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Was ist ein Traumhotel? Sicherlich definiert das jeder anders. Für mich ist das Sofitel Resort in Hua Hin DAS Traumhotel schlechthin. Schon seit vielen Jahren hatte ich vor, einmal dort abzusteigen. Durch seine einzigartig schöne viktorianische Architektur, die perfekte Lage am blendend weißen Sandstrand, dem exzellenten Service und dem wundervollen Ambiente bis ins Detail gehört das 5-Sterne Sofitel in Hua Hin zu einem der interessantesten Hotels der Welt! Da es nicht gerade billig ist, musste ich mich leider auf nur 2 Tage beschränken.
GESCHICHTE: Als das Reisen in den 20er Jahren populär wurde und die Bahnlinie von Bangkok nach Malaysia dies außerdem einfacher und komfortabler machte, wurde 1923 das Railway Hotel in Hua Hin errichtet. Es war somit das erst Resort-Hotel in Thailand. So hatten nicht nur Zugreisende zur Unterbrechung ihrer Fahrt eine komfortable Übernachtungsmöglichkeit, sondern auch Bangkoks Familien, die die Regenzeit außerhalb der Hauptstadt verbringen wollten. Auch King Rama VII errichtete in Hua Hin einen “Ferien”-Palast ganz in der Nähe des Hotels, in dem auch zahlreiche Gäste des Königs abzusteigen pflegten.
Zur damaligen Zeit gab es im Hotel zwar viel Luxus, aber keine Elektrizität und kein warmes Wasser. Nach seiner Blütezeit stand es viele Jahre leer und diente u.a. als Filmkulisse für Spielfilme wie “The Filling Fields”. Der architektonische Stil des Hotels aus den 20iger / 30iger Jahren wurde auch bei der umfangreichen Renovierung Mitte der 80iger Jahre beibehalten und somit bietet das Hotel heute allen erdenklichen Luxus in historischer Atmosphäre.
DIE LAGE: Am schönsten Abschnitt des Hauptstrandes von Hua Hin liegt das Hotel absolut perfekt und dennoch mitten in der Stadt, ohne dass es laut und geschäftig wäre. Die vielen Bäume und hohen Sträucher in der gepflegten Gartenanlage des Hotels dienen als Schallschutz. Zwischen Hotel und Strand liegt weder eine Strasse, noch ein Weg so dass man vom Hotel direkten Strandzugang hat. Der Strand ist weiß und lang, um das Hotel herum von Palmen gesäumt und der Sand ist puder- zuckerweich. In unmittelbarer Nähe gibt es zahllose Restaurants, Cafés, Shops und fliegende Händler mit allerlei Souvenirs.
DIE ZIMMER: Das Hotel bietet verschiedene Zimmertypen. Ich habe in einem Superior-Zimmer (30 qm) gewohnt und war hochzufrieden (siehe Foto). Die Luxury-Zimmer sind mit 40 qm wesentlich größer, liegen jedoch nicht so strandnah, wie die Superior-Zimmer. Der Unterschied zwischen den beiden Zimmerarten resultiert hauptsächlich daraus, dass sich die Superior-Zimmer in den historischen Flügeln befinden, die Luxury-Zimmer jedoch im Neubau. Trotzdem sind die unterschiedlichen Flügel architektonisch von außen nicht zu unterscheiden. Der Gesamteindruck des Hotels ist auch durch den Neuanbau (auf dem Foto ganz oben) der gleiche geblieben. Die Superior-Zimmer haben Doppelbetten - die Luxury-Zimmer jedoch zum Teil auch zwei Einzelbetten.
Außerdem bietet das Hotel Suiten (50 + 72 qm) an, die zum Teil über zwei Etagen gehen und auf jeder Etage einen eigenen sehr großen Balkon haben. Keine der Suiten hat jedoch unmittelbaren Meerblick. Das Hotel bietet seit 2007 auch teure Spa-Villen mit eigenem Pool an, da sie 2007 das benachbarte Resort “Hua Hin Villas” übernommen haben.
Zurück zu den Superior und Luxury Zimmern. Zu jeden Zimmer gehört ein großer, überdachter Balkon mit herrlichen Sitzmöbeln, auf denen man sich sogar ausstrecken und Sonnenbaden kann. Leider haben nicht alle Zimmer Meerblick. Hier hat man bei den Superior-Zimmer eher eine Chance, als bei den Luxury-Zimmern. Der Ausblick aus meinem Zimmer war der atemberaubendste, den man sich vorstellen kann (siehe Foto rechts). Ich habe Stunden damit zugebracht, einfach nur hinauszuschauen!
Die Zimmer sind so gemütlich, so geschmackvoll eingerichtet, dass man sie kaum verlassen mag. Durch viel dunkles Holz, einen herrlichen Dielenboden, einen Deckenventilator im alten Stil und bequeme Sitzmöbel fühlt man sich rundherum wohl. Die Betten sind sehr bequem, die Bettwäsche weich wie Seide.
Das Badezimmer ist eine Attraktion für sich. Hier hat man bis ins kleinste Detail auf Stil geachtet. Die Superior-Zimmer haben eine Dusch- Badewanne, in den Luxury-Zimmern sind Badewanne und Dusche getrennt. Im großen, beleuchteten Kleiderschrank hängt ein wundervoller Bademantel aus kühlem Leinen sowie schöne Hausschuhe. Beides kann man übrigens im Shop des Hotels käuflich erwerben.
Das Fernsehgerät in meinem Zimmer war das einzige in meinen Thailand-Hotels, welches ein ordentliches Bild sowie alle verfügbaren Programme hatte. Außerdem gibt es natürlich eine gut bestückte (teuer) Minibar mit kostenlosem Trinkwasser sowie kleine Snacks. Ein kleiner Wasserkocher und genügend Kaffee- und Teebeutel stehen ebenfalls zur Verfügung. Selbstverständlich braucht man nicht zu erwähnen, dass in dieser Art Hotel jeden Tag eine frische Blume in einer kleinen Vase steht und es zum Zubettgehen eine kleine Schokoladenköstlichkeit gibt.
AUSSTATTUNG: Zum Hotel gehören drei Swimmingpool-Anlagen mit sehr bequemen Liegen und weißen Sonnenschirmen. Ein Pool-Boy steht allzeit bereit, um kalte Getränke oder Pool-Handtücher zu besorgen. Das Poolwasser ist glasklar und ich frage mich, wie sie es anstellen, dass es nicht nach Chlor, sondern nach Blumenblüten riecht.
Ein Gerangel um die besten Plätze am Pool gibt es selten, auch keine “Platzreservierung” mit Handtüchern. Das liegt vor allem an den sehr angenehmen Gästen des Hotels.
Der schönste Platz für ein Frühstück oder einen Kaffee zwischendurch ist das “Museum” (Foto rechts). Dieses zum Hotel gehörende Café ist die ehemalige Rezeption und hat seinen Namen aufgrund die vielen historischen Gegenstände bekommen, die es dort anzuschauen gibt. Dort sitzt man in weichen Rattansesseln und trinkt seinen Kaffee im Schatten mit Blick auf die herrliche Gartenanlage und den Strand.
Nachmittags wird hier der “Afternoon Tea” (Foto unten)serviert. Neben Tee und Kaffee gibt es kleine, herzhafte Häppchen und andere Köstlichkeiten wie Kuchen und Törtchen. Man kann so viel essen wie man möchte und zahlt einen Einheitspreis (im Mai 2006 - 400 Baht).
Es gibt mehrere Restaurants im Hotel. Eines ist unmittelbar am Strand, das andere mitten in der Anlage. Da es jedoch viele gute Restaurants in Hua Hin gibt und die Gäste sicherlich diese auch gerne ausprobieren möchten, sind die Hotelrestaurants relativ wenig besucht.
Außerdem gibt es eine Tischtennisplatte, einen schönen Kinderspielplatz, ein großes Schachfeld im Garten, Tennisplätze, verschiedene kleine Golfplätze zum “Üben” sowie einen Pool-Billard-Raum mit kleiner Bar und ein Fitnesscenter. Besonders schön ist eine Bibliothek, in der man es sich auf einer Couch bequem machen kann. Dort gibt es auch einem Internetzugang.
Ein sehr umfangreiches Spa- & Wellnessangebot bietet das “Centara Spa”. Dort kann man sich von Thai-Massagen aller Art bis hin zu Gesichts- und Ganzkörperpackungen und -peelings richtig verwöhnen lassen. Hier empfehle ich ein Ganzkörperpeeling mit Sahne oder ätherischen Ölen.
Sport- oder sonstige Animationen gibt es nicht, aber es würde auch in das Hotel nicht passen. Täglich werden jedoch kleine Kurse wie z. B. Blüten für Tischdekorationen basteln oder Kochkurse angeboten. Manche sind kostenpflichtig, manche kosten nichts.
Auch wenn das Hotel in Reisekatalogen wie z. B. von Thomas Cook angeboten wird, so sind Pauschaltouristen eher hier in der Minderheit. Die Gäste sind international (Australier, Thailänder, Amerikaner, Kanadier).
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