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3. Tag Auch der nächste Tag bietet viele aufregende Momente und ist wieder sehr heiß. Über endlose Dünen bewegen wir uns langsam aber stetig Richtung Westen.
Die Simpson Desert, die mehr als 170tausend Quadratkilometer umfasst, bietet eine der schönsten und aufregendsten Touren, die man auf dem Australischen Kontinent machen kann, ein gut ausgerüstetes Allradfahrzeug und Erfahrung mit derartig anspruchsvollen Pisten vorausgesetzt.
Der French Line Track, auf dem wir uns befinden, gilt wegen seiner vielen, hohen Dünen als der Schwierigste und wurde neben einigen anderen Tracks in den sechziger Jahren von Firmen, die nach Öl- und Gasvorkommen suchten, angelegt. Die Sanddünen verlaufen parallel von Nord/ Nordwest nach Süd/Südost, wobei sie eine Gesamtlänge von bis zu 80 Km erreichen. Dies macht die Simpson Desert zum größten, parallel verlaufenden Sand/Halbwüstensystem der Welt. Der größte Teil ist heute Schutzgebiet und so geht es weiter über endlos scheinende Dünenkämme, wobei jede höhere der Dünen neu taxiert werden muss, um den richtigen Gang und Geschwindigkeit zu wählen.
An den aufgewehten Dünen lehnt sich mein Beifahrer möglichst hoch aus dem Sitz um einen frühen Blick auf die andere Seite werfen zu können und mir in etwa die Richtung zu weisen, in die ich lenken muss, da für mich oftmals nur der Kühler des Wagens und der Himmel zu sehen ist, bevor wir mit einem Rums, wenn das Auto mit dem Unterboden auf den Sand knallt, auf der anderen Seite des Kamms landen. Ich bin jetzt richtig auf den Geschmack gekommen und es könnte noch lange so weitergehen.
Viel zu schnell und unerwartet treffen wir auf Wonga Corner, die letzte Düne liegt hinter uns (Foto rechts). Wir pumpen die Reifen wieder auf und nehmen die 30 Km bis Purni Bore unter die Räder. Auch in Purni Bore wurde nach Öl gebohrt, wobei reichlich Wasser aus dem großen Artesischen Becken zutage trat. Ein Paradies für alle Tiere der Wüste und für den Allrader, der von Osten kommt, erst recht.
Auf dem schönen Campingplatz, den wir natürlich für uns alleine haben, hat man einen Verschlag mit einer richtigen Dusche gebaut, die wir gerne in Anspruch nehmen.
Sauber und glücklich köpfen wir nun unsere durch die Wüste geschaukelte Flasche Sekt und drücken auf den Selbstauslöser, um unsere erfolgreiche Durchquerung zu dokumentieren (Foto rechts). Wir genießen den herrlichen Abend in dieser Oase und hören Dingos und wilde Esel rufen.
Ein großes Stück an Erfahrungen reicher und wie schon so oft, tief beeindruckt von diesem einmaligen Abenteuerspielplatz der sich Australia nennt, sind wir schon wieder in die Planung des nächsten Abenteuers vertieft.
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