein: Rex hat einen neuen Eigentümer (Air T) und konzentriert sich seitdem wieder klar auf das regionale Streckennetz.

    Geflogen wird überwiegend mit Saab-340-Turboprops mit rund 30–36 Sitzplätzen. Die Preise können auf einigen Strecken überraschend günstig sein, allerdings ist der Bus manchmal billiger. Der große Vorteil ist der enorme Zeitgewinn – gerade im Outback.

    Airnorth

    Airnorth fliegt von Darwin nach Broome, Kununurra und weiter die Westküste hinunter bis nach Perth. Außerdem fliegen sie verschiedene Ziele im Arnhem Land an sowie nach Cairns und Townsville in Queensland. Interessant ist auch ihre Strecke nach Timor, außerhalb von Australien.

    Ab März 2024 nimmt die Airline ihre neue Strecke zwischen Alice Springs und Perth auf und fliegt diese Strecke damit als einzige Fluggesellschaft.

    Airnorth fliegt mit Embraer E190 Jets, mit den kleineren Embraer E170 Jets und den noch kleineren E120 Propeller-Maschinen mit nur 30 Sitzen.

    Skytrans

    Skytrans fliegt vor allem zu kleinen Orten auf der Cape York Peninsula nördlich von Cairns sowie zu Inseln in der Torres Strait.

    Interessant ist aber vor allem der montags, donnerstags, freitags und sonntags stattfindende Flug Cairns ↔ Proserpine (Whitsunday Airport). Das ist derzeit die einzige Direktverbindung zwischen diesen bei Touristen beliebten Destinationen.

    Tiger Air

    Tiger Air war eine Low Cost Airline, die zuerst im Besitz der Singapore Airlines war und dann nach Australien verkauft wurde. Leider, leider ist sie der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen und wurde eingestellt.

    Bonza

    UPDATE: 02.05.2024:  Bonza ist insolvent - Bericht bei Focus online

    Nexus Airlines

    Juli 2023 - Startschuss für die neue Airline NEXUS. Die Flugzeuge mit jeweils 76 Sitzen bedienen den Norden und den Westen von Western Australia.

    Die Strecke Perth → Geraldton wird mehrmals täglich angeflogen und die Strecke Perth → Kalgoorlie immer dienstags - jeweils hin und zurück.

    Bis 29.09.24: Die Strecke Geraldton → Karratha → Port Healand → Broome wird dienstags, mittwocks und freitags geflogen; zurück geht es dienstags und freitags. Jeden Montag steht die Gesamtstrecke mit allen Stopps von Geraldton nach Broome und zurück auf dem Programm.
    30.09.24. - 31.08.25: Die Strecke Geraldton → Karratha → Port Healand → Broome und zurück wird in dieser Zeit immer montags, mittwochs und freitags mit allen Stopps geflogen.

    Besonders interessant für Touristen ist die Strecke Broome → Kununurra → Darwin und zurück. Täglich zwichen April und September und in der Zeit vom 15.09. bis 31.12.24 täglich außer donnerstags und samstags.

    Die Preise sind sehr moderat. So kostet zum Beipsiel die Strecke Kununurra → Darwin ab 200 A$ und die Strecke Broome → Kununurra ab 240 A$.

    Low Cost oder Linie: Welches ist der beste Flug?

    Sehr viele Reisende in Australien denken häufig, dass die so genannten „Billig Airlines" in jedem Fall günstiger sind als Qantas. Dies stimmt aber nicht unbedingt!
    Das Konzept der „Low Cost Airlines" besteht darin, dass die ersten paar Plätze, die für einen bestimmten Flug verkauft werden, sehr billig angeboten werden. Wenn ein gewisses Kontingent verkauft ist, steigt der Preis. Wenn dann ein Flug schon gut gebucht ist, schnellen die Preise in die Höhe. Die Passagiere bezahlen dann einen überteuerten Preis für einen Flug, der bei Qantas viel billiger zu haben gewesen wäre.

    Um auf die Konkurrenz zu reagieren, bietet Qantas ständig so genannte „Sales" oder "Deals" an, die nur übers Internet gebucht werden können. Diese Tarife sind in keinem Fall teurer als die Tickets der „Billiganbieter", jedoch nicht für jeden Flug und nicht an jedem Tag verfügbar.
    Vor dem Buchen eines Fluges muss man logischerweise erst schauen, welche Airline die Strecke überhaupt anbietet. Fliegt man an der Ostküste, hat man meistens die drei Möglichkeiten: Qantas, Virgin Australia und Jetstar.

    Wenn die Preise sich nicht wesentlich unterscheiden, lohnt es sich auf jeden Fall, die paar Dollar mehr für einen Linienflug mit Qantas zu bezahlen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

    • Qantas hat als Linienfluggesellschaft die besseren Konditionen für den Passagier. Kommt jemand bei Virgin Australia oder Jetstar auch nur eine Minute zu spät zum Check-in, wird die Beförderung verweigert. Bei Qantas zeigt man sich da häufig kulanter.
    • Eine Linienfluggesellschaft garantiert meistens das Erreichen der Anschlussflüge ganz im Gegensatz zu den Billig Airlines.
    • Bei Qantas kann man sowohl Qantas- als auch One-World-Meilen sammeln. Ein solches Programm ist für Domestic-Flüge in Australien einzigartig. Einzige Ausnahme ist Jetstar, die bei ihren „Flexi Preisen", die aber ein Vielfaches teurer sind, als die normalen Tickets, auch "Qantas frequent Meilen" anbietet.
    • Qantas bietet Verbilligungen auf Inlandsflügen für Passagiere an, die bereits mit Qantas nach Australien geflogen sind.

    Flüge buchen

    Wann man am besten den Flug bucht, kann man nicht generell sagen. Wenn man das genaue Datum schon weit im Voraus sicher weiß, und dies nicht mehr ändert, sollte man natürlich möglichst früh buchen. Die meisten Reisenden möchten aber möglichst flexibel sein.

    Da gilt immer der gleiche Grundsatz: Je früher man bucht, desto billiger ist der Flug. Je später man bucht, desto teurer wird es und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Flug ausgebucht ist. Zwischen den großen Zentren und an der Ostküste ist das kein Problem. Hier kann man einfach zur Konkurrenz wechseln. Aber in den Hochsaisons sind die Preise bei allen Gesellschaften eher höher. Wenn eine Gesellschaft das Monopol auf einer bestimmten Stecke hat und man diese dringend fliegen muss, sollte man schon rechtzeitig buchen. Am besten ist es immer, wenn man nicht an einem bestimmten Tag fliegen muss, sondern noch mehrere Tage Zeit hat, um einen billigeren Flug abzuwarten.

    Ein Anbieter, der nahezu alle Flüge auflistet, vergleicht und immer die besten Preise anbietet, ist seit vielen Jahren Skyscanner.
     

    Wie läuft das ab?

    • Flugstrecke und Datum eingeben.
    • Verschiedene Flugverbindungen werden mit Preisen angezeigt.
    • Nun wählt man eine Verbindung aus.
    • Verschiedenen Anbieter dieses Fluges werden angezeigt.
    • Man wählt die aus, die man buchen möchte.
    • Die Verfügbarkeit wird geprüft und es wird noch einmal ein Preis angezeigt (Manchmal findet man hier verschiedene Möglichkeiten zu unterschiedlichen Preisen!)
    • Wieder auswählen.
    • Anschließend gibt man Personalien und Kreditkartennummer ein.
    • Zum Schluss ist es wichtig, die Bestätigung auszudrucken und mitzunehmen oder auf dem Smartphone zu speichern.
       

    Inlandsflüge bei Skyscanner suchen (*)

     

    (*) = Partner-Links; du verlässt die Reisebine-Webseite - mehr Infos ganz unten

     

    Flüge umbuchen

    Ob und wie Flüge umgebucht werden können, hängt nicht nur von der jeweiligen Airline, sondern auch vom gebuchten Tarif ab. Grundsätzlich kann man sagen: Je mehr man für den Flug bezahlt hat, desto flexibler kann man umbuchen. Jede Fluggesellschaft hat „Lockpreise", von denen es pro Flug aber nur sehr wenige gibt. Bucht man einen solchen Tarif, spart man zwar Geld, aber wenn es ums Umbuchen geht, bezahlt man unter Umständen viel mehr als das teurere Ticket kostet. Darum ist es wichtig, dass man die Bedingungen vor der Buchung genau durchliest.
     

    Tipps:

    • Wenn man mit Qantas fliegt und mehrere Verbindungen zur Auswahl hat, lohnt es sich nachzuschauen, ob eine Verbindung mit einem Langstreckenjet (Boeing 747, 767 oder Airbus A330) durchgeführt wird. Die Preise sind oft billiger, da viel mehr Plätze zur Verfügung stehen. Außerdem ist der Komfort viel höher.
    • Es lohnt sich, frühzeitig das Online-CheckIn für den Flug vorzunehmen und sich einen Fensterplatz zu reservieren. Oft sind Ausblicke bei Start oder Landung, wie z.B. in Sydney oder am Ayers Rock, wenn man auf der richtigen Seite sitzt, einfach wunderschön.

     

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    © Foto: Sabine Hopf
    aktualisiert: 07/24
     

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