1 Tag "Cape Le Grand Nationalpark"

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Touren in Westaustralien

(Half Day & Full Day Le Grand National Park 4WD Tour)

 

SAB-2010-Esperance-900

 

Sandstrände, die so weiß sind, dass man trotz Sonnenbrille die Augen zusammenkneifen muss, Wasser, das so klar und sauber ist, dass man am Ufer wie durch Glas durch die Oberfläche hindurch sehen kann und endlose Weite; kein Mensch, kein Haus – nur weißer Sand und das türkisblaue Meer – wer träumt nicht davon?

Wer diese atemberaubend schöne Seite Australiens kennenlernen will, der muss nach Esperance reisen.

Cape Le Grand - Half Day Tour

Start & Ende: Esperance
Termine: täglich
Mindestteilnehmerzahl:
2

Preis pro Person:  70 €
(Kinder unter 15 Jahren: 56 €)

 Im Preis enthalten sind: Pick-up und Drop-off vom Hotel, ortskundiger Tourguide, Snack am Strand, Nationalparkgebühren
 

Zur Buchung

Full Day "The Duke" Le Grand Tour

Start & Ende: Esperance
Termine: täglich
Mindestteilnehmerzahl:
4

Preis pro Person:  129 €
(Kinder unter 15 Jahren: 115 €)

Im Preis enthalten sind: Pick-up und Drop-off vom Hotel, ortskundiger Tourguide, Snack am Strand, Lunch, Nationalparkgebühren
 

Zur Buchung

Alle genannten Preise sind Endpreise
ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN - PREISE OHNE GEWÄHR

 

Eine Reportage zu den Touren in den "Cape Le Grand National Park"
von Sabine Hopf

SAB-KepaKurl-Tour6-600Der Cape Le Grand National Park, nur lächerliche 720 km östlich von Perth, kann Träume wahr werden lassen.

Um ihn zu erkunden, muss man nach Esperance, doch Esperance liegt weder an einer Greyhound-Route, noch an einer Bahnlinie und schon gar nicht in einem Teil Australiens, an dem man – zufällig – vorbeikommt, wenn man eine Rundreise durch Westaustralien unternimmt.
Esperance muss man sich gezielt aussuchen, hierher kommt man mit einem 1½-stündigen Flug aus Perth, mit dem Bahnbus aus Kalgoorlie oder über die einsame Landstraße aus Albany, wenn man ein eigenes Auto hat.
Esperance liegt so weit ab „vom Schuss", dass die Frage erlaubt ist: „Lohnt sich das?"
Die Antwort ist klar und kann ohne Zögern beantwortet werden: „Ja, es lohnt sich!"

Nur wer einen Geländewagen sein eigen nennt und mit diesem auch perfekt umgehen kann, sollte sich alleine in den Cape LeGrand National Park aufmachen, allen anderen sei geraten, sich einer Tour von „Esperance Eco Discovery Tours" anzuschließen. Aber auch die, die einen Geländewagen gekauft oder gemietet haben, sollten die Möglichkeit in Betracht ziehen, lieber eine „Tag along Tour" mit dem oben genannten Tourunternehmen zu buchen, wenn sie den grandiosen Nationalpark richtig erleben wollen.

SAB-KepaKurl-Tour1-600Egal, wie man sich entscheidet, begonnen wird jede Tour am stadtbekannten „Coffee Cat", einem kleinen, roten Imbisswagen, der jeden Morgen an gleicher Stelle am Pier parkt und für viele Einwohner die wichtigste Anlaufstelle vor dem Weg zur Arbeit ist. Hier trifft man sie also, die Einwohner von Esperance, mit einem Kaffeebecher in der Hand, plaudernd und lachend. Ein paar Schritte weiter, unter dem Pier, liegt „Sammy", der ebenfalls stadtbekannte Seelöwe, meist vollgefressen vor sich hin dämmernd. Bestaunt wird er nur noch von Touristen, die Einheimischen haben sich an seine permanente Anwesenheit längst gewöhnt.
Wenn man fragt warum er hier liegt, bekommt man die Antwort: „Hier auf dem Pier putzen die Angler ihre Fische. Sammy braucht nur das Maul aufzumachen, und die Fischreste fallen buchstäblich auf ihn herab und in sein Maul. Bewegen braucht er sich dazu nicht. Wieso sollte er diesen herrlichen Platz zum Leben aufgeben?"

Gut gestärkt brechen wir auf. Der Toyota Landcruiser fasst nur wenige Tourteilnehmer, aber das ist gut so, denn eine Massenveranstaltung wird diese Tour nicht. Sind es tatsächlich einmal ein paar mehr, dann steht ein Kleinbus zur Verfügung, auch dieser mit Vierradantrieb, denn nachdem wir einige Kilometer auf der einsamen Landstraße zum Cape LeGrand Nationalpark hinter uns gelassen haben beginnt das, was diese Tour so einzigartig macht: Wir biegen auf den endlos langen Strand ab. Hier lassen wir alle Autos mit Zweiradantrieb hinter uns, hier sind wir alleine mit dem strahlend weißen Sand, mit dem Meer und den Wellen. Wir brausen über den Strand, das Wasser spritzt zu beiden Seiten einen halben Meter hoch und man sieht, dass man heute der erste ist, der über diesen herrlich weißen Sand fährt, denn weitere Autospuren gibt es nicht.

SAB-KepaKurl-Tour3-600Unser erster Stopp ist das östliche Ende des bogenförmigen Wylie Beachs. Zwei Felsen im Wasser, durch die – je nach Ebbe und Flut – mal mehr, mal weniger Wasser hindurchströmt und einen kleinen, recht tiefen Pool bilden, bieten ein ideales Fotomotiv. Zu beiden Seiten der Sandbank brechen die Wellen an den Strand – ein Sandwich-Beach sozusagen.

Der große Felsen am Ende des Wylie Beaches bildet eine unüberwindbare Barriere und daher biegen wir in die Dünen ab. Auch hier sollte man mehr als mittelmäßige Erfahrung mit einem Geländewagen mitbringen, denn nicht nur die tiefen Sandrillen sind schwierig zu meistern, auch die Steigungen und Abfahrten verlangen einem Fahrer alles Können ab.

Doch Mark von Esperance Eco Discovery Tours bietet nicht nur all sein Wissen über die Natur und die Geschichte der Gegend auf seinen Touren an, er hat auch jahrelange Erfahrung mit dem Fahren auf Sand und Dünen und das merkt man bereits nach wenigen Metern.

Geschickt meistert Mark die schwierigen, engen und von tiefen Spurrillen durchzogenen Dünenpfade ... Doch ist das noch lange nicht alles, was sein Können hergibt. Ehe ich richtig begreife, wo wir gerade sind, denn um mich herum ist nichts als weißer Sand, steuert er den Toyota eine steile, weiße Sanddüne hinauf. Der Wagen arbeitet auf Hochtouren, wirbelt Sand in alle Richtungen, schlingert, rutscht, mein Adrenalin steigt, noch eine Kurve, wieder geht es bergauf, der Wagen sinkt ein, kommt wieder frei, arbeitet und arbeitet .... und dann sind wir oben. Die Aussicht ist grandios. Zur einen Seite der endlos lange Wylie Beach, zur anderen die sich ins Landesinnere dahin ziehende Dünenlandschaft, weiß und weich wie Puderzucker, der vom Himmel gerieselt ist.

SAB-KepaKurl-Tour9-600Wir steigen aus und sehen uns um. Wer möchte, kann hier mit einem kleinen Surfbrett die Dünen wieder „heruntersurfen", wer es bequemer mag, macht ein paar großartige Fotos, steigt wieder in den Wagen und ab geht es die gleiche Strecke wieder bergab, genau so aufregend, genau so adrinalinsteigernd wie der Aufstieg.

Wir fahren am Frenchman's Peak vorbei, einem Felsen, der aussieht wie eine Jakobinermütze und daher seinen Namen hat. Die Aborigines der Gegend sagen ihm magische Kräfte zu. Man kann ihn auch besteigen, der Aufstieg dauert eine ¾ Stunde und von oben hat man einen herrlichen Ausblick auf den Nationalpark und die Strände.

Wir nehmen ein weiteres Mal die Landstraße und biegen dann beim Campingplatz am westlichen Ende von Lucky Bay wieder auf den Strand ab. Das erste Stück des Sandes ist voller Algen und morastig. Wie schade. Ein Campingplatz am schönsten Strand von Westaustralien, aber um den besten Teil des Strandes zu sehen, braucht man einen Geländewagen, um mind. einen Kilometer weiter zu fahren. Hier wird der Strand großartig: breit, weiß und makellos sauber, dahinter endlose Dünen. Wieder preschen wir über den Sand, wieder ist das Wasser glasklar und türkisblau. Hier entstand das Foto, mit dem Westaustralien in Broschüren und Flyern wirbt. Jetzt verstehe ich warum: Einen schöneren Strand hatte ich in Australien bisher noch nicht gesehen.

SAB-KepaKurl-Tour7-600Am Ende von Lucky Bay versperrt uns ein Felsen die Weiterfahrt. Wir steigen aus. Ein Schirmchen und ein Tischchen werden aufgebaut und es gibt ein kleines „Smoko", eine australische Kaffeepause.
Am Ende des Felsens, der uns den Weg versperrt, geht eine Treppe nach oben auf eine Aussichtplattform. Die Aussicht ist atemberaubend und die Fotoapparate klicken.

Manchmal kommen hier Kangaroos an den Strand und schauen den Touristen zu, wie sie um das Tischchen stehen und Kaffeetassen halten und einen Snack essen, heute jedoch lässt sich keines blicken.

Eine halbe Stunde bleiben wir hier, dann packen wir zusammen und fahren den gleichen Weg über den Strand zurück, passieren den Campingplatz und biegen wieder auf die Landstraße ein.
Ich wähne mich bereits auf der Rückfahrt und mache es mir im Toyota bequem, als wir unerwartet auf eine weiche Sandpiste abbiegen und der Wagen durch die Dünenlandschaft hin und her schaukelt. Kurz darauf erreichen wir den Strand und stehen wieder am Ende des Wylie Beaches, wo uns bei der Hinfahrt ein großer, hoher Felsen, der Wylie Rock, vor der Weiterfahrt gehindert hatte.

SAB-KepaKurl-Tour10-600„Bereit?" fragt Mark und ehe ich so richtig begreifen kann, was er damit meint, fahren wir auf den Felsen zu. Ich schüttle den Kopf und denke, dass dies ein Scherz ist und er mir nur zeigen will, was für ein großartiger Geländewagenfahrer er ist, aber er tut es wirklich .... im 2. Gang fährt er vom weichen Sand des Strandes auf das feste Gestein des steilen Felsens und mir bleibt die Luft weg. Ich habe das Gefühl, der Wagen fährt senkrecht oder zumindest fast, denn ich sehe nur Himmel. Der Motor läuft auf Hochtouren und ich beuge mich auf meinem Sitz instinktiv nach vorne, denn wenn ich mich anlehne, denke ich, kippen wir nach hinten und fallen den Felsen mit samt dem Wagen rückwärts hinunter.

Wie eine Gämse arbeitet sich der Toyota den Felsen hinauf und ich wage nicht zu atmen. Der Felsen (siehe Foto rechts mit unseren Reifenspuren in der Mitte) ist uneben und Mark muss hier und da gegenlenken, um die Spur zu halten. Nach ca. 40 Metern geht es in eine Kurve und ich sehe mich in die Tiefe fallen, wenn jetzt die Wagentür aufgehen würde. Ich überprüfe den Sicherheitsgurt. Wieder geht es geradeaus und der Wagen schnauft und schnauft und Mark lenkt geschickt, bis wir oben angekommen sind.

Wir halten und können aussteigen. Ich mache einen langen Atemzug und merke, dass meine Knie weich wie Butter sind.

Oben auf dem Felsen ist Vorsicht geboten, denn es geht zu allen Seiten steil bergab. Ein falscher Schritt und man rutscht unweigerlich in die Tiefe. Ich begebe mich vorsichtig an den Rand und schaue hinunter. Der Strand liegt einsam und gnadenlos schön vor mir.

TWA-4WDaufFelsDer „Abstieg" mit dem Toyota ist genau so spektakulär wie der „Aufstieg". Jetzt hat man das Gefühl, der Wagen könnte jeden Moment nach vorne überkippen oder die Reifen würden die Bodenhaftung verlieren und so lehnt man sich im Sitz so weit zurück wie nur möglich.
Aber der Wagen rutscht nicht und die Räder verlieren auch nicht ihre Bodenhaftung. Wir ruckeln und schaukeln den Felsen hinunter und auf dem letzten halben Meter lenkt Mark den Wagen nach rechts, um mit nur einem Reifen zuerst auf dem Sand aufzukommen. Dann der 2. Vorderreifen, der rechte Hinterreifen und dann der linke – waagerecht, wir stehen wieder auf dem Strand und wieder atme ich lange aus.

„Wie ist das möglich?" frage ich, „wie kann man mit einem Geländewagen nur so steile Felsen hinauffahren?"
Mark lächelt und antwortet: „Laut Gebrauchsanweisung kann man den Wagen bis zu einer Steigung von 47 Grad belasten. Die steilste Stelle an diesem Felsen hat 45 Grad, wir haben also noch etwas Spiel."
Mir wird flau im Magen.
„Deine Vorwarnung war etwas knapp", sage ich, „was wäre, wenn ich Angst gehabt hätte?"
Wieder lächelt Mark: „Das haben wir früher gemacht und fast alle Tourteilnehmer haben die Wagentüren aufgerissen und fluchtartig den Wagen verlassen. Hinterher haben die, die nicht ausgestiegen sind denen, die zurückgeblieben sind, erzählt, wie grandios es war und dann wollten alle übrigen es doch noch versuchen. Also sagen wir jetzt gar nichts mehr, sondern fahren einfach drauf los."
„Das war die aufregendste Autofahrt, die ich je in meinem Leben hatte", sage ich.
„Ich weiß", antwortet Mark, „das sagen alle" und lächelt wieder.
Wir fahren weiter.

SAB-KepaKurl-Tour11-600In der Mitte des sichelförmigen Strandes halten wir ein letztes Mal und steigen aus. Manche Stellen im Sand sind nass und ich erfahre, dass die vielen Süßwasserquellen dicht hinter dem Strand Seen bilden und ihr Wasser an das Meer zurückgeben. Mark gräbt ein kleines Loch in den Sand und Wasser sammelt sich darin. Mit einem Kaffeebecher fängt er das Wasser auf und reicht mir den Becher. Ich trinke. Das Wasser schmeckt süß, es ist Trinkwasser.
„Schon mal Trinkwasser am Strand getrunken?", fragt er. Ich verneine.
„Darum haben hier in der Gegend schon seit Jahrtausenden Aborigines gelebt", erklärt er. „Hier gibt es alles: Tiere, Fische und Bush Tucker als Nahrung und Süßwasser im Überfluss".

Wir brausen über den Strand zurück Richtung Esperance und ich bin begeistert von dem, was ich in den letzten Stunden erlebt habe. Allein der letzte Abschnitt dieser Tour ist es wert, den weiten Weg nach Esperance zu unternehmen, abgesehen vom grandiosen Cape LeGrand National Park und den unbeschreiblich schönen Stränden. Wie eine Gämse in einem Geländewagen einen Felsen zu „erklettern" wird bei allen Tourteilnehmern in unvergesslicher Erinnerung haften bleiben.

Ich bin mir sicher: Dies ist mit Abstand die beste Tour, die ich seit vielen Jahren in Australien mitgemacht habe. Ich kann sie nicht nur wärmstens empfehlen, man MUSS sie einfach gemacht haben!

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TWA-000864-786-600Über diese Tour

Mark Adamson betreibt „Esperance Eco Discovery Tour" und bietet eine Halbtages- und eine Tagestour in die Gegend um Esperance an.

Die oben beschriebene Tour ist eine Kombination aus beiden Touren, die extra für mich zusammengestellt wurde und in etwa der Halbtagestour entspricht. Die Tagestour gibt noch etwas tiefer hinein in den Nationalpark und am Ende der Tour wird in der Condy Tavern eingekehrt.

© Fotos: Tourism WA und Sabine Hopf / Videoschnitt: Sebastian Hopf

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Mo. - Fr. 10:00 - 16:30 Uhr
Tel: 030 - 889 177 10

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