|
AUF WOLKE 7 WÄHREND DER CLOUD 9 TOUR
9 Tage Abenteuer. Das ist es, was man sich von Adventure Tours verspricht - und das ist es was man bekommt. Die Cloud 9-Tour ist in 3x3 Tagestouren gesplittet, was bedeutet, dass man verschiedene Guides und noch mehr Leute kennenlernen kann.
1. Tag Von Darwin nach Mary River: Los ging es mit der ersten Teilstrecke von Darwin über den Litchfield und Kakadu Nationalpark zurück nach Darwin. Drei ereignisreiche Tage mit viel Natur und Kultur. Gleich der erste Tag versprach das Highlight der Tour zu werden. Er stand unter dem Motto: "Wasser von oben und von unten".
Nach der pünktlichen Abholung von der Unterkunft in Darwin ging es rund 2 Stunden in Richtung Litchfield Nationalpark. Genügend Zeit für unseren (männlichen) Guide Ashley, sich und die Pläne für die nächsten drei Tage vorzustellen und unsere bunt gemischte Gruppe aus 16 Leuten auf spannende Tage einzustimmen.
Der Vormittag war dem Schwimmen in Wasserfällen gewidmet. Erst ein paar kleinere (Buleys Rockhole) zur Einstimmung und dann kamen die Florence Falls. Groß, beeindruckend, eingebettet in tropische Vegetation und davor jede Menge Platz zum schwimmen. Das hat sich aus unserer Gruppe natürlich niemand nehmen lassen. Wann sonst hat man schon mal die Gelegenheit, vor einem Wasserfall zu schwimmen?
Erschöpft, aber glücklich ging es weiter. Der erste gemeinsame Lunch stand an. Bei ein paar Hot Dogs hatte man dann auch gleich noch Gelegenheit, seine neuen Reisegefährten zu beschnuppern. Die Gruppe war sowohl altersmäßig, als auch von den Nationalitäten bunt gemischt. Außerdem hatten wir ein Honeymoon-Pärchen aus Italien "an Bord". Ansonsten waren neben den üblichen Verdächtigen wie Deutschen, Iren und Engländern auch Schweizer, Franzosen, Czechen auch waschechte Australier dabei. Es versprach also spannend zu werden. Nachdem beim Lunch die üblichen Standardfragen (Wie heißt Du?; Woher kommst Du?; Wie lange reist Du?; Was hast Du schon gesehen?) beantwortet wurden und der erste gemeinschaftliche Abwasch erledigt war, ging es weiter.
Das zweite Etappenziel waren die Wetlands von Mary River. Dort erwartete uns bereits ein Boot zu einer zweistündigen Tour auf dem Fluss. Neben jeder Menge abwechslungsreicher Natur an den Ufern gab es natürlich noch mehr zu sehen: Kängurus, exotische Vögel und jede Menge Krokodile. Letztere musste man manchmal suchen (Deckfarben), aber unser erfahrener Bootsführer wusste, wo sie zu finden waren und fuhr uns ganz dicht heran.
Mit der untergehenden Sonne ging es zurück ans sichere Land, zum Bus und Guide Ashley, der uns zu unserem letzten Ziel für den Tag brachte: dem Camp.
Geschlafen wurde in diesem Camp mit Sanitär- anlagen in festen Moskitozelten mit einer Gummimatratze im eigenen oder geliehenen ($ 15 AUD) Schlafsack.
Wer nach dem Schwimmen, der Bootstour und einigen Stunden im Bus noch konnte, der ist mit den anderen für ein paar gemütliche Stunden oder auch nur Minuten im campingplatzeigenen Saloon auf ein Bierchen eingekehrt.
2. Tag Von Mary River in den Kakadu Nationalpark: Der nächste Morgen begann früh. Ziel und Grund für die meisten, diese Reise zu machen, war der Kakadu Nationalpark. Dieser erstreckt sich über mehrere hundert Kilometer und beeindruckt mit schier unendlicher Natur.
Auf dem Weg dorthin stoppten wir am Ubirr Gebirge. Dort kann man noch sehr gut erhaltene Aboriginiemalereien betrachten. Dazu gab es dann noch interessante Informationen vom Guide, bevor es zu einem Aussichtspunkt weiter ging. Ein bisschen klettern für die müden Knochen und schon waren wir am Ziel. Vor uns das ewige Grün und unendliche Weite. Grund genug, unseren Guide Ashley vom Fahrer und Fremdenführer zum Photographen weiterzubilden und ein erstes gemeinsames Bild zu machen. Danach wanderten wir mitten durch die beeindruckende Natur zurück zum Bus, um zum Lunch an einen Billabong zu fahren. Mit ein paar Broten und Wraps im Magen ging es zurück in den Bus. Vor uns lag ein Stück Fahrt zum permanenten Camp von Adventure Tours in einem Caravanpark. Glücklicherweise waren wir früh genug dort, um dessen Annehmlichkeiten in Form eines Swimmingpools zur Abkühlung zu nutzen. Danach noch flink eine Dusche genossen, bevor es nach dem gemeinsamen Kochen, Essen und ein paar weiteren Kennenlerneinheiten ins Mehrbettzelt ging.
 |
3. Tag Vom Kakadu Nationalpark nach Darwin: Der letzte gemeinsame Tag war angebrochen und versprach noch mal ein weiterer Höhepunkt zu werden. Zu unserem Glück wurden die Jim Jim Falls zwei Tage zuvor wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Zwischen ihnen und uns lang nur noch eine Buckelpiste. Aber dafür waren wir ja mit unserem 4WD-Bus bestens gerüstet. Ein paar Flussdurchquerungen und Schütteleinheiten später waren wir ihnen schon nahe. Bis ganz ran fahren kann man natürlich nicht, aber wir waren ja alle mit Armen und Beinen ausgerüstet, wobei die Arme mehr zum Abstützen während der Atempausen nützlich waren. Eine für mich nicht ganz unanstrengende Wanderung (mein Fitnesslevel bewegt sich auf unterstem Niveau) und unzählige Felsüberquerungen später waren wir am Ziel.
Die Jim Jim Falls und uns trennte lediglich das eiskalte Wasser. Aber Unser Guide war so motivierend und mit Rat + Tat zur Stelle, dass 85.2% der Gruppe die Herausforderung angenommen haben und Richtung Wasserfälle geschwommen sind, um darunter zu stehen. Die Florence Falls waren schon gut, aber die riesigen und tosenden Jim Jim Falls haben unserer Meinung nach noch einmal alles übertroffen. Danach ging es noch an einen kleinen nahegelegenen Strand (natürlich nicht ohne klettern) zur Erholung, zum Sonne tanken und natürlich zum Trocknen der Badesachen. Ein nahezu perfekter Tag neigte sich dem Ende zu.
Aber was wäre so eine Tour ohne einen ordentlichen Abschied von den Leuten, die man in drei Tagen kennengelernt hat. Auf dem Weg von den Jim Jim Falls zurück nach Darwin ins Hostel hat unser Guide für uns ein Essen in einer Backpacker-Kneipe organisiert. Dazu gab es von Adventure Tours noch Gutscheine für ein kostenloses Essen und so konnten drei interessante und spannende Tage gebührend abgeschlossen werden.
4. Tag: Von Darwin zur Katherine Gorge:
Am nächsten Morgen ging es dann auch schon gleich weiter: Neuer Guide, überwiegend neue Leute und natürlich ein anderer Bus. Die Teilnehmerzahl erhöhte sich von 16 auf 21 und aus einem männlichen wurde ein weiblicher Guide. Laura oder Evil, wie sie von ihren Freunden und Bekannten genannt wurde, ließ uns gleich wissen, dass zwischen uns in Darwin und ihrer Heimatstadt Alice Springs sehr viele Kilometer lagen. Aber wer durch Australien reist, erwartet lange Distanzen und so war auch niemand wirklich geschockt, als es hieß, dass wir viel Zeit im Bus verbringen würden.
Das Ziel für den Tag hieß, neben dem Camp, Katherine Gorge. Ein langer Fluss mit Krokodilen (wie Kajakfahrer berichtet haben) eingebettet in Schluchten und eine herrliche Landschaft. Wir hatten den ganzen Nachmittag dort zur freien Verfügung und damit er nicht langweilig wurde, gab es selbstverständlich verschiedenste Möglichkeiten, ihn zu gestalten. Angeboten wurde eine kostenfreie dreistündige Wanderung, Kajakfahren, eine Bootstour und Helikopterrundflüge. Die Kosten dafür beliefen sich auf ungefähr $ AUD 30 - 75 und waren natürlich von jedem selbst zu tragen. Und wer nach 3 1/2 anstrengenden Tagen einfach nur ausspannen wollte, der konnte sich auch "nur" ans Flussufer legen.
Nach einem mehr oder weniger anstrengenden Nachmittag, eben je nachdem, wie ihn der Einzelne gestaltet hatte, fuhr uns Evil in unser Camp, wo auf uns die gewohnten Zelte warteten.
5. Tag Von der Katherine Gorge nach Tennant Creek: Der nächste Morgen 8:00 Uhr. Ja, bereits um diese Zeit schwammen wir in den Matranka Thermalquellen. Der Auftakt zu einem langen Tag im Bus (750 km) durchs Outback in Richtung Alice Springs. Nachdem die müden Knochen erwärmt und wir umgezogen waren, hieß es erstmal Schlaf nachholen (so gut es eben geht in einem Bus) oder einfach nur die vorbeiziehende Landschaft betrachten. Natürlich wird so eine Strecke nicht gnadenlos an einem Stück gefahren. Raucher-, Toiletten- und Kaffeepausen werden selbstverständlich auch regelmäßig gemacht.
Unsere Pause für den Lunch haben wir diesmal an einem sehr traditionsreichen "Ort" (wenn man die Ansammlung von ein paar Häusern so nennen möchte) gemacht. Nachdem uns am Strassenrand lange nichts außer Steppe geboten wurde, kam auf einmal mitten im Nirgendwo "Daly Waters". Ein Ort wie im Film. Und was hat so ein Ort wohl zu bieten? Natürlich, einen urigen Pub - das Daly Water Pub.
Und ist man erstmal drin, kommt man so schnell auch nicht mehr raus. Fotos, Zeitungsartikel, T-Shirts, Unterwäsche und vieles mehr zieren die Wände und jeden anderen Platz, an dem man etwas befestigen kann. Ein kühles Bier in die Hand und schon kann man im auch im kleinsten Ort Sightseeing machen. Anschließend gab es an diesem geschichtsträchtigen Ort (ja hier war Australiens erster internationaler Flughafen) noch ein leckeres Barbeque, bevor es in Richtung Tennant Creek zur Juno Horse Farm weiterging. Unterwegs war dann beim Feuerholzsammeln noch mal Teamwork gefragt, bevor wir den Tag an einem schönen Lagerfeuer ausklingen ließen. Und dieses Mal hatten wir am Lagerfeuer auch schon unser Nachtlager erreicht. Den Swag (Schlafsack aus Zeltstoff mit integrierter Matratze) unter uns, in den Schlafsack eingekuschelt, vor uns das Feuer und über uns der australische Sternenhimmel. Wann macht man so was schon mal zu Hause?
6. Tag Von Tennant Creek nach Alice Springs:
Tja und dann? Ja, dann war schon Tag 6 und Zeit in Richtung Alice Springs aufzubrechen. Auf dem Weg dorthin erwarteten uns aber noch ein paar Dinge, die zu Australien gehören: Angefangen bei den beeindruckenden und unzähligen Felsen von Devils Marbles, an denen wir genügend Zeit für Fotos hatten, über eine original Telegraphenstation, das Tropic of Capricorn und natürlich ein Geschäft mit Aborigniekunst. Hier konnte man echte Didgeriedoos und vieles mehr kaufen und die Lieferung des beliebten Souvenirs wurde auf Wunsch auch gleich organisiert.
Am späten Nachmittag erreichten wir dann den Inbegriff des Outback, Alice Springs. Leider war hier für Sightseeing nicht genügend Zeit, da auch an Tag 6 eine Gruppe getrennt wurde und ein Abschied von vielen neuen Bekannten gefeiert werden musste. Auch dieses mal hat unser Guide eine gute und günstige Location organisiert, um 3 schöne Tag mit ein paar lustigen Stunden abzuschließen.
7. Tag Von Alice Springs zum Uluru und Kata Tjuta:
Mit dem siebten Tag begann der für die meisten Cloud9-Teilnehmer spannendste Teil der Reise. Wir brachen in der Dunkelheit von Alice Springs in Richtung Kata Tjuta und Uluru auf. Unser 3. Guide Azza (Nickname für Aaron) ließ es sich nicht nehmen, uns gleich zu Beginn der Tour mit allen Informationen zu sich und dem Reiseprogramm vertraut zu machen. Und auch auf das Miteinander in der neuen Gruppe hat er großen Wert gelegt, so dass keiner umhin kam, sich mit dem Mikro und einigen vorher festgelegten Details vorzustellen. Und da es in der Regel schwer ist, sich 23 Namen auf einmal zu merken, haben wir diese zur Freude aller inkl. Bildchen an die Fensterinnenseiten geschrieben. Noch ehe alle ihre Kunstwerke vollenden konnten waren wir auch schon am ersten Ziel. Eine Kamelfarm. Wer Lust hatte, konnte sich für $ 5 AUD eine Runde durchschaukeln lassen, bevor es weiter in Richtung Uluru ging.
Vorbei am Mt. Connor (oder auch von Insidern "Fluru" genannt, wegen seiner Ähnlichkeit zum Uluru) und einigen toten Kängurus (die leider zum Strassenbild gehören, aber von unserem Guide gleich 2x ordnungsgemäß an den Strassenrand gelegt wurden) kamen wir unserem Ziel näher.
Zuvor sollten und wollten wir natürlich auch noch Kata Tjuta (die Olgas) sehen. Ein beeindruckendes Tal aus runden Monolithen. Hier überzeugte uns Azza dann auch gleich, dass er mehr konnte als Bus fahren und Kängurus wegschleppen. Er erklärte uns unter Zuhilfenahme von Stöcken, Steinen und Sand die Entstehung von Kata Tjuta und Uluru. Leider blieb wegen des herannahenden Sonnenuntergangs nur Zeit für eine kurze Wanderung durch Kata Tjuta. Aber bereits dort war abzusehen, dass unser Erlebnis "Uluru im Sonnenuntergang leuchten zu sehen" sich auf "Uluru sehen" beschränken würde. Der Himmel hing voller Wolken und so ging die Sonne unter, ohne das wir und die Heerscharen anderer Touristen sie gesehen haben. Aber Dank einer netten Gruppe (mit diesmal einigen "älteren" Passagieren) und mit dem Adventure Tours gesponserten Sekt konnten wir aber auch dieses “Unheil” leicht ertragen. Immerhin, wir waren da und wollten ja am nächsten Morgen wiederkommen, um den Basewalk bzw. die Besteigung zu machen. Ein bisschen Hoffnung blieb also noch. Wer wird sich denn schon so einen schönen Tag von ein paar Wolken vermiesen lassen? Wir jedenfalls nicht. Und nach einem leckeren Essen im Camp hat Azza am Lagerfeuer sein Didgeriedoo rausgeholt, um einen schönen Tag perfekt zu machen.
8. Tag Vom Uluru zum Kings Canyon: Nachdem sich am nächsten Morgen einige von uns aus den Swags und andere aus den festen Zelten gequält haben (es war noch weit vor Sonnenaufgang), sind wir erneut zum Uluru aufgebrochen. Nachdem uns die Wolken scheinbar verfolgten, entschieden wir gemeinschaftlich, den erneuten Besuch am Aussichtspunkt zu meiden und gleich zum Basewalk bzw. zur Besteigung aufzubrechen. Ja und während sich fast alle unserer Gruppe aus Respekt und Rücksicht den Aboriginies gegenüber für den ca. 10 km langen Basewalk entschieden haben, wurden wir doch noch kurz belohnt. Die Sonne tat uns den Gefallen und erleuchtete Uluru für ein paar Minuten in dem allseits bekannten Rot. Ein wunderschöner Anblick, nur leider ohne "Ganzkörperfoto". Trotzdem haben sich damit schon alle Strapazen des Tages gelohnt.
Nach dem Lunch hieß es: aufbrechen zum Kings Canyon, dem letzten Ziel der Tour. Unterwegs erhielten wir ganz exklusiv eine Lektion in "Überleben im Busch". Wie machen es die Aborignies? Genauer gesagt hieß das: essbare Maden an Sträuchern ausgraben und diese dann lebendig verspeisen. Wer keinen starken Magen hat, sollte meinen nächsten Absatz also besser überspringen.
Ausgerüstet mit Schippe, Axt und Brecheisen hielten wir irgendwo am Highway an. Alle versammelten sich um einen nichtssagenden Busch zur Demonstration. Azza fing an zu graben und stieß irgendwann auf eine Wurzel. Bis dahin war alles noch interessant. Einige suchten sich also auch einen Busch und praktizierten die Madensuche. Zu meinem Leidwesen fanden einige auch tatsächlich welche. Als unser Guide die erste Wurzel aufbrach und eine dicke fette weiße Made erschien, war mein Interesse allerdings mehr meinem Magen als dem Tierchen gewidmet. Trotz allen Ekels ließ Azza es sich nicht nehmen, uns den Geschmack eines solch "lieblichen" Tierchens zu beschreiben. Offenbar war das für manche so anregend, dass sie es doch tatsächlich probierten und die Made, bis auf den Kopf, verspeist haben. Den Rest der "Fundstücke" haben wir mit uns im Bus zum nächsten Camp in der Nähe des Kings Canyon transportiert.
Damit aber noch nicht genug Delikatessen für den Tag. Neben dem im offenen Feuer gekochten "normalen" Essen gab es noch einen Känguruschwanz sowie die Maden zum Nachtisch. Beides gegart im Lagerfeuer. Und spätestens da wusste man wieder, warum man mit Adventure Tours unterwegs war.
9. Tag Vom Kings Canyon nach Alice Springs: Nach der letzten Nacht unterm Sternenhimmel und mit Didgeridooklängen am Lagerfeuer war er auch schon da: Der allerletzte Tag der Tour. Die meisten der Stammbesetzung konnten oder wollten es einfach nicht glauben. Sollten wirklich schon 9 Tage vorbei sein? Bevor es jedoch zurück ging, galt es noch ein letztes gemeinsames Abenteuer zu bestreiten. Die Wanderung im Kings Canyon.
Nachdem die ersten 400 m nur steil (und ich meine steil!) bergauf gingen, war der Rest der dreistündigen Wanderung relativ relaxt. Vorbei an steilen Abhängen, Schluchten und bizarren Felsformationen erreichten wir den Garden Eden. Von dort hatte man einen wunderschönen Ausblick auf die verschiedenen Farben in den Steilwänden bevor es zurück zum Bus und weiter in Richtung Alice Springs ging.
Auf dem Weg hielten wir an einem Roadhouse zum Lunch. Dort bestand die Möglichkeit, eine Quadtour ins Hinterland zu machen. Die Kosten waren natürlich wieder von jedem selbst zu tragen und beliefen sich auf 60$ für eine halbe und 70$ für eine volle Stunde.
Danach ging es schnurstracks, immer geradeaus, zum letzten Ziel der Tour, zurück nach Alice Springs. Aber was wären neun Tage Tour ohne eine entsprechende Abschiedsfeier. Nach dem gemeinsamen Essen mit der gesamten Gruppe und Guide Azza folgte noch ein "Abstecher" in eine typische australische Kneipe, bevor nach einer sehr kurzen Nacht aus einer super Gruppe wieder Alleinreisende wurden.
Ein paar generelle Anmerkungen zur Tour:
Die Busse waren teilweise sehr eng und unbequem, dafür aber sauber und immer mit kostenfreiem Trinkwasser sowie Obst ausgestattet. Die Guides waren allesamt sehr nett. Man hatte nie den Eindruck, dass sie müde oder genervt waren, auch wenn die Nächte manchmal sehr kurz waren. Außerdem konnten alle ausreichend Informationen zur Tour liefern, kulturelles vermitteln und auch auf Fragen zur Tour antworten, die vielleicht nicht unbedingt in ihrem Training geübt wurden.
Organisation und Ablauf der Tour klappten reibungslos, trotz der vielen unterschiedlichen Interessen und Kulturen. Auch das ist natürlich zum großen Teil ein Verdienst der Guides und der Leute von Adventure Tours im Background.
Was natürlich jedem bewusst sein sollte ist, dass auf einer solchen Tour Teamarbeit gefragt ist. Sei es beim Kochen, Abwaschen, Gepäck ausladen oder auch beim Holz sammeln. Ein bisschen Initiative schadet also nicht, auch wenn niemand gezwungen wird irgendwas zu machen.
Und bevor ich dann endlich zum langersehnten Ende komme, noch was zu einem anderen wichtigen Punkt - dem Essen. Das Essen war generell sehr gut. Der Lunch mit Salat, Tomate, Gurke, Käse, Brot oder Wraps wurde leider recht schnell eintönig. Auch wenn es das ein oder andere mal BBQ gab, die Grundzutaten waren jeden Tag die gleichen. Das Frühstück war in Ordnung, wenn es natürlich auch nicht die Auswahl wie zu Hause gab. Dafür war das Dinner recht abwechslungsreich. Klar gab es öfter mal Rind oder Hühnchen, aber immer in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Allerdings hatte ein Teil der Gruppe das Gefühl, dass nicht immer alle 100%ig satt wurden. Gerade für den ein oder anderen kräftigen Mann waren die geplanten Portionen manchmal etwas sparsam. Da ein Großteil unserer Gruppe dies aber auf dem Umfrageformular ausgefüllt hat, gehe ich davon aus, dass Adventure Tours reagiert und die Dinner-Rationen etwas aufstockt.
Bleibt also nur noch zu sagen, dass es eine rundum gelungene Tour war, die uns ein großes Stück Australiens näher gebracht hat.
Vielen Dank an Adventure Tours für die Möglichkeit zur Teilnahme und an Reisebine für die ganze Organisation und die Unterstützung!!!!
|
|