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Der “Cobber Pass” - von Cairns nach Sydney

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 Hopp on - Hopp off mit Oz Experience
- Reisebine-Reporter André Klöden berichtet von seinen Etappen -

6. Abschnitt:
Byron Bay - Surf Camp

Ein bekanntes Gesicht wartete um 8 Uhr morgens vor dem Hostel Holiday Village in Byron Bay. Binks, unsere Fahrerin, chauffierte uns bereits schon auf dem Abschnitt von Townsville nach Airlie Beach. Wer erinnert sich noch an ihre riesige DVD-Auswahl?

Nun war es an der Zeit, für die vorletzte Etappe mit OZ-Experience. 2 Jungs und 2 Mädels stiegen in den gelben Bus, der kurz darauf einen weiteren Jungen am Transit Center in Byron Bay einsammelte. Wie Binks uns verkündete, war die Gruppe damit komplett. Recht überschaubar, und mit England, Irland, Deutschland und der Schweiz waren auch die Herkunftsländer bunt gemischt. Zwei von ihnen trafen sich nach einem gemeinsamen Beginn in Cairns zum ersten Mal wieder. Ein weiteres Beispiel dafür, dass man sich mehrmals im OZ-Bus begegnet.

Was war nun unser heutiges Ziel? Spätestens als die Musik begann, war es auch dem letzten klar. Mit „let's go surfing" von den Beach Boys und einigen wenigen Worten zum Tagesablauf ging es auf in das rund 4 Stunden entfernte Surf Camp, gleichzeitig ein „must-stop" von OZ-Experience.

Aber was heißt hier „must-stop"? Für 45,- AUD bekommt man die Übernachtung im Dormbett, Abendessen, Frühstück und gute 2 Surfstunden mit einem professionellen Surflehrer. Eine super Gelegenheit also, dass Wellenreiten einmal auszuprobieren.

Doch bis es soweit war, galt es noch einige Kilometer zurückzulegen. Wäre nicht die Musik gewesen, hätte man wohl eine Stecknadel fallen hören können, so leise war es im Bus. Oder vielleicht auch das Magenknurren des einen oder anderen.

45 Minuten waren nun seit dem Fahrtbeginn vergangen und der Ort Ballina erreicht. Zeit für einen Frühstücksstopp. Wer nichts Eigenes dabei hatte, konnte sich in einem Café stärken. Die Pause wurde ebenfalls zum besseren Kennenlernen der Mitfahrer genutzt. Was waren die Themen? Na klar: Woher kommst du? Wie lange bist du schon unterwegs? …und noch jede Menge Austausch weiterer Reiseinformationen.

Gemeinsam konnte dann bei Rückkehr in den Bus gegen 9 Uhr eine DVD für die Weiterfahrt ausgewählt werden. Dabei kam die große Sammlung von Binks zum Einsatz. Die Entscheidung wurde rasch getroffen und „What happens in Vegas?" sollte uns die Fahrt verkürzen.
20 Minuten später ließ uns allerdings die Technik im Stich. Der vordere Monitor blieb schwarz und wäre es bei so manch anderem Film eine Erlösung gewesen, war es hier doch eher schade. Nun waren wir aber nur 5 Leute im Bus, somit alles nicht so tragisch, ab auf die hinteren Bankreihen, denn dieser Monitor funktionierte noch. Noch, kaum hatte dieses Wort eine solche Bedeutung wie in diesem Satz. Nach weiteren 10 Minuten streikte nämlich auch der hintere Monitor, irgendwer meinte es nicht gut mit uns.
Somit musste also wieder die gute alte Musik herhalten, eigentlich auch gar nicht so schlecht, schließlich sieht man viel mehr von der Umgebung. Wieder wurde das Angebot genutzt, den eigenen MP3-Player anzuschließen und gewohnte Musik während der Fahrt zu hören.

Um 10.45 Uhr gab es die Gelegenheit, sich im Supermarkt in Grafton etwas für das Mittagessen zu kaufen. Binks erwähnte zuvor, dass dies die letzte Möglichkeit sei, vor dem Surfcamp. Dort könne man nur Snacks kaufen.

Bereits eine Stunde später erreichten wir die Rezeption von Mojo Surf. Nach einem kurzen Rundgang durch das Camp, erhielten alle ein Dormbett im gleichen Zimmer.

Die Zeit drängte, sollten sich doch alle bereits um 12.15 Uhr, also nur 20 Minuten später, bei den Boards einfinden. Wer nicht surfen wollte, musste auch nicht. Die Kosten in Höhe von 45,- AUD für die Zeit im Surfcamp bleiben aber dieselben.

Nachdem sich alle pünktlich versammelt hatten, wurde für jeden das passende Wetsuit ausgewählt (im Preis enthalten). Anschließend gab es eine ganze Menge zu erklären, denn für fast jeden unserer Gruppe war es das erste Mal auf einem Surfboard. James, unser Surflehrer, erläuterte daher sehr genau die Sicherheitshinweise, die Technik des Surfens und einige interessante Hinweise zu den Boards selbst.

Die Spannung war groß, und es war an der Zeit, ein paar Trockenübungen auszuprobieren. Also Board geschnappt, im Kreis aufgestellt und schon konnte es losgehen. Paddeln, Welle beobachten, Aufstützen und Aufspringen auf das Board, die Haltung beachten und schon ist man ein richtiger Wellenreiter.

Die Hauptsache und das Wichtigste gab James uns noch mit auf dem Weg:
„Habt Spaß da draußen!
  

 

Dann konnte es endlich richtig losgehen. Ab ins Wasser und rauf auf Board und Welle.
Nun sind ja Theorie und Praxis meist etwas unterschiedlich. Was hatte James gleich wieder alles gesagt und gezeigt? Übung macht den Meister und Wellen gab es ja genügende. Nach einigen Versuchen klappte es immer besser, wenngleich jeder noch eine Menge Salzwasser schlucken musste. James half bei der Auswahl der richtigen Welle und Stabilisierung des Boards und siehe da, auch das Stehen klappte allmählich.

 

 

Wie im Flug verging die Zeit und nach knapp 2 Stunden war das Surfabenteuer auch schon wieder vorüber. Glücklich und erschöpft wurden Wetsuit und Board zurückgebracht. Unser Dank galt James, der für einige Stunden das Gefühl eines kleinen Kelly Slater´s in uns erzeugt hatte.

Nach einer heißen Dusche traf sich nun der Großteil zum Mittagessen, schließlich galt es noch knappe 3 Stunden bis zum Abendessen um 18 Uhr zu überbrücken. Wer wollte konnte lesen, fernsehen, am Strand spazieren gehen und Ausschau halten nach Walen, Delfinen und Schildkröten, oder einfach nur gemütlich zusammen sitzen und erzählen. Auf dem großen Fernseher im Hintergrund flimmerten die ganze Zeit unsere Fotos vom Surfen.
 

 

Bei jeder Surfstunde werden Fotos von den Teilnehmern gemacht. Diese können anschließend, zusammen mit einem T-Shirt nach Wahl für 35,- AUD gekauft werden. Wer Geschmack am Surfen gefunden hat und weitere Unterrichtsstunden nehmen will, kann auch gerne länger im Surfcamp bleiben. Unterkunft und volle Verpflegung kosten täglich 50,- AUD. Zwei weitere Surfstunden liegen ebenfalls bei 50,- AUD. Will man zwei Tage länger bleiben, kostet dies mit Surfunterricht 195,- AUD. Wer einfach nur üben will, kann das Board für 25,- AUD pro Tag leihen.
 

Gegen 15.30 Uhr erhielten wir Gesellschaft eines weiteren OZ-Busses. Diese Gruppe startete einige Stunden zuvor in Sydney und befand sich auf dem Weg nach Norden. Nachdem unsere Reise mit OZ-Experience fast beendet war, gab es daher viel zu erzählen, auszutauschen und jede Menge Tipps für die Weiterreise zu verteilen.
 

 

Um 18 Uhr war Abendessen angesagt. Fisch, Pasta, Fleisch oder Suppe, die Auswahl war reichhaltig und für Jeden etwas dabei. Im Anschluss daran konnte man um ein Lagerfeuer sitzen und die Erlebnisse mit den anderen teilen oder einen DVD-Film anschauen.
Gegen 22 Uhr war für alle der spannende und aufregende Tag zu Ende.

 

Wie gewohnt, begann der nächste Morgen früh. Bereits um 6 Uhr wurde Frühstück serviert. Neben den üblichen Dingen wie Cornflakes, Müsli und Toast gab es diesmal auch Bacon ´n´ Eggs. Hier konnten sich alle noch mal für die bevorstehende, lange Fahrt nach Sydney stärken. Abfahrt vom Surfcamp war um 7 Uhr. Mehr dazu gibt es dann in meinem letzten Bericht zu lesen.

Ein kleiner Tipp für alle, die noch keine weiteren Reisepläne geschmiedet haben:
Im Surfcamp werden öfter Backpacker gesucht, die für Unterkunft und Essen arbeiten möchten. Dabei kann man zwar kein Geld verdienen, aber doch viele Leute kennenlernen, einige schöne Tage und Wochen mit dem Team von Mojo Surf verbringen und na klar, jede Menge Surfen und Kajakfahren for free.

 

7. Abschnitt:
Vom Surf Camp nach Sydney

 

Fotos & Text: André Klöden - © Copyright Reisebine.de
 

 

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Copyright © Sabine Hopf  - aktualisiert am: Samstag, 24. Juli 2010

 

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