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Working Holidays / Work & Travel in Australien

 Erfahrungsberichte zu Working Holiday / Work & Travel in Australien

Vom Working Holiday zum Sponsorship - ‘So war’s bei mir’
von Isabel Krüger

Nach einem viereinhalbjährigen Design-Studium an der Fachhochschule für Design in Augsburg, fünf Jahren Berufserfahrung als Grafikdesignerin in Hamburg und München, beschloss ich nach Australien zu gehen. Was genau auf mich zukommen würde wusste ich nicht, aber ich wollte dort, wenn möglich, in meinem Bereich arbeiten und so Berufserfahrung im Ausland sammeln.

Um mir einen Eindruck vom australischen Arbeitsmarkt zu verschaffen habe ich mich schon ein Jahr vor meiner Reise bei http://www.seek.com.au registrieren lassen - so wurden mir passende Stellenanzeigen automatisch zugemailt.
Aufgrund dieser Informationen und meinem Research bei http://www.agda.com.au (Australian Graphic Design Association) hatte ich bald eine lange Liste von Agenturen, die ich interessant fand.

Parallel zu dem ganzen Research habe ich meine Bewerbung vorbereitet, die aus Coverletter, CV und Arbeitsproben bestand. Sehr hilfreich fand ich hierbei das Buch “Arbeiten und studieren in Australien” von Dirk Neuhaus und Karsta Neuhaus (siehe http://www.reisebine.de/buch/oz-working.asp ).
Mit in den Rucksack kam eine handliche Mappe mit einer Auswahl meiner Arbeiten.
Einen Monat vor meinem Abflug habe ich die Bewerbungen losgeschickt (alles schön verpackt per Post - Email ist zwar praktischer, aber da ich nun mal ein Print-Designer bin, fand ich etwas schön Gedrucktes passender). Die Resonanz war super. Es hat mir zwar niemand direkt einen Job angeboten, aber ich hatte viele Einladungen mich doch unbedingt zu melden, sollte ich später vor Ort sein.

Mit meiner Chefin beim WeihnachtsessenDas habe ich gemacht, obwohl ich ganz unglaublich nervös war.
Das erste Interview fand am “Social Friday” nach der Arbeitszeit im Pub statt und war so nett, dass mir die nächsten viel leichter fielen.
Ich bin zu allen Interviews gegangen, die ich kriegen konnte - und das war drei Wochen lang ein bis zweimal am Tag, erst in Sydney, dann in Melbourne. Meistens wusste ich zwar schon im Vorfeld, dass die Agentur zur Zeit nicht einstellt, aber sie waren neugierig auf mich - die Designerin aus Europa - und ich war natürlich neugierig auf sie. Ich wollte einfach die kreativen Köpfe Australiens kennenlernen.

Nach dem Interview-Marathon hatte ich eine Stelle bei einer kleinen Agentur in Sydney, direkt am Hafen (wenn auch ohne tollen Blick, aber mit Mittagspausen im Park unter der Harbour Bridge).

Bei dieser Agentur bin ich drei Monate geblieben und habe mich schneller als es mir lieb war in den australischen Berufsalltag eingefunden - es war genau das Gleiche wie Zuhause, nur auf Englisch.
Abends im Hostel haben mir die Traveller von der Schönheit Australiens vorgeschwärmt und mein Entschluss war bald gefasst - ich wollte auch Reisen.

Ich habe also meinen Rucksack gepackt und los ging’s in die Freiheit. Bis auf einen dreiwöchigen Freelance-Job in Perth habe ich die längste und beste kreative Pause von meinem Beruf gemacht. Zu Fuß, mit Zug, Auto und Segelboot habe ich eineinhalb Jahre lang Australien
umrundet und durchquert, habe hier und da in Pubs und auf Farmen gejobbt und die Zeit einfach nur geliebt.

Wenn ich in einer schmuddeligen Pubküche Pfannen schrubben musste, habe ich mich zwar schon manchmal gefragt, ob ich dafür nun studiert hatte, aber die Freiheit und Unabhängigkeit war einfach unbeschreiblich toll.

Als mein Working Holiday Visum abgelaufen ist bin ich aus- und mit einem Touristenvisum wieder eingereist. Von da an musste ich alle drei Monate das Land verlassen, war in Neuseeland, Singapur und Bali.
Als ich dann so langsam versucht habe mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass ich nun bald mein Auto verkaufen, meine Sachen packen und zurück nach Deutschland fliegen würde, hat die Agentur, bei der ich damals in Perth als Freelancer gearbeitet hatte, gerade einen Fulltime Designer gesucht.

Nach ein paar Emails und Gesprächen hatte ich die Zusage, dass sie mich gerne einstellen würden. Das Sponsorship wurde in die Wege geleitet, hat geklappt und nun lebe und arbeite ich seit einem Jahr in Perth.

Genau Infos zu Isabels Sponsorship unter:
Insider-Tips: Das Business Sponsorship

Copyright Fotos & Text: Isabel Krüger
Isabels Bericht zum Herunterladen als PDF-Datei