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Der “Cobber Pass” - von Cairns nach Sydney
 Hopp on - Hopp off mit Oz Experience
- Reisebine-Reporter André Klöden berichtet von seinen Etappen -

2. Abschnitt:
Townsville - Airlie Beach

Nach ein paar entspannten Tagen auf Magnetic Island war es wieder an der Zeit, in den OZ-Bus zu steigen.
Bereits von der Fähre aus konnte man zwei am Hafen in Townsville wartende Busse von OZ-Experience sehen. Einen weiss-grünen mit dem ich bereis den ersten Abschnitt zurückgelegt hatte und einen großen, leuchtend gelben Bus. Sofort war der Wunsch da, mit dem "Sunshine"-Bus zu fahren, denn an dem Tag hat uns die Sonne ein bisschen im Stich gelassen.
Von Nahem betrachtet gab es gleich noch jede Menge mehr Gründe: Ledersitze, eine Beinfreiheit, wie in der 1st Class im Flugzeug - na gut, sie war zumindest sehr großzügig und auch ein DVD-Player war an Bord. Glücklicherweise wurde mein Wunsch prompt erfüllt.
Mit mir stiegen 11 weitere Backpacker in den Bus, der somit nicht mal halb voll war, alle zwischen 19 und 30 und wieder waren hauptsächlich Nationen Europas vertreten. Deutschland, Irland, Schweiz und Italien. Einige Gesichter kannte man bereits vom ersten Abschnitt.
 
Binks, unsere Fahrerin, erklärte den Tag zum “Cruisy Day”. Wie passend, in solch einem Bus. Tatsächlich war der Zweck, jeden rechtzeitig nach Airlie Beach zu bringen. Denn pünktliches Einchecken für den Segeltrip auf die Whitsunday Islands war wichtig, damit die Cruise (wo wir wieder beim Motto des Tages wären) am nächsten Morgen starten konnte. Und das war so ziemlich das Vorhaben von jedem in diesem  Bus: ein 2 oder 3 Tage / 2 Nächte Segeltrip.
So mancher wollte aber auch versuchen, etwas Arbeit zu finden und den Trip mit dem dann verdienten Geld nachzuholen. Bis nach Airlie Beach gab es allerdings noch einige Kilometer zurück zu legen.

Pünktlich um 13 Uhr startete der Bus auf seine gut dreistündige Fahrt. Was gibt es besseres, als zu gemütlicher Musik von Jack Johnson durch die Landschaft zu cruisen? In dem Moment war das genau das Richtige.
Nun gab es aber den DVD-Player nicht ohne Grund im Bus. Nach einem kurzen Stop, dem obligatorische Toilettenstop (die gibt es nämlich in keinem der OZ-Busse) und der Möglichkeit, ein paar Sachen einzukaufen, galt es, einen Film auszuwählen. Klingt einfach, war es aber nicht. Schließlich gab es in der rund 100 DVD umfassenden Sammelbox einfach alles. Action, Komödie, Horror, Romanze, Thriller, Science Fiction, was darf es sein?
Sozusagen von “Dirty Dancing”, über “Der Teufel trägt Prada” (das war die Mädls-Abteilung), bis hin zu “Rambo und “Miami Vice” (für wen ist das wohl?!) wurde alles geboten. Selbst der Film über Backpackermorde in Australien “Wolf Creek” war dabei. Eine sehr zweifelhafte Wahl. Letztlich wurde einer der 3 Jackass-Teile ausgewählt. Jawohl, es waren mehr Jungs im Bus.

Kurz vor Airlie Beach endete der Film, genau richtig, um noch einige interessante Informationen über die Whitsunday Islands zu erhalten. Binks erklärte zum Beispiel, dass insgesamt 74 Inseln zu der Gruppe der Whitsunday Islands zählen, 67 davon noch unberührt. Hoffentlich bleibt das auch so.
Während einer kurzen Stadtrundfahrt durch Airlie Beach zeigte sie uns noch die Check-in's der verschiedenen Segelgesellschaften, den Hafen und wo sich die Hostels befinden. Rechtzeitig um 16.30 Uhr rollte der Bus auf den Parkplatz vor dem “Koalas Hostel”. Hier hieß es aussteigen für alle, auch wenn Betten in anderen Hostels gebucht wurden.
Zum Glück lagen die Hostels aber nur ein paar Gehminuten auseinander. Was wirklich klasse war: für den Abend reservierte uns Binks noch einen Tisch im "Beaches", der angeblich besten Bar in Airlie Beach. Eine gute Gelegenheit, die Mitfahrer etwas besser kennen zu lernen. Leider war die Beteiligung aber eher rar. Lag vielleicht auch daran, dass während der Busfahrt nicht wirklich viel gesprochen wurde. Schade eigentlich.
 
Bald geht es nun weiter nach Kroombit, dem nächsten Overnight-Stop von OZ-Experience. Natürlich gibt es auch diesen Bericht von mir in Kürze hier zu lesen.
 

3. Abschnitt:
Von Airlie Beach
nach Kroombit

 

Fotos & Text: André Klöden - © Copyright Reisebine.de