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Die 5 schönsten Nationalparks in Westaustralien

Corona-Update: Australien hält seine Grenzen für Touristen weiterhin geschlossen. Infos und Updates beim Department of Health sowie hier (Popup)

Wo die Farbpalette von Mutter Natur für spektakuläre Kontraste sorgt und einmalige Tiererlebnisse auf Besucher warten

 

Mehr als 100 Nationalparks und 13 Meeresschutzgebieten locken in Westaustralien mit einmaligen Naturlandschaften und unvergesslichen Begegnungen mit – vorwiegend tierischen – Einheimischen. Diese fünf Nationalparks gehören bei einer Reise in den größten Bundesstaat Down Under definitiv auf die Bucket-List:

Cape Le Grand Nationalpark
- Südküste -

 

Lucky Bay Campground© Foto: Tourism Western Australia

 
Im östlich von Esperance gelegenen Nationalpark Cape Le Grand finden Reisende den weißesten Sandstrand Australiens, dies wurde sogar wissenschaftlich bewiesen. Der Strand von Lucky Bay ist so einladend, dass auch die tierischen Einheimischen nicht widerstehen können: Kängurus räkeln sich auf dem schneeweißen Sand in der Sonne.

Der direkt am Strand gelegen Lucky Bay Campground gehört zu den schönsten in ganz Westaustralien. Einen Stellplatz sollten Besucher unbedingt vorher online buchen, da der Campingplatz nur über 25 Plätze verfügt und gerade zur Hauptsaison schnell voll ist.

Das Lucky Bean Café, ein kleiner Foodtruck direkt auf dem Strand, lohnt ebenfalls einen Besuch, serviert es doch den wohl einzigen „Kangacino“ Australiens, den man nicht nur inmitten einer Traumkulisse, sondern mit etwas Glück auch in Gesellschaft eines Kängurus genießt. Auch frisches Damper verkauft das Lucky Bean Café.

Auf dem Cape Le Grand Coastal Trail (17 km), der viele der beeindruckendsten Küstenabschnitte zwischen Cape Le Grand Beach und Rossiter Bay verbindet, dringen Besucher in die wilden Weiten des Nationalparks vor. Auch ein Aufstieg zum 262 Meter hohen Frenchman Peak lohnt sich. Am Gipfel wird man mit einem fantastischen Panoramablick auf die Inseln des Recherche-Archipels und die Küstenszenerie belohnt.

Seit November 2020 bietet HeliSpirit zudem Hubschrauber-Rundflüge ab Esperance an, die es Besuchern erlauben, die spektakuläre Landschaft aus der Luft zu genießen. Neben den Nationalparks Cape Le Grand und Cape Arid gehört zu den Highlights, die man aus der Vogelperspektive erlebt, auch der pinke See Lake Hillier auf Middle Island.
 

Beste Reisezeit: November bis April
Location: 50 km östlich von Esperance
Mehr Infos: Parks & Wildlife WA

 

Karijini Nationalpark
- Pilbara Region -

 

CirularPool im Karijini Natiomal Park© Foto: Tourism Western Australia

 

Der Nationalpark, dessen Name so viel bedeutet wie „kommt von weit her, ist sehr alt“, liegt inmitten der weitgehend unbekannten und häufig unterschätzen Pilbara-Region. Er gehört zu den schönsten Nationalparks in ganz Australien. Massive Schluchten, Felsenpools mit kristallklarem Wasser, Wasserfälle, riesige Termitenhügel und Eukalyptusbäume mit weiß leuchtenden Stämmen prägen die etwa zwei Milliarden Jahre alte Landschaft des Parks, der auch Heimat für Felsen-Wallabys, rote Riesenkängurus und Schnabeligel ist.

Zu den schönsten natürlichen Pools im Park gehören Spa Pool in der Hamersley Gorge und Fern Pool in der Dales Gorge.

Bei einer Übernachtung im Karijini Eco Retreat – Stichwort „Glamping“ unter dem funkelnden Sternenhimmel – lässt sich der Zauber der Landschaft besonders intensiv spüren.

Nahezu alle Touren, die in Perth starten und in Broome enden, verbringen mindestens einen, meist zwei Tage im Nationalpark.

Beste Reisezeit: April/Mai bis September
Location: 338 km südlich von Port Hedland
Mehr Infos: Parks & Wildlife WA

 

Purnululu Nationalpark
- Kimberley Region -

 

Echidna Chasm im Purnululu National Park© Foto: Tourism Western Australia

 

Die 350 Millionen Jahre alte Bungle Bungle Range im Purnululu Nationalpark in der Kimberley-Region zählt zu den außergewöhnlichsten Landschaften unserer Erde. Die „Bungle Bungles“, die erst vor knapp 40 Jahren zufällig von einem Filmteam aus der Luft entdeckt wurden und seit 2007 zum UNESCO Weltnaturerbe gehören, sind ein Paradies für Urlauber mit Entdeckergeist.

Wer nicht auf eigene Faust mit dem Allradfahrzeug durch den Park fahren möchte, kann an einer Tagestour inkl. Rundflug von Aviair oder von HeliSpirit, beide ab Kununurra, teilnehmen.

Zu den schönsten Ausflügen vor Ort gehören Spaziergänge durch die Echidna Chasm (Foto oben), die Mini Palm Gorge oder in die Cathedral Gorge, wo der Guide mit etwas Glück „Waltzing Matilda“ trällert, um seinen Gästen die außergewöhnliche Akustik in der Schlucht zu demonstrieren.

Echtes Outback-Abenteuer garantiert eine 2-Tage-Tour mit Wanderung, Rundflug und Übernachtung im Park mit Bungle Bungle Guided Tours. Ausflüge in Begleitung eines Aboriginal Guides bieten Besuchern Einblicke in seine Kultur und die Bedeutung der Landschaft für sein Volk.

Wer eine Nacht an den Bungle Bungles verbringen möchte, der kann auf einem der beiden Campingplätze im Park übernachten oder den Komfort eines Safari-Zelts  in der Bungle Bungle Wilderness Lodge oder Busch-Bungalows in der Bungle Bungle Savannah Lodge genießen.
 

Beste Reisezeit: April/Mai bis September
Location: 300km südlich von Kununurra
Mehr Infos: Parks & Wildlife WA

 

Nambung Nationalpark
- Cervantes -

 

Pinnacles© Foto: Tourism Western Australia

 

Die mondähnliche Wüstenlandschaft der Pinnacles gehört zu den außergewöhnlichsten und faszinierendsten Naturlandschaften Australiens. In der Nähe des Küstenstädtchens Cervantes, etwa 200 Kilometer nördlich von Perth, erheben sich im Nambung Nationalpark tausende bis zur vier Meter hohe, bizarre Kalksteinsäulen aus dem gelben Wüstensand der Pinnacles Desert. Diese Felsformationen entstanden, als vor Millionen von Jahren Muscheln zu Sand wurden und durch Wind und Wetter erodierten. Bei Sonnenauf- bzw. -untergang leuchten die Felssäulen in besonders intensiven Farbschattierungen.Besichtigen kann man sie zu Fuß oder mit dem Auto.

Aber nicht nur die Pinnacles gehören zu den Attraktionen im Nambung Nationalpark, sondern auch Traumstrände am Indischen Ozean wie Kangaroo Point und Hangover Bay.

Am schönsten ist es im Park zwischen August und Oktober, wenn die Wildblumen blühen und Akazien in voller Blüte bunte Farbakzente in der Landschaft setzen.

Gourmets, die Hummer lieben, sollten dem Lobster Shack in Cervantes einen Besuch abstatten. Hier wird die Delikatesse herrlich rustikal serviert. Wie wäre es mit einem Lobster Burger oder einem halben Hummer auf Pommes? Auch an einer Factory Tour kann man teilnehmen, um mehr über die westaustralischen Rock Lobster zu erfahren.
 

Beste Reisezeit: ganzjährig
Location: 200 km nördlich von Perth
Mehr Infos: Parks & Wildlife WA

 

Francois Peron Nationalpark
- Shark Bay -

 

Cape Peron im Francois Peron National Park© Foto: Tourism Western Australia

 

Leuchtend roter Wüstensand trifft auf schneeweiß strahlenden Strand und türkisblau glitzerndes Wasser. Mit diesen krassen Kontrasten beschert Mutter Natur Besuchern einmalige Fotomotive. Der Francois Peron Nationalpark, in dem die Wüste direkt auf den Ozean trifft, liegt im Herzen des UNESCO Welterbegebiets von Shark Bay.

Das Renaturierungsprojekt „Project Eden“ versucht, die Natur im auf einer Halbinsel gelegenen Nationalpark in den Zustand zurückzuversetzen, in dem sie die ersten Seefahrer vorgefunden haben mögen, die hier vor mehr als 400 Jahren an Land gingen. Eingeführte Tierarten wie Katzen, Kaninchen und Füchse wurden entfernt, endemische Arten wie das Bilby oder auch das Thermometerhuhn erfolgreich wieder ausgewildert.

Wer nicht nur die Schönheit der Landschaft bewundern, sondern die Natur auch spüren lernen möchte, sollte an einer Tour mit Aboriginal Guide „Capes“ von Wula Gura Nyinda teilnehmen. Er erklärt die spirituelle Bedeutung des Landstrichs für die hier ansässigen Malgana Aboriginals. In seiner Begleitung lernen Besucher traditionelle Ess- und Nutzpflanzen aus dem Busch kennen, versuchen sich im Tierspuren lesen, sehen mit etwas Glück Schnabeligel, Thorny Devils, Schildkröten, Delfine, Rochen oder sogar Dugongs und fangen beim Kajakausflug den Fisch, der abends über dem Lagerfeuer zubereitet wird, bevor Capes zum Didgeridoo greift und das Funkeln der Sterne am nächtlichen Himmel fernab jeglicher Lichtquellen musikalisch begleitet.

Besichtigen kann man den Park nur mit einem Allradfahrzeug.
 

Beste Reisezeit: April bis Oktober
Location: 10 km nordöstlich von Denham / 834 km nördlich von Perth
Mehr Infos: Parks & Wildlife WA

 

© Fotos: Tourism Western Australia
Quelle: Tourism Western Australia / bearbeitet: Uta Maass (01/2022)
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