YHA City Arrival Package im Test

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Übernachtungspässe & Arrival Packages von YHA Australia

Erfahrungsbericht von Eline Bakker

 

EB-YHA Dachterrasse-762

 

YHA Australia bietet mehrtägige City Arrival Packages für verschiedene Städte in Australien an. Aber ist das sinnvoll? Und welchen Hostel-Standard kann man erwarten? Eline verbringt einige Tage in Sydney und testet das YHA City Arrival im Sydney Harbour YHA auf Herz und Nieren.

Es ist Samstagabend. Das endlos erscheinende Lichtermeer Sydneys kommt immer näher. Der Himmel ist absolut klar, und aus meinem Flugzeugfenster kann ich unter dem deutlich erkennbaren Kreuz des Südens bereits diese unvergleichliche Skyline unter mir erkennen – inklusive Opernhaus und Harbour Bridge. „Ha!", denke ich; „genau dort werde ich übernachten!"

Ich habe nur einige Tage Aufenthalt in Sydney, und mir deshalb ein dreitägiges  City Arrival Package im Sydney Harbour YHA, dem „Flashpacker"-Hostel unter den ohnehin empfehlenswerten Sydneysider YHA-Hostels, gegönnt.

Vom Flughafen fahre ich mit meiner  Opal-Karte mit dem T2 Airport-Link Zug direkt zum Circular Quay. Von dort sind es etwa 7 Minuten zu Fuß – und drei Treppen – bis zum Sydney Harbour YHA, das traumhaft im historischen Hafenstadtteil The Rocks gelegen ist. Stufenfaule und Schwerbepackte könnten auch eine Bahn-Station später an der Wynyard Station aussteigen – von dort sind es etwa 10 treppenlose Minuten immer geradeaus zum YHA Harbour Hostel. Außerhalb der Rush Hour der Feierwilligen am Samstagabend wäre es allerdings wohl möglicherweise ohnehin die bessere und preisgünstigere Option, sich einfach einen  Airport-Shuttle von Tür zu Tür zu buchen.

SEB-Sydney-Harbour-YHA-800Das Sydney Harbour YHA selbst sieht auf den ersten Blick eher wie ein etwas langweiliger Klotz aus. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass es eigentlich ein sehr spannendes Gebäude ist, das über einer historischen Ausgrabungsstätte gebaut wurde, ohne diese zu zerstören. Von halboffenen Umgängen aus kann jeder Gast einen Blick auf die historischen Ruinen werfen. Wer möchte, kann außerdem Dienstags an einer kostenlosen archäologischen Tour teilnehmen und mehr über die Geschichte der Nachbarschaft und der hiesigen Funde erfahren.
 

Ankommen und erst einmal schlafen!

An der rund um die Uhr besetzten Rezeption im ersten Stock werde ich freundlich willkommen geheißen und bekomme eine elektronische Schlüsselkarte, Frühstücksgutscheine für drei Tage und einen Stadtplan voller Infos. Meine innere Uhr ist wohl noch auf meinen letzten Aufenthaltsort – Neuseeland – eingestellt, und sagt mir, dass es zwei Stunden später ist als hierzulande; nach meinem Empfinden also deutlich nach Mitternacht. Schlafenszeit – dabei ist doch Samstagabend, und die Lichter der Großstadt locken! Dennoch bin ich ausnahmsweise vernünftig und steuere mein Zimmer an. Heute bin ich nicht mehr zu viel zu gebrauchen.

EB-YHA Zimmer.jpg-800Mit meiner Schlüsselkarte fahre ich in den zweiten Stock, wo sich mein Frauen-Vierbettzimmer befindet. Nachdem ich mit einem Seufzer der Erleichterung meine beiden Rucksäcke plus Kameratasche auf den Boden gestellt habe, schaue ich mich um. Schick! Das Zimmer verfügt über einen eigenen Vorraum mit jeweils einzeln nutzbarer Toilette und Dusche. Im eigentlichen Schlafbereich ist mehr als genug Platz für zwei stabile und erfreulich „unquietschige" Doppelstockbetten, jeweils mit eigenem Nachtlicht und Steckdose am Kopfende.
Nach einer heißen und sehr angenehmen Dusche falle ich ins trotz der dünnen Matratze recht bequeme – und angenehm unknarzige – Bett. Erst einmal schlafen! Außerdem verfügt jeder Hostelgast über ein geräumiges Schließfach mit jeweils eigener Ablage für Wertsachen und einer weiteren Steckdose. Meine drei Gepäckstücke finden relativ problemlos Platz im Schließfach.

Bei den verschiedenen YHA City Arrival Packages können die Zimmerkategorien je nach gewähltem Hostel variieren. Ich war in einem Frauenvierbettzimmer mit eigenem Bad untergebracht. Der Wunsch nach einem getrennt- oder gleichgeschlechtlichen Mehrbettzimmer kann bei der Buchung angegeben werden und YHA Australia versucht diesen nach Möglichkeit und Verfügbarkeit zu erfüllen; eine Garantie gibt es allerdings nicht.
 

Frühstück

EB-YHA Fruehstueck-800Am nächsten Morgen wache ich dank meines „Mini-Jetlags" bereits zeitig auf. Ich tue mein Bestes, meine Mitbewohnerinnen nicht aufzuwecken und stehe wenig später in Sydneysider Schale geworfen - Shorts, Tanktop und Flipflops, entschuldigung, "Thongs" – am Rezeptions-Café, um mir mein im Arrival Package enthaltenes Frühstück abzuholen.

Ich habe die Wahl aus drei verschiedenen Frühstücksmenüs, jeweils mit Kaffee oder Tee nach Wahl. „Continental" mit Toast, einer Auswahl aus Aufstrichen und Orangensaft ist wohl die klassische Frühstückswahl für Europäer. Die „Self-Cooked"-Option mit frischen Eiern, Schinken und einer Dose Bohnen oder Spaghetti zielt wohl am meisten auf Britische und/oder verkaterte Hostelgäste ab.

Ich selbst entscheide mich für die dritte Option: „Fresh Start" mit einem kleinen Päckchen Frühstücksflocken, frisch geschnittenem Obstsalat, Joghurt oder Milch nach Wahl und Kaffee. Lecker! Nachdem ich – jugendherbergstypisch – mein eigenes Frühstücksgeschirr abgewaschen und wieder an der Rezeption abgeliefert habe, bin ich fit für den Tag.
 

Lage

SEB-Sydney-Harbour-YHA4-800Das YHA Sydney Harbour liegt im Stadtteil The Rocks, der wiederum so malerisch wie zentral zwischen dem Circular Quay und Harbour Bridge gelegen ist. The Rocks ist bekannt für seine verwinkelten Gässchen, historischen Gebäude, kleine Boutiquen, nette Pubs und Restaurants, zahlreiche Treppen und einige der teuersten Hotels der Stadt. Das Hostel darf sich also mit Fug und Recht mit einer der besten Locations der Stadt brüsten.

Von The Rocks aus sind verschiedene zentrale Sehens- und Shoppingwürdigkeiten problemlos fußläufig zu erreichen. Heute steht für mich allerdings zunächst Entspannung am Strand auf dem Programm! Nach einem kurzen Spaziergang zum Circular Quay hüpfe ich auf die Fähre nach Manly, die einen so pittoresken wie entspannten Überblick über Sydneys ikonische Skyline ermöglicht. Vom Circular Quay aus ist es außerdem problemlos möglich, viele weitere Stadtteile und Orte mittels Fähre (z.B. zum Sydney Zoo), Bus (z.B. Richtung Bondi Beach) oder Bahn (z.B. Richtung Blue Mountains) zu erkunden.

In den folgenden Tagen bin ich viel mit Bus und Bahn, aber eben soviel zu Fuß unterwegs. Ich unternehme vom Hostel aus ausgedehnte Spaziergänge durch die niedlichen Gassen von The Rocks und Darling Harbour, über Sydneys Harbour Bridge, durch den Botanischen Garten und durch die Shoppingtempel der autofreien George Street. Auch zahlreiche Theater, Restaurants, Cafés und natürlich das weltberühmte Opernhaus sind in Sydneys angenehmen Klima problemlos fußläufig erreichbar.
Mit anderen Worten: Wer Sydneys Innenstadtleben hautnah erleben möchte, ist im YHA Sydney Harbour goldrichtig aufgehoben. Der einzige Nachteil am Stadtteil The Rocks ist wohl, dass er sehr hügelig und von diversen Treppen geprägt ist. Menschen mit Knie- und Gehproblemen müssen mitunter Umwege in Kauf nehmen oder mehr Zeit für gewisse Wege einplanen. Selbiges gilt für An- und Abreisende mit größeren Gepäckstücken und/oder Rollkoffern.
 

Hostel-Ausstattung

EB-YHA Dachterrasse Aussicht-800Das YHA Sydney Harbour Hostel verfügt über eine, ich möchte fast sagen, weltberühmte Dachterrasse mit einem der besten Ausblicke über Sydney. Vom Opernhaus über den Hafen und die Harbour Bridge bis hin zur Skyline der Innenstadt gibt es von hier einen spektakulären Rundumblick über Australiens wohl bekannteste Metropole. Für Hostelgäste ist die Nutzung der Dachterrasse – und auf Anfrage sogar des vorhandenen Gasgrills – kostenlos, so dass hier an Sydneys lauschigen Abenden die beste Möglichkeit besteht, mit anderen Hostelgästen ins Gespräch zu kommen.
Tagsüber stehen auf der Dachterrasse Liegestühle bereit, so dass ein fauler Tag mit Buch und Sonnenbaden ebenfalls zu den Möglichkeiten gehört. Aus Rücksicht auf die angrenzenden Nachbarn wird der Dachterrassenbereich allabendlich gegen 22:30 Uhr abgeschlossen, was von den meisten Hostelgästen ohne Murren akzeptiert wird. Ein YHA ist eben kein Partyhostel.

Angrenzend an die Dachterrasse gibt es außerdem ein mit Sofas ausgestattetes Fernsehzimmer, in dem eine große Auswahl an DVDs zur Verfügung steht. Sicherlich eine gute Alternative für Schlechtwettertage; ich allerdings habe aufgrund des strahlenden Sonnenscheins nur einmal kurz hineingeschaut.

EB-YHA Kueche-800Ein weiterer Gemeinschaftsbereich des Hostels befindet sich im 1. Stock und umfasst eine große, bestens ausgestattete Küche mit mehreren Kochnischen und ausreichend Stauraum in Regalen und Kühlschränken. Auch Küchengeräte, Geschirr, Besteck und sogar Gewürze und Öl stehen kostenlos zur Verfügung. Gegessen wird an zweckmäßigen Tischen oder auf dem angrenzenden Balkon.

Zwischen Rezeption und Küche befindet sich der kostenlose W-LAN Hotspot für Hostelgäste, so dass die hiesigen Sofas ausgiebig von Laptop- und Handysurfern genutzt werden. Das Internet ist okay, aber nicht wahnsinnig schnell – für Videos und Co reicht es meist eher nicht. Wer das schnellere Hi-Speed Internet von GlobalGossip verwenden möchte, das auch im Zimmer und auf der Dachterrasse verfügbar ist, muss zusätzlich zahlen. Aktuell betragen die Kosten 5 A$ pro Tag oder 10 A$ für drei Tage.

Das Hostel bietet täglich unterschiedliche Aktivitäten für Hostel-Gäste an; einige davon kostenlos, andere zum geringen Unkostenbeitrag. Neben wöchentlichem Burger-Grillen auf der Dachterrasse stehen zum Beispiel der berühmte „Coogee to Bondi Beach Walk", ein historischer Pubcrawl durch The Rocks und eine kostenlose Walkingtour durch Sydney auf dem Programm. Perfekt für budgetbewusste Backpacker und Alleinreisende, die den Kontakt mit anderen Hostelgästen suchen. Meine eigenen Tage in Sydney waren allerdings so vollgepackt, dass ich leider nicht dazu gekommen bin, das Programm zu testen.

SEB-Sydney-Harbour-YHA2-800Im Übrigen legt das Hostel YHA-typisch viel Wert auf Umweltschutz. So funktionieren die Klimaanlagen nur auf Anfrage und ausschließlich bei geschlossenem Fenster. Mir persönlich war die Klimaanlage in unserem Zimmer ohnehin deutlich zu kalt (19 Grad!), so dass wir nachts die Entscheidung getroffen haben, stattdessen einfach bei offenem Fenster zu schlafen. Außerdem sind alle Toiletten, Duschen und Wasserhähne mit Wassersparfunktion ausgestattet und wird im gesamten Haus viel Wert auf Mülltrennung und das Sparen von Energie gelegt. Vorbildlich.

Der einzige für mich erkennbare, und sehr enttäuschende Nachteil des Hostels ist, dass es keine Möglichkeit der kostenlosen – oder auch nur kostengünstigen! – Gepäcklagerung gibt. Stattdessen werden kostenpflichtige Schließfächer bereitgestellt. Im Zuge meines Aufenthaltes im Sydney Harbour YHA hatte ich zwei Mal keine andere Möglichkeit, als dort mein Gepäck einzuschließen. Das erste Mal hatte ich im Anschluss an mein City Arrival Package eine Nacht in den Blue Mountains gebucht und mich entschieden, mein großes Gepäck über Nacht im Hostel zu lassen, weil ich danach ohnehin wieder im Sydney Harbour YHA nächtigen würde. Kostenpunkt 16 A$ für etwa 30 Stunden Lagerung in einem mittleren Schließfach! Beim zweiten Mal blieben mir etwa 8 Stunden zwischen Checkout und Fahrt zum Flughafen – Kostenpunkt: 8 A$. Ich fand das insgesamt eindeutig zu viel.

Fazit

Das YHA Sydney Harbour ist wohl – das gibt heimlich sogar die Konkurrenz zu - das beste „Flashpacker"-Hostel der Stadt. Lage, Ausstattung und Personal sind weit besser, als man es von einer „Jugendherberge" vielleicht erwarten würde.

Das City Arrival Package bietet entspanntes Ankommen zum optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben den Übernachtungen im Vierbettzimmer sind ein tägliches Frühstück nach Wahl sowie eine YHA Australia Jahresmitgliedschaft im Preis enthalten. Pretty sweet!

Nur sein Gepäck sollte man wohl bei sich behalten oder anderweitig unterbringen, um nicht seine letzten Australischen Dollar an den Münzautomaten im Gepäckbereich zu verlieren.

 

 Ausführliche Infos zum City Arrival Package

© Fotos: Eline Bakker; Sebastian Hopf

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