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Die Tour des Monats
- Interessante Touren in Australien -

Die Reisebine “Tour des Monats” ist eine Auszeichnung, die eine besonders interessante, abenteuerliche oder spritzige Tour von der Reisebine-Redaktion erhält.
Sobald wir eine dieser besonderen Touren für euch gefunden haben, präsentieren wir sie hier mit Einzelheiten und Fotos. Eine Anregung für unsere User, um einen aufregenden Tag oder eine interessante Rundreise zu erleben.

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Tour des MonatsNovember 2009
Cool Dingo Tour (Fraser Island / Queensland)

Seit 1992 gehört sie zum UNESCO Weltnaturerbe. Sie ist berühmt für ihre natürliche Schönheit, ihre über 250 km Sandstrände, mehr als 40 km auffallend gefärbten Sandklippen, Regenwald der auf nährstoffarmen Sand wächst, Frischwasserseen mit klarem weißen und schwarzen Wasser in einer spektakulären Landschaft.
Fraser Island – die größte Sandinsel der Welt

Morgens früh um 7.30 Uhr wurden wir in Hervey Bay von der Unterkunft abgeholt. Ein großer Reisebus brachte uns direkt zum Urangan Terminal, von wo aus die Fähren nach Fraser Island starten. Nach nur 40minütiger Überfahrt erreichten den Hafen von Kingfisher Bay. Dort wartete bereits
Chris Muller, unser Guide, und nach einer kurzer Einführung ging’s in unseren komfortablen 4WD Bus.

Unsere Gruppe bestand aus 22 Teilnehmern – es können aber auch bis zu 40 Teilnehmer sein – gemischt aus vielen Nationalitäten. Nachdem alle einen Platz gefunden hatten ging es los – ein Aufschrei im Bus, als der Blick auf die 'Strasse' frei wurde – es gibt auf der Insel nämlich nur im Resort geteerte Strassen ... die restliche Insel ist ohne ein Fahrzeug mit Allrad- Antrieb nicht befahrbar.

Chris hatte früher Schlangen gefangen und interessiert sich auch sonst für das Reptilien- und Insektentierreich – dementsprechend bekamen wir zusätzlich zu den Informationen über Flora und Fauna und zur Geschichte der Insel noch viele Stories aus seiner ehemaligen Arbeitswelt.

Eine Weile im Schaukelbus – trotz Anschnallgurt gut auf den Kopf aufpassen, der eine oder andere hat sich ne schöne Beule an der Fensterscheibe geholt – führte uns zum 1. Stop: ein kurzer Walk durch den Regenwald zum Basin Lake. Dort soll es viele Freshwater Turtles (Schildkröten) geben – leider hatten wir jedoch kein Glück.

Nach dem Lunch und einem weiteren Walk ging es weiter zum Lake McKenzie. Dort war das Wetter zunächst nicht so prickelnd, es war ein wenig bewölkt, daher zogen wir kurzerhand den Afternoon Tea vor und nach einem kurzen Schwätzchen mit Chris über Schlangen und andere Insekten kam die Sonne hervor, die Wolken verschwanden und das Wasser vom Lake McKenzie erstrahlte in seinem schönsten Postkartenblau.
Viele nutzten die Gelegenheit, um eine Runde zu schwimmen, der Rest lag in der Sonne und genoss die Ruhe, trotz der vieler anderen Besucher an diesem beschaulichen Ort.

Um rechtzeitig zum Sonnenuntergang im Resort zu sein, brachen wir nach 3stündigem Aufenthalt wieder auf. Das Resort ist in mehrere Bereiche aufgeteilt, unsere Lodges befanden sich auf dem 'Heartattack' Hügel – es fährt ein kostenloser Bus nach unten (und wieder zurück), den Weg will nämlich keiner freiwillig laufen.
Die Lodges waren mit einer großzügigen Küche ausgestattet, die jedoch unbenutzt blieb, da es so gutes Essen gab. Die Zimmer (ich hatte ein Vierbett-Schlafsaal gebucht) waren super sauber und es gab sogar Handtüchern und Seife. Vor der Lodge befand sich ein netter Balkon und unten an der Strasse gibt es auch eine Waschküche für diejenigen, die vergessen haben, saubere Sachen mitzubringen. Unser Gepäck wartete bereits in der Lodge auf uns und nachdem alle Zimmerschlüssel verteilt waren, ging es nach dem Sonnenuntergang in die Dingobar, wo Pizza, Pasta und frischer Salat auf uns warteten. Der erste Tag konnte hier bei Drinks und Musik prima ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es direkt nach dem Frühstück in den Norden der Insel. Ein Fotostopp am Stonetool Sandblow, einer noch immer aktiven Sanddüne und schon ging’s mit 80 Sachen auf dem “Highway” des Seventy-Five Mile Beach entlang.
Dort gibt es die Möglichkeit, einen Rundflug über Fraser zu machen ($70, ca. 42 Euro). Etwa 8 Leute haben in dem Flugzeug Platz, gestartet und gelandet wird direkt am Strand. Es ist ein komplett anderes Gefühl, wenn man in so einem kleinen Flugzeug sitzt. Man spürt die Luftlöcher viel mehr – wie in einer Achterbahn – im Gegensatz zu den großen Flugzeugen kann man aus dem Flugzeug schauen und sieht auch wirklich etwas! Unser Pilot Jerry wollte wohl unsere Magenempfindlichkeit testen, als er mehrere 180 Grad Kurven flog. Meiner Sitznachbarin ging es gar nicht gut, uns anderen dafür um so besser! Die Landschaft ist atemberaubend und sieht aus der Luft noch viel besser aus als von unten! Man hat sogar Wale vom Flugzeug aus gesehen!
Schade, dass wir nur 20 Minuten in der Luft waren. Bevor wir zur Landung angesetzt haben, sind wir ganz knapp über dem Boden (etwa 2m) den Strand entlang gerast – klasse Gefühl!
Wieder am Boden taumelte meine Sitznachbarin sichtlich erleichtert aus dem Flugzeug und schwor sich, 'nie wieder' so etwas zu machen. Wir anderen wären gerne noch eine Runde geflogen.
Die restliche Gruppe wartete bereits am Maheno Wreck auf uns und nachdem wir 'Flieger' uns umgeschaut hatten ging es weiter zu den Champagne Pools zum Baden. Dort genossen wir die Sonne, die Aussicht, das blubbernde Wasser... Schade nur, dass auch viele andere den Weg hierher gefunden hatten – mir persönlich war ein bisschen zu viel los.

Um die Mittagszeit haben wir dort im Halbschatten unsere Lunchpakete bekommen – für viele eine echte Herausforderung: Wie bastele ich einen Wrap und bewahre gleichzeitig meine Box (die mit viel Salat, Karotten, Tomaten und Hühnchen gefüllt war) vorm runterfallen? Und Vorsicht mit dem Senf – der ist ziemlich scharf.
Nach dem leckeren Lunch erkletterten wir den Indian Head Lookout mit toller Sicht und wahnsinnigen Klippen. Chris erzählte grausige Geschichten von Leuten, die die Klippen hinabgestürzt sind ... ich hab mich nicht an den Klippenrand getraut, aber einige Mutige sind bis ganz nach vorne geklettert (auf eigene Gefahr..).
Die Wale haben uns ein wenig veräppelt, denn immer wenn sich einer blicken ließ und alle Kameras auf die Stelle gerichtet waren, ist er nicht mehr aufgetaucht – und in dem Moment, wenn man sich umdrehte (nach ewigem Warten) ruft Chris: “Da, da ist der Wal!!”

Auf dem Rückweg am Nachmittag sind wir durch das Flussbett von Eli Creek, dem größten Freshwater Creek an der Ostküste von Fraser Island, gelaufen und geschwommen. Für musikalische Unterhaltung sorgte eine angetrunkene Männergruppe mit komischen Mützen, sie wurden jedoch  durch die vielen anwesenden Kinder schnell übertönt. Wir haben uns dadurch nicht stören lassen, schließlich gab es für uns leckere Muffins und Kekse sowie Kaffee und Tee.
Chris mahnte langsam zum Aufbruch, die Zeit verging rasend schnell. Wir mussten ja zurück ins Resort und das lag eine gute 3/4 Stunde von Eli Creek entfernt.

Nach dem Dinner in der Dingobar (es gab Mexikanisches Essen) ging der Trip für einen Teil der Gruppe, so auch für mich, zu Ende. Wir wurden mit der 20 Uhr Fähre zurück nach Hervey Bay und mit dem Bus zurück in unsere Unterkunft gebracht. Die restliche Gruppe verbrachte einen weiteren Tag auf Fraser Island.

Fazit: Es hat super viel Spaß gemacht, was mit Sicherheit auch an der tollen Gruppe und unserem Ranger gelegen hat – aber es war auch sehr informativ und viele Fragen zur Insel und Tierwelt konnten durch Chris beantwortet werden. Einen Dingo haben wir trotz unserer Tour leider nicht gesehen, aber zu der Zeit waren die Dingos auch mit ihrem Nachwuchs beschäftigt und haben sich wahrscheinlich deshalb nicht gezeigt.

Diese “Tour des Monats” hat Lara Goebel für euch kommentiert.
 

Cool Dingo Tour (Fraser Island / Queensland)
  
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Name der Tour:

Cool Dingo Tour

Ort:

Hervey Bay
(die Tour kann auch von Brisbane gebucht werden)

Veranstalter:

Gool Dingo Tours

Teilnehmerzahl:

20-40

Tourlänge:

2 Tage / 1 Nacht (auch als 3-Tage-Tour buchbar)

Kosten:

295 A$ im Vierbettschlafsaal
345 A$ im Doppel/Twin
plus 18 A$ Nationalpark-Eintritt pro Person

Abfahrtzeiten:

täglich

Mitzubringen:

Schwimmsachen

Englischkenntnisse:

Die Tour findet auf Englisch statt.

Bewertungen:

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Copyright © Sabine Hopf  - aktualisiert am: Montag, 9. November 2009