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    East Arnhem Land © Foto: Tourism NT / James Fisher

    Fakten zum Northern Territory

    Alles, was es Wichtiges zum Northern Territory zu wissen gibt, haben wir hier kurz zusammengefasst.

    Größe & Einwohner

    Das Northern Territory ist das drittgrößte Bundesland und erstreckt sich vom Zentrum, dem "Red Centre", hin zum Norden, dem sogenannten "Top End" Australiens.

    Die Einwohnerzahl liegt bei nur 250.000, ca. 1 % der australischen Gesamtbevölkerung. Aus diesen Gründen ist das NT das Gebiet mit der wenigsten Bevölkerungsdichte Australiens, wobei 80 % der Bürger in Darwin leben.

    Klima & Regenzeit

    80 % des Northern Territories liegen in den Tropen, allerdings ist nur das "Top End" vom tropischen Klima gezeichnet. Dies ist das nördlichste Gebiet des Bundesstaates und umfasst die Hauptstadt Darwin, den Ort Katherine, den → Kakadu Nationalpark und das von Aboriginals verwaltete Arnhem Land.

    Im "Red Centre", das Alice Springs, Tennnant Creek und die → Uluru-Kata-Tjuta-Region umfasst, ist das Klima von den vier Jahreszeiten gekennzeichnet. Da jedoch die Tage und Nächte im Sommer mit Temperaturen um 35/40 Grad extrem werden können, liegt die optimale Reisezeit zwischen April und September, also vom australischen Spätherbst bis zum Frühling. Obwohl ... der Uluru ist auch im Regen etwas Besonderes, vor allem, wenn der sonst so trockene Felsen Dutzende kleine Wasserfälle bekommt (siehe Fotos unten).

    Im Norden des Bundesstaates gibt nur zwei Jahreszeiten: die Trockenzeit von Mai bis Oktober und die Regenzeit von November bis April. Der Klimawandel hat jedoch dazu geführt, dass sich die Regenzeit immer öfter um einige Monate verschiebt.

    © Fotos: Nicole Löwe-Schumann
     

    Darwin - die Hauptstadt

    Die Hauptstadt Darwin ist die nördlichste Großstadt Australiens und als "Tor zu Asien" bekannt. Aufgrund ihrer Lage im tropischen Top End ist die Stadt schon dreimal von Zyklonen zerstört und wiederaufgebaut worden. Mit den etwa 75 verschiedenen Nationalitäten, die die Stadt bevölkern, ist Darwin stark multikulturell geprägt.

    Wir haben einen kleinen → Darwin-Guide für euch erstellt, in dem ihr Wichtiges und Interessantes sowie alle Highlights der Stadt findet.

    Nationalparks

    Es gibt 24 Nationalparks und 73 Naturreservate, Naturschutzgebiete, historischen Schutzgebiete und Meeresparks im Northern Territory. Einige der berühmtesten Nationalparks Australiens liegen hier: Der Kakadu Nationalpark mit seiner Tierwelt, Wasserfällen und Felsformationen, der Uluru-Kata-Tjuta Nationalpark mit dem Ayers Rock (Uluru) und der Watarrka Nationalpark mit dem Kings Canyon. Zu all diesen Nationalparks findet ihr unter den Links unten viele Infos.

    → Kakadu Nationalpark→ Kata Tjuta & Uluru→ Kings Canyon

    Krokodile

    Etwa 100.000 frei-lebende Salzwasser-Krokodile gibt es im Top End des Northern Territory. Seit 1971 stehen Krokodile in Australien unter Naturschutz, jedoch haben sie sich seitdem auch stark vermehrt. Um das eigene Leben nicht zu gefährden, sollte man nur dort schwimmen, wo es ausdrücklich erlaubt ist. Besonders zu meiden sind abgelegene Billabongs (Seen) und Flüsse; auch im Kakadu und im Litchfield Nationalpark sowie in der Gegend rund um Katherine.

    → Mehr Infos zu Krokodilen

    Indigene Bevölkerung

    Mit 29 % hat das Northern Territory den größten Anteil indigener Bevölkerung in ganz Australiens. Viele Festivals rund um die Aboriginal-Kultur finden das Jahr über statt, wie zum Beispiel das "Alice Springs Beanie Festival" mit Schwerpunkt Aboriginal-Kunst oder das "Garma Festival", bei dem die Kultur des Aboriginal-Stammes Yolngu gefeiert wird. Indigene Kunst und Kunsthandwerk findet man in großer Auswahl in verschiedenen Galerien und Shops vor allem in → Alice Springs.

    Wer mehr über die indigenen Australier wissen möchte, findet in unserem Artikel "Wissenswertes zu Aboriginal People" viele Informationen.

    © Fotos: Tourism Northern Territory / Charlie Bliss
     

    Alkohol-Gesetze

    Die Alkoholgesetze sind im Northern Territory besonders streng. Läden, in denen man Alkohol kaufen kann, sogenannte "Bottle­shops", öffnen erst ab 14 Uhr. Aboriginal People, die keinen festen Wohnsitz haben, ist es sogar verboten, Alkohol zu kaufen.

    Bitte nicht wundern, wenn ihr z.B. in Katherine oder in Tennant Creek von einem Polizisten begleitet werdet, wenn ihr Alkohol kauft. Nein, er will nicht wissen, ob ihr alt genug dafür seid; er möchte verhindern, dass euch der Alkohol zwischen Bottleshop und Auto wieder "abgenommen" wird.

    Übrigens: es gibt keinen Alkohol im Supermarkt. Meist haben große Supermarkt-Ketten vor oder neben ihrem Markt einen separaten Bottleshop. Und das nicht nur im Northern Territory.

    Wichtige Verkehrsregeln & Besonderheiten im Northern Territory

    Die grundlegenden Verkehrsregeln im Northern Territory entsprechen weitgehend denen der anderen Bundesstaaten. Einige Besonderheiten und vor allem die extremen Bedingungen im Outback sollte man jedoch kennen: riesige Entfernungen, Road Trains, frei laufende Tiere, unbefestigte Straßen und während der Regenzeit plötzlich überflutete Strecken stellen Autofahrer vor Situationen, die sie aus Europa kaum kennen.
    Wir haben die unten stehende Liste danach sortiert, was einem Reisenden im NT tatsächlich am ehesten gefährlich werden oder eine Fahrt ernsthaft erschweren kann.

    1. Mit Road Trains richtig umgehen

    Road Trains können mehr als 50 Meter lang sein und benötigen einen sehr langen Bremsweg. Beim Überholen nur ausscheren, wenn wirklich ausreichend freie Strecke vorhanden ist; erst wieder einscheren, wenn beide Scheinwerfer des Road Trains im Rückspiegel zu sehen sind.
    Warum: Road Trains gehören zu den größten Gefahren für unerfahrene Outback-Fahrer. Ihre Dimensionen und das Verhalten beim Überholen unterscheiden sich deutlich von dem, was europäische Autofahrer gewohnt sind.

    2. Bei entgegenkommenden Road Trains Platz machen

    Auf einspurigen Straßen sollte man bei einem entgegenkommenden Road Train deutlich abbremsen und möglichst weit nach links fahren. Der Lkw benötigt wesentlich mehr Platz als ein normaler Pkw.
    Warum: Auf abgelegenen Strecken begegnen einem regelmäßig schwere Road Trains. Wer mit 110 oder 130 km/h unterwegs ist, muss deshalb rechtzeitig erkennen, dass ein besonders breites und langes Fahrzeug entgegenkommt, und die Geschwindigkeit entsprechend reduzieren.

    3. Nachts und in der Dämmerung möglichst nicht fahren

    Kängurus, Rinder, Pferde und andere Tiere können unvermittelt auf die Straße laufen. Besonders bei Sonnenauf- und -untergang sowie nachts ist Vorsicht geboten. Läuft ein Tier auf die Fahrbahn abbremsen und nicht hektisch ausweichen.
    Warum: Unfälle mit Tieren sind auf Outback-Straßen ein großes Risiko. Ein Ausweichmanöver bei 100 oder 130 km/h kann gefährlicher sein als eine kontrollierte Bremsung.

    Achtung bei Mietwagen und Campern

    Im Northern Territory verbieten viele Vermieter das Fahren außerhalb geschlossener Ortschaften zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Wer trotzdem fährt, kann je nach Mietvertrag den Schutz bei Schäden verlieren. Vor der Fahrt unbedingt die Bedingungen des eigenen Vermieters prüfen.

      

    4. Überflutete Straßen niemals einfach durchfahren

    Während der Regenzeit (Dezember - April) können starke Regenfälle Straßen innerhalb kurzer Zeit überfluten. Vor längeren Fahrten sollte man deshalb die aktuellen Straßenverhältnisse prüfen und gesperrte oder überflutete Straßen niemals auf eigene Faust befahren.
    Warum: Wasser kann im NT nicht nur die Straße unpassierbar machen, sondern auch eine starke Strömung haben oder die tatsächliche Tiefe und den Zustand der Fahrbahn verdecken. Das ist eine Situation, die europäische Reisende häufig unterschätzen.

    5. Die enorme Länge der Strecken und Müdigkeit einplanen

    Zwischen Orten liegen im Northern Territory oft mehrere hundert Kilometer. Die langen, geraden Straßen wirken zwar unkompliziert, können aber schnell ermüden. Spätestens alle zwei Stunden sollte man eine Pause einlegen.
    Warum: Müdigkeit ist auf langen Outback-Fahrten ein größeres Problem, als viele Urlauber denken. Eine Strecke, die auf der Karte harmlos aussieht, kann stundenlanges Fahren bedeuten.

    6. Beim Überholtwerden durch einen Road Train ruhig bleiben

    Wenn ein Road Train zum Überholen ansetzt, links bleiben und die Geschwindigkeit möglichst konstant halten. Nicht plötzlich bremsen oder auf den Seitenstreifen ausweichen.
    Warum: Für ungeübte Fahrer fühlt es sich zunächst ziemlich beeindruckend an, wenn ein riesiger Lkw neben einem auftaucht. Hektische Reaktionen machen die Situation eher gefährlicher.

    7. Für Fotostopps vollständig von der Fahrbahn fahren

    Auch auf scheinbar völlig leeren Straßen sollte man für einen Fotostopp nicht einfach auf der Fahrbahn oder unmittelbar daneben stehen bleiben. Das Fahrzeug möglichst vollständig außerhalb der Fahrspur abstellen.
    Warum: Im NT hält man gerne spontan wegen eines Tieres, einer Landschaft oder eines Road Trains an. Dass eine Straße leer aussieht, bedeutet aber nicht, dass nicht wenige Minuten später ein Road Train mit hoher Geschwindigkeit auftaucht.

    8. An unbeschilderten Kreuzungen gilt „Give way to the right“

    Wie überall in Australien fährt man links. An einer unbeschilderten Kreuzung muss man jedoch dem Fahrzeug von rechts Vorfahrt gewähren.
    Warum: Das ist eine Regel, die sich Reisende relativ schnell angewöhnen können und die im Outback deutlich weniger problematisch ist als Road Trains, Tiere oder extreme Entfernungen. Trotzdem sollte man sie kennen.

    Fun Fact

    Bis vor wenigen Jahren war der Anteil japanischer und chinesischer Touristen im Northern Territory sehr hoch. Da diese lieber baden, als sich unter die Dusche zu stellen, wurden zu deren Zufriedenheit in vielen Hotels Badewannen eingebaut. Heute besuchen nicht mehr so viele Japaner und Chinesen Australien, sodass die Aussies die Wannen langsam wieder zu Duschen umbauen.

     

    © Fotos: Tourism NT/James Fisher
    aktualisiert: 08/24

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