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Bangkok ist eine tolle Stadt die niemals schläft! Wenn man in Bangkok ankommt wird man von der heißen Luft und den vielen Eindrücken förmlich erschlagen. Die Atmosphäre ist genial! Ich habe mich sofort wohl gefühlt und konnte es nicht erwarten mich ins Getümmel zu stürzen und die Stadt zu erkunden. Durch die Zeitverschiebung von 6 Stunden und dem langen Flug, war ich allerdings schnell wieder im Guesthouse und habe erst einmal ausgeschlafen.
Bangkok ist eine der vielseitigsten Städte die ich kenne und besitzt sehr viele verschiedene Ecken und einen unglaublichen Charme. Es gibt das schöne und super moderne Downtown mit seinem Skytrain und noblen Einkaufszentren wie z. B. das „Siam Center“ wo sich vor allem die reichen Thais tummeln. Dort findet man an westlicher Kultur alles was das Herz begehrt. Allerdings sind die Preise für Thai-Verhältnisse sehr hoch. Für einen normalen Thai, der einen Lohn von nur wenigen Baht hat, unbezahlbar. Ich war erstaunt über die riesigen Fernsehleinwände und kam mir vor wie in New York.
Das krasse Gegenteil gibt es dann nur wenige Minuten von Downtown entfernt. Man wird ernüchtert und merkt sehr schnell, dass dies hier das eigentliche Bangkok ist. Mit einem Tuk Tuk, eine Art Rikscha mit Motor, geht es los in die Gassen des richtigen Bangkoks mit Garküchen, Verkaufsständen (die Preise dort erfreuen jedes Herz) und den vielen wunderschönen Tempeln und anderen Attraktionen.
Nachdem ich mich an einer der vielen leckeren Garküchen gestärkt habe, beschließe ich mich zuerst der Kultur Bangkoks zu widmen und schaue mir den beeindruckenden Königstempel „Wat Phra Kaeo & Grand Palace“ und den „Wat Pho“, in dem sich der große liegende Buddha und die älteste Massage-Schule Thailands befindet, an.
Meine, vom vielen Laufen schmerzenden Füße lasse ich mir bei einer entspannenden Thai Massage wieder aufpeppen und fühle mich danach wie neu geboren.
Eine Fahrt mit dem Long Tail Boot durch die Klongs (Kanäle wie in Venedig) von Thonburi, einem Stadtteil Bangkoks, entspannt meine Seele und ich kann die Ruhe genießen und nicht glauben, dass ich immer noch in der belebten, lauten Metropole bin. Ich sehe wunderschöne Gärten, die an das Ufer des Chao Phraya Rivers grenzen, mit Blumen und Obst, es winken mir freundliche Thais zu und die Kinder baden fröhlich in der braunen Brühe des Chao Phrayas.
Ich stärke mich in einem netten, kleinen Restaurant und freue mich auf mein bestelltes „Pad Thai“ und meine Vorspeise, eine Reissuppe „Kao Tom“. Das der Hauptgang vor der Vorspeise eintrifft, sollte einen nicht weiter verwundern oder erstaunen. Auch nicht, wenn man zu zweit am Tisch sitzt und bestellt und erst das eine Gericht und nach ca. fünf Minuten das zweite Gericht kommt. Denn das ist eben typisch „Thai Style“ wie mein Freund und ich zu sagen pflegen.
Preise in Bangkok: Nicht der Rede Wert. Es ist alles sehr günstig und man kann es sich richtig gut gehen lassen. Ein Guesthouse kostet im Schnitt um die 400 - 500 Baht (8,70 - 10,90 €). Ein Essen in der fahrenden Garküche zwischen 10-15 Baht (0,20 - 0,30 €). Ein Essen in einer festen Garküche zwischen 35- 50 Baht (0,80 - 1,10 €) und ein Essen im Restaurant 50 bis 100 Baht (1,10 € - 2,20 €) - je nachdem was man isst. Preise für eine Fahrt mit dem Tuk Tuk oder Taxi (innerhalb Bangkoks) sollten nie teurer als 100 bis 150 Baht (2,20 - 3,30 €) sein.
Auf keinen Fall verpassen:
- Fahrt mit dem eigenen Long Tail Boot durch die Klongs von Thonburi,
pro Boot mit Fahrer/ Stunde höchstens 500 Baht (10,90 €)
- Bayoke Tower mit seiner genialen Sicht über ganz Bangkok und einer Höhe von 309 Metern und 84 Stockwerken (120 Baht - 2,60 €)
- Eine Fahrt im Tuk Tuk (am besten mit Atemschutz - just joking).
Preis siehe oben.
- Die Tempel (Wat Pra Keo & Grand Palace, Wat Po).
Eintritt zwischen 20 und 100 Baht (0, 40 - 2,20 €)
- Bangkok ist ein Traum zum Shoppen. Vor allem Textilien (jedoch alles gefaked) sind super günstig. Aber auch Uhren, Elektronik usw. sind sehr preiswert und vor allem im „MBK Center“ und am „Patpong Nachtmarkt“ sehr billig zu finden.
Ein schöner Tagestrip, wenn man genug Zeit hat, ist auch ein Besuch des Floating Market in Damnoen Saduak. Diese Tour kann man entweder organisiert (wird in den Guesthouses angeboten) oder alleine machen. Wir haben diese Tour alleine gemacht und es wurde ein kleines Abenteuer. Der erste Bus (Linie 2) Richtung Damnoen Saduak fährt um 5.50 Uhr vom Southern Bus Terminal ab. Man kommt dann bereits um 7.30 in dem kleinen Ort an und kann das Marktgeschehen dadurch noch relativ ohne Touristen verfolgen. Die großen Massen kommen erst so gegen 10.00 Uhr. Dann sollte man sich aber auch lieber aus dem Staub machen. Wir haben uns in Ruhe von einer Marktfrau durch das Geschehen rudern lassen und konnten frisches Obst und Gemüse direkt von den vorbeifahren- den Booten einkaufen. Die Rückfahrt mit dem Boot zurück nach Bangkok hat uns allerdings noch besser gefallen! Man läuft vom Floating Market zu Fuß zum Dusit Pier 3 (nicht ganz die Strecke bis zur Bushaltestelle). Zum Pier geht es dann rechts in eine Straße rein. Diese Tour durch den Damnoen Saduak Kanal ist wirklich sehr sehenswert. Man kann dort einen guten Einblick vom Leben der Thais bekommen. Die Fahrt dauert 1 Stunde und 20 Minuten bis man den Bang Yang Lock Pier erreicht. Es kostet 200 Baht pro Person - wir haben es aber auf 150 Baht gehandelt. Mit einem busähnlichen Gefährt sind wir dann für 10 Baht, zusammen mit vielen Thais, ca. 15 Minuten gefahren. In Ka-Toon-Ban sind wir schließlich in einen richtigen Air Con Bus umgestiegen und noch ca. 45 Minuten für 25 Baht nach BKK City gefahren. Es war ein kleines Abenteuer und auch etwas Zeitaufwendiger als mit dem Bus direkt zu fahren, aber es hat uns sehr großen Spaß gemacht und wir haben viel erlebt!
Zu guter Letzt: Die Thais sind sehr liebenswürdige und nette Menschen. Aber unterschätze NIE, dass sie alles tun, um dich deines Geldes zu erleichtern. Also immer auf der Hut sein und die Preise nicht nach Deutschen Maßstäben berechnen!!!!!
Beurteilung und Empfehlung: Bangkok lohnt sich auf jeden Fall für einen Zwischenstop, der allerdings bei den vielen schönen Sehenswürdigkeiten schon mindestens 3 Tage dauern sollte.
Links: www.thailandtourismus.de
© Text & Fotos Daniela Hoekstra; Foto oben: Ulrike Zimmermann
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