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    QR Inlander EconomyLounge 1300© Foto: Jana Nollmann

    Bed Bugs - kleine Blutsauger

    Wo kommen die kleinen Blutsauger in Australien vor und was kann ich dagegen tun?

    ein Bericht von Dirk Clausen
     

    Was sind eigentlich Bed Bugs? Das sind kleine Blut saugende Viecher, 3-4 mm groß, dunkelrot bis braun und haben einen kleinen Panzer auf dem Rücken. Sie wohnen an der Matratze und kommen nachts unter dem Laken hervor, um Blut aus ihren Opfern zu saugen.

    Sie legen etwa 1 mm große weißgelbe Eier, wobei die Larven bis zu vier Wochen brauchen, um zu schlüpfen, je nach Nahrungs­angebot und Witterung.
    Es gibt verschiedene Arten von Bed Bugs.

    Wo kann ich Bed Bugs bekommen?

    Generell kann es Bed Bugs in nahezu jeder Unterkunft weltweit geben, vor allem dort, wo der Durchlauf von Reisenden höher ist als beispiels­weise in einem Urlaubshotel oder Resort, in dem Gäste oft mehrere Wochen bleiben. Besonders gefährdet sind Backpacker Hostels und andere Unterkunftsmöglichkeiten, in denen mehrere Menschen zusammen in einem Zimmer oder Schlafsaal über­nachten.

    Generell heißt das jedoch: Auch in Hotels, Motels und Guesthouses können Bed Bugs vorkommen, ebenso wie auf Farmstays oder Campingplätzen. 

    Entgegen der langläufigen Meinung ist es nicht ein Problem von günstigen oder sehr preiswerten Unterkünften, sondern eher davon abhängig, wie oft die Zimmer auf einen Befall gecheckt werden. Leider ist nicht immer Verlass darauf, dass gegen einen an der Rezeption gemeldeter Bed-Bugs-Befall auch tatsächlich etwas unternommen wird.

    © Fotos: Dr. Michael Potter, University of Kentucky
     

    Wer ist schuld daran, wenn ich Bed Bugs habe?

    Schuld daran ist im Grunde niemand, da es nicht ein Problem der Sauberkeit ist, sondern Bed Bugs von den Reisenden selbst eingeschleppt werden und die kleinen Blutsauger sich dann im Zimmer einnisten.

    Vornehmlich zu finden sind sie an der Matratze, da diese aus Wollstoff bzw. aus organischen Materialien besteht und Bed Bugs dies als Lebensraum brauchen. Auch Gepäckstücke, die auf dem Boden stehen, bieten ihnen einen potenziellen Lebensraum.

    Somit kann man sie leicht von Unterkunft zu Unterkunft mitnehmen und zur Verbreitung beitragen, ohne es zu merken.

    Woher weiß ich, ob ich Bed Bugs habe?

    • Als Erstes sollte man das Bett checken, ob sich dort bereits Bed Bugs eingenistet haben.
      Das macht man am besten, indem man die Laken abzieht und den weißen Schonbezug abnimmt. Dieser ist meist mit Spannbändern an den Matratzenecken fixiert. Das ist eine Stelle, wohin sich Bed Bugs gerne verkrümeln.
    • Danach die Matratze an sich checken, vorwiegend sitzen sie an deren Seiten.
      Manchmal sieht man kleine schwarze Punkte an der Matratze (siehe Foto oben rechts). Das ist ein Hinweis, dass an ihr schon einmal welche waren. Das sind die Ausscheidungen der Bed Bug.
    • Wenn man nichts gefunden hat, sollte man die Ecken des Lattenrostes anschauen, besonders die Verschraubung an den Ecken (siehe mittleres Foto oben).
    • Hat man nichts gefunden, kann man ziemlich sicher sein, dass einem eine ruhige Nacht bevorsteht.
       

    Information neuTIPP:

    Das Gepäck immer geschlossen halten, dann hat man sie maximal außen dran.
    Wenn man Kleidungsstücke auf dem Bett liegen hatte, sollte man diese vor dem Verstauen einmal "links herumdrehen", um zu checken, ob sich darin etwas versteckt hat.

     
    Hat man dennoch Bed Bugs zu Besuch gehabt

    Die Bisse sind eigentlich immer an den gleichen Körperstellen: Vornehmlich an den Fuß- und Handgelenken, am Bauch oder an den Oberschenkeln. Die Bisse haben etwa die Größe und das Aussehen von Mückenstichen, jucken manchmal (nicht kratzen!!) und sind nach 2-3 Tagen verschwunden. Typisch ist, dass man 3-4 Bisse mit einem Abstand von etwa 2 cm in einer Linie hat.

    Andere Bed Bugs beißen nur einmal, diese Bisse sind aggressiver und es bleibt ein kleiner Pickel zurück, der Wundwasser enthält. Diese können bis zu drei Wochen sichtbar sein und jucken bei Berührung sehr.

    Manche Menschen reagieren allergisch auf die Bisse, da Bed Bugs eine blutverdünnende Flüssigkeit verwenden (ähnlich wie Mücken), damit sie das Blut leichter saugen können.
    Die allergische Reaktion äußert sich dahingehend, dass die Rötung größer ist und die Betroffenen aussehen wie ein Streuselkuchen.

    Wie kann ich Bed Bugs bekämpfen?

    Hat man solche Bisse, geht man sofort zur Rezeption der Unterkunft und sagt es.
    Meist bekommt man Geld für den Wäschetrockner, da Temperaturen über 50-60°C die Bed Bugs und die Eier töten.

    Also alle waschbaren Sachen in den Trockner, Rucksäcke und Taschen mit dem größtenteils vom Hotel/Hostel bereitgestellten Spray gründlich einsprühen (Turnschuhe, eben alles aus Stoff, auch einsprühen) und anschließend in einen schwarzen Plastiksack stecken (den bekommt man oftmals von der Unterkunft auf Anfrage) und ab damit in die Sonne. So produziert man hohe Temperaturen. Den Rest der Sachen auf Bed Bugs und Eier checken.

    Nahezu alle Hostels sowie alle Jugendherbergen verbieten das Mitbringen eigener Schlafsäcke. Das hat den Hintergrund, dass vor allem Daunenschlafsäcke ein bevorzugtes "Reisetransportmittel" von Bed Bugs sind und somit besonders einfach von einem zum anderen Hostel transportiert und verbreitet werden können.

    Was kann ich gegen die Bisse von Bed Bugs unternehmen?

    Die meisten Reisenden, die ich mit diesen Problemen getroffen habe, unternahmen, solange sie nicht allergisch darauf reagierten, nichts. Jedenfalls nicht bei der ersten Biss-Variante.
    Bei der zweiten, weitaus aggressiveren, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen und ihm das Problem zu schildern. Da dieses Problem in Australien weitestgehend bekannt ist, gibt es eine Anzahl von Juckreiz mildernden Salben und Tabletten.

     

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    © Copyright Fotos Bed Bugs mit freundlicher Genehmigung von Dr. Michael Potter, University of Kentucky; Foto Bisse: Jana Nollmann
    aktualisiert: 10/26

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