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“Wer sonst, wenn nicht du” war vermutlich die ausschlag- gebende Aussage einer Freundin, die mich nach vielen Überlegungen im Januar 2004 letztendlich dazu ermutigt hat, Workshops für ”Work & Travel” zu veranstalten.
Nach nunmehr 14 Australienreisen (zusammen ca 4 Jahre) ist mir Downunder vermutlich näher und bekannter als mein Heimatland. Von Cooktown bis Adelaide, von Kununurra bis Esperance, kaum eine Region, die ich nicht bereist habe. Doch macht intensives Herumreisen alleine nicht den ultimativen “Australienkenner” aus. Viele Traveller kutschieren im Geländewagen durch die Landschaft und verlassen nie die eingefahrenen Touristenpfade, ohne das Land und seine Menschen jemals richtig kennen gelernt zu haben. Der intensive Kontakt zur Bevölkerung, zu ihren Lebensweisen und Lebenseinstellungen, bleibt den meisten Travellern verborgen. Auch ich habe sicherlich nur an der Oberfläche kratzen können, doch hat mich meine journalistische Ader vielleicht das Quäntchen mehr als den normalen Traveller dazu veranlasst, Dinge zu hinterfragen, hier und dort kleine unauffällig Interviews zu führen und Menschen zuzuhören. Die kleinen Feinheiten hinter der alltäglichen Fassade sind es, die mich an einem Land interessieren.
Während eines beruflichen Aufenthalts lernte ich Australien von seiner, dem Reisenden verborgenen Seite kennen: dem Arbeitsalltag. Der Unterschied zwischen deutscher und australischer Arbeitswelt ist nicht groß, aber um weder in peinliche “Fettnäpfchen” zu treten noch Regelungen außer Acht zu lassen, sind ein paar Tips und Hinweise notwendig. Meine Erfahrungen erstrecken sich hierbei auch auf mehrmonatige Farmaufenthalte, bei denen ich Freunde besucht und mitgeholfen habe, aber auch die “Arbeitgeberseite” kennenlernen konnte.
Zuletzt ist es natürlich die zehnjährige Arbeit an “Reisebine.de” selbst, die mir einen ungemein großen Erfahrungsschatz vermittelt hat: Unzählige eMails, Tausende Fragen im Reiseforum und natürlich die seit Januar 2004 stattfindenden Workshops mit vielen Hundert Teilnehmern seither - all dies gibt mir ein Gefühl dafür, was potentielle Working Holiday Maker wissen wollen, was sie belastet und wie ihre Bedenken und Ängste aussehen.
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