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Tipps & Infos zum Reisen durch Australien


Die gefährlichsten Haie Down Under und wie man ihnen gekonnt aus dem Weg geht

Ein Bericht von Alexandra Sitek

 

NOAA W Great white shark 900

 

Australien lockt mit seinen weißen Stränden jährlich viele Besucher, die die Sonne und die salzige Meeresluft auf der Haut spüren oder auf den Wellen reiten wollen.

Wie hinreißend das auch klingen mag, so sollte man nicht vergessen, dass Australien nicht nur wegen seiner atemberaubenden Landschaft, sondern auch aufgrund der Gefahren, die es birgt, bekannt ist.

Beim Badespaß ist es besonders ratsam Vorsicht walten zu lassen, denn von den 510 weltweit bekannten Haiarten sind schätzungsweise 182 in australischen Gewässern Zuhause.

Entgegen dem noch immer bestehenden Bild des blutrünstigen Räubers, sind jedoch nur die wenigsten von ihnen für den Menschen gefährlich. Insofern sie nicht unnötig provoziert werden, sind Menschen für Haie von geringem Interesse.

 Die fünf bissigsten Haie kurz vorgestellt

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Autounfalls höher ist, als die eines Haiangriffs, sollte das Risiko keinesfalls unterschätzt werden, denn plötzlich auftretende und völlig unprovozierte Angriffe kommen dennoch vor. Bisweilen gehen diese mehrheitlich auf das Konto des Tigerhais, Bullenhais sowie des Weißen Hais.

 

Weißer Hai

TG W White shark 600

Tigerhai

AK W Tiger shark 3 600

Bullenhai

AD W Bull shark 3 600

Hammerhai

BP W Hammerhead shark 600

Blauhai

PD W Blauhai vor den Azoren 600

Größe

bis zu 7 m

bis zu 7 m

bis zu 3,30 m

bis zu 6 m

bis zu 3,80 m

Vorkommen in australischen Gebieten

- verstärkt im Südwesten
- Shark Bay
- Ningaloo Reef
- Victoria
- New South Whales
- Queensland (vor allem Byron Bay)
- Tasmanien (vor allem in der Bass-Straße)

- Western Australia (Shark Bay, Ningaloo Reef)
- Northern Territory (vor allem im Golf von Carpentaria)
- Queensland (vor allem Byron Bay)
- New South Whales

- Brisbane River
- Richmond River
- Miami Lake / Gold Coast

  vor allem in Queensland

- Nothern Territory (vor allem im Golf von Carpentaria)
- Queensland
- New South Whales

- am weitesten verbreitete Art weltweit
- bevorzugt kaltes Wasser (i.d.R. 7 - 16°C, kann aber auch Temperaturen bis zu 21°C tolerieren)

Begegnungen mit Menschen

- potentiell gefährlich
- Gefahr rührt nicht aus scheinbar aggressivem Verhalten, sondern aus Größe und Nahrungsspektrum des Tieres

- sehr gefährlich
- greift auch ohne Provokation an

- wahrscheinlich gefährlichste Art für Menschen
- greift auch ohne Provokation an

- potentiell gefährlich
- unprovozierte Angriffe können vorkommen, jedoch sehr selten

- potentiell gefährlich
- unprovozierte Angriffe können vorkommen, jedoch sehr selten

 

Gefährliche Hot Spots

Viele Haiarten wandern und legen Strecken von mehr als tausend Kilometern zurück, weshalb nicht viel über die Verhaltensweisen oder die Gewohnheiten bekannt ist. Daher ist es schwierig, genaue Gefahrengebiete einzugrenzen.

Sicher ist, dass bestimmte Arten bestimmte Regionen bevorzugen und auch immer dort, wo reiche Seehund- oder Seeelefantenkolonien sowie Fischpopulationen vorzufinden sind, ebenfalls mit den Raubfischen zu rechnen ist.

Zum Beispiel trifft das vor allem auf den südaustralischen Raum zu. In Regionen mit vielen natürlichen Ressourcen treibt sich der "Great White" herum, wobei er sich dann auch gerne in Küstennähe aufhält.

Es ist daher empfehlenswert, sich bereits im Vorfeld über das angesteuerte Urlaubsziel zu informieren.
Das kann man in diesem Fall auf drei Arten tun:

 

  Die Sichtungskarte des ASAF (Australian Shark Attack File):

Das ASAF dokumentiert alle Angriffe in Australien zwischen den Jahren 1995 und heute. Neben dem Ort des Geschehens erhält man ebenso Informationen über die beteiligte Haispezies, den Ausgang des Angriffs wie auch den Status (sprich, ob es sich um eine provozierte oder unprovozierte Attacke handelte).

Die Karte von ASAF  findest du  hier.

 

  Die Sichtungskarte von Smart Shark:

Hingegen liefert Smart Shark, eine staatliche Initiative zur Aufklärung und Vorbeugung von Haiangriffen, detaillierte Beschreibungen über aktuelle Haisichtungen in Westaustralien, die von Personen, Agenturen, der Water Police oder der SLWSA (Surf Livesafing West Australia) gemeldet wurden. Außerdem werden auch die Erkennungen des entlang der Westküste aufgestellten Shark Monitoring Networks aufgeführt, die ausschlagen, sobald ein bereits markiertes Tier vorbei schwimmt. Da angespülte Wal-Kadaver Haie anlocken könnten, werden diese gleichfalls angezeigt.

Die Karte von Smart Shark kannst du  hier einsehen.

 

  Die Beachsafe App:

Die Beach Safe App ist ein von der SLSA (Surf Livesafing Australian) entwickelte App, die via integriertem GPS immer und überall den aktuellen Status des angesteuerten Strands in und um Australien abruft. Über die App lässt sich in Erfahrung bringen, ob sich Rettungsschwimmer am Strand befinden oder ob Haisichtungen in der Näher vorliegen. Tipps für den Notfall sind ebenso gegeben.

Weitere Details zur Beachseafe App kannst du  hier nachlesen.

Verhaltensregeln zur Vermeidung von Gefahrensituationen

KG W Noosa Heads SLSC sign at Noosa Main Beach 8001. Erkundige dich im Vorfeld bei den lokalen Behörden über die Haigefahr!

Die Technik (App, Sichtungskarten) erleichtert zwar einen Überblick, dient allerdings nur als Information bzw. zur Orientierung. Da man sich nicht immer darauf verlassen kann, dass Sichtungen gemeldet werden, kann auch die Gefahr nicht zu 100% ausgeschlossen werden.

2. Gehe an Stränden mit Markierungen und Rettungsschwimmern baden!

Die Markierungen signalisieren abgesicherte Bereiche, an denen man sich orientieren kann und die Rettungsschwimmer werfen ein Auge auf deine Sicherheit.
 

3. Meide das Wasser nachts oder in der Dämmerung!

Viele Raubfische - nicht nur Haie - sind nachtaktiv und gehen dann auf Beutefang. Zudem ist das eigene Sichtverhältnis stark eingeschränkt.
 

4. Vermeide Schwimmgänge ins tiefe Wasser oder entlang von Kanälen!

Je tiefer das Wasser, desto weniger Sicht hat man auf die eigene Umgebung. Die Chance, sich eines Angriffs frühestmöglich gewahr zu werden, ist minimal. Auch gibt es selten
Ausweichmöglichkeiten, wodurch die Möglichkeit, sich außer Gefahr zu bringen, schwindet.
 

5. Meide verschmutzte oder trübe Gewässer!

Die Chance einen Hai rechtzeitig zu erkennen, ist hier ebenfalls äußerst gering.
 

SR W Bull shark 2 6006. Gehe nicht alleine ins Wasser!

Die Anwesenheit von Freunden senkt das Risiko eines Angriffs, zumal im Notfall sofort reagiert werden kann und Hilfe zur Stelle ist.
 

7. Trage keinen glänzenden Schmuck im Wasser!

Glänzende oder silberne Gegenstände können Licht reflektieren, der dem Glanz von Fischschuppen ähnelt. Haie können davon angelockt werden.
 

8. Vergewissere dich genau, ob die Luft rein ist, bevor du von einem Boot ins Wasser springst!

Man glaubt es kaum, aber es kam schon vor, dass Leute im Übereifer direkt auf einen Hai oder in seine Reichweite gesprungen sind.
 

9. Erkenne Gefahrensignale in deiner Umgebung!

Halte dich fern von großen Fischschwärmen, denn Haie könnten dort jagen. Ebenso sind Delphine nicht automatisch ein Anzeichen für eine sichere Umgebung - eher im Gegenteil: Oftmals jagen diese zusammen oder ein größerer Hai macht jagt auf Delphine.
 

10. Gehe nie mit einer offenen Wunde ins Wasser!

Egal, wie klein die Wunde ist, Haie haben einen stark ausgeprägten Geruchssinn mit dem sie schon kleinste Spuren wahrnehmen.
 

11. Wenn ein Hai gesichtet wurde, verlasse den Bereich schnell, aber ruhig!

Selbst wenn der Schreck groß ist, Hektik und Aufregung wecken nur die Neugier des Raubfisches. Verlasse das Wasser daher zügig, aber unauffällig und bleib in Deckung.

 Erste Hilfe

Zu einer Verletzung kann es schon durch ein leichtes Streifen kommen, denn der Kontakt mit der Haihaut kann zahlreiche, kleine Schnitte verursachen. Bei Bissen sind die Wunden um einiges schlimmer und daher sehr ernst zu nehmen.

Es wird schnelles Handeln verlangt. Der erste Schritt besteht darin, den Betroffenen zu stabilisieren und die Blutung zu stoppen. Das geschieht, indem man die Wunde mit Textilien oder Gummi abdeckt. Selbstverständlich sollte man darauf achten, nicht dreckige Stoffe zu benutzen, um das Infektionsrisiko zu senken.

Sofern der Verletzte bei Bewusstsein ist, gilt es ihm beizustehen und ihm Mut zuzusprechen, um ihn zu beruhigen bis die Rettungskräfte zur Stelle sind.

Verteidigung

Im Falle eines Angriffs wäre es ratsam, nicht in Panik zu geraten und sich so schnell es geht vom Biss des Hais zu lösen, ansonsten würde man vielleicht unter Wasser gezogen. Einerseits besteht dadurch die Gefahr, dass der Überfall von anderen Strandgängern unbemerkt bleibt und man in den Tiefen des Ozeans für immer abtaucht. Andererseits droht der Tod durch Ertrinken und das Verteidigen wird erheblich erschwert.

Bei der Verteidigung selbst sind alle Mittel erlaubt: Kratzen, Beißen, Treten. Viele Überlebende berichten, dass der Hai sofort losließ, nachdem man ihm in die Augen stach. Ebenfalls ist es wichtig, auf sich aufmerksam zu machen, damit die Rettungskräfte die Not erkennen und zu Hilfe eilen.

Fazit

Der Hai löst bei vielen Menschen nach wie vor Furcht aus. Das ist auch nachvollziehbar, allerdings entsprechen die Tiere in keiner Weise dem bestialischen Bild, welches über Jahrzehnte durch die Medien propagiert wurde.

Dank des unermüdlichen Einsatzes von Forschern und Umweltaktivisten entstand ein neues Verständnis für die anmutenden Meeresbewohner, wodurch viele Unfälle vermieden werden. Es handelt sich um neugierige Tiere, die definitiv in der Lage wären dem Menschen größeren Schaden zuzufügen, als sie es eigentlich tun. Das Erkundschaften interessanter Objekte liegt in ihrer Natur, welches durch ein Anstupsen, manchmal aber auch Zubeißen, erfolgt.

Setzt man die Haiangriffe in Relation zu der Größenordnung, in der die Haie vom Menschen gejagt werden, so sind sie diejenigen, die sich fürchten sollten. Schließlich treibt der Mensch viele Haiarten an den Rand ihrer Existenz. Auch der Weiße Hai wird vom Aussterben bedroht, weshalb er in australischen Gewässern streng geschützt ist.

Während meines Australienaufenthalts war es mir leider vergönnt einen dieser Meeresräuber in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Trotzdem empfinde ich ehrlichen Respekt für die Tiere. Letztlich ist das Wasser das Element der Haie und wir bewegen uns in ihrem Habitat.

 

© Fotos: ganz oben: George T. Probst (NOAA's National Ocean Service entnommen aus dem englischsprachigen Wikimedia CC-BY-SA-2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en)), in der Tabelle: Terry Gross, Albert Kok, Amanderson2, Barry Peters, Patrick Doll (entnommen aus dem englischsprachigen Wikimedia CC-BY-SA-2.0 und CC-BY-SA-3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en)), bei den Verhaltensregeln: Kgbo, Sylke Rohrlach (entnommen aus dem englischsprachigen Wikimedia CC-BY-SA-2.0 und CC-BY-SA-3.0)

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