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Magazin - Reisestories aus Australien

Autounfall in Westaustralien

ein Erfahrungsbericht von Daniela Hoekstra

 

Fröhlich und guter Dinge sind wir mit unserem “Rusty” (1985er Toyota Landcruiser Geländewagen) die Gibb-River-Road, eine 670 km lange Schotterpiste Richtung Derby gefahren.
Die Straße war in erstaunlich gutem Zustand und wir waren zuversichtlich, die Mitchell Falls auf der Kalumburu Road, einer Abzweigung von der Gibb-River-Road, am nächsten Tag zu erreichen. Diese Ecke der Kimberleys ist ganz besonders schön und wir waren beeindruckt von der Schönheit der Landschaft, den Plateaus, Schluchten und der genialen Pentecost River Überquerung. Wir waren jedoch auch ein bisschen enttäuscht von der doch recht „stark“ befahrenen Straße, was uns aber letztendlich noch zu gute kam.
Wir hatten eher etwas wie den Plenty Highway, eine ca. 700 km lange Schotterpiste durch die Wüste, von Mt. Isa nach Alice Springs, erwartet. Dort hatten wir in drei Tagen vielleicht insgesamt 3 Autos gesehen. Genau das Richtige für uns! Man muss an dieser Stelle allerdings erwähnen, dass wir sehr gerne einsame Tracks gefahren sind und das wir, wenn wir die Möglichkeit hatten, immer abseits der „beaten tracks“ unterwegs waren. Wir waren aber auch immer gut ausgerüstet und hatten einen Vorrat an Essen und Trinken dabei!

Nach einer schönen Nacht Bushcamping, nicht weit von der Straße, sind wir am nächsten Tag in die Kalumburu Road Richtung Mitchell Falls abgebogen.
Ich war mit ca. 100 km/h, eigentlich zu flott für eine Schotterpiste, unterwegs gewesen, als hinter einer Kurve auf einmal Rinder auf der Fahrbahn standen. Ich verlor, nach einigem Schlingern auf der Piste, die Kontrolle über das Auto und wir überschlugen uns ca. 4-5 mal. Wir hatten Glück und sind nicht in die am Straßenrand stehenden Bäume geschleudert worden.

Das Auto war komplett zerstört

Direkt nach dem Unfall - Foto: Daniela HoekstraDas Auto blieb auf dem Dach liegen und wir hatten nur die Möglichkeit aus dem Fahrerfenster heraus zu klettern. Die andere Seite war in der Erde verschwunden.
Es war schrecklich und wir standen beide unter großem Schock und konnten am Anfang gar nicht realisieren, was passiert war.
Das Auto war komplett zerstört und wir konnten nur schwer glauben, dass wir diesen schlimmen Unfall beide mit nur ein paar Kratzern überlebt hatten. Wir waren zum Glück beide angeschnallt und das hat uns das Leben gerettet, sonst wären wir nämlich aus dem Auto herausgeschleudert worden.
Wie durch ein Wunder hatte mein Mann sich kurz vor dem Unfall in die Mitte unseres Dreisitzers gesetzt und ich möchte lieber nicht darüber nachdenken wie der Unfall für ihn ausgegangen wäre, wenn er auf der Beifahrerseite gesessen hätte. Diese Seite war ungefähr nur noch halb so hoch wie vorher und steckte in der Erde. Zum Glück hatten wir auch immer darauf geachtet, keine Sachen auf unserem eingebautem Bett liegen zu lassen und so ist nichts von hinten nach vorne geschleudert worden, was uns hätte verletzen können.

Nachdem wir uns vom ersten Schock erholt hatten, überlegten wir nun wie es weitergehen sollte. Wie lange würde es dauern, bis ein Auto kommt?
Die Frage erledigte sich ziemlich schnell von selbst, da schon wenige Minuten nach dem Unfall ein australisches Pärchen an der Unfallstelle vorbeifuhr. Die beiden waren unheimlich nett und haben uns sofort geholfen. Nur was tun? Wenn wir das Auto da gelassen hätten, wäre es innerhalb weniger Stunden geplündert worden und alle unsere Sachen wären fort gewesen. Außerdem war meine Kameratasche mit der Spiegelreflexkamera und Objektiven im Auto und wir kamen nicht an sie heran.

Er hatte doch tatsächlich einen Schaufelbagger als Ladung dabei

Glück im Unglück - Foto: Daniela HoekstraWir hatten noch nicht lange über Lösungen nachgedacht, als auch schon ein riesiger Truck um die Ecke gebogen kam. Peter, der Truckdriver, hielt auch sofort an und glaubt es oder nicht, er hatte doch tatsächlich einen großen Schaufelbagger als Ladung dabei. Mit diesem verfrachtete er unseren Rusty innerhalb kürzester Zeit (5 Stunden) auf seinen Anhänger und wir saßen neben ihm in Richtung der 30 km entfernten Station (Farm).

Es war wirklich unglaublich wie reibungslos alles in unserem Unglück klappte und das Glück blieb uns auch weiterhin erhalten.
Bei der Farm angekommen haben die netten Leute uns dort ein Telefon zur Verfügung gestellt, mit dem wir uns mit unserer Versicherung in Verbindung setzen konnten. Mich haben sie kurzer Hand ins Bett gesteckt, da es mir zu diesem Zeitpunkt doch sehr schlecht ging, auf Grund des Schocks und meiner leichten Kopfverletzung.
Wouter sprach unterdessen mit der Versicherung und diese erklärte sich doch tatsächlich dazu bereit, unseren Rusty von dem Truckdriver, der auf dem Weg nach Perth war, dorthin bringen zu lassen. Der Truckdriver, der unserer Meinung nach einen Orden verdient hat, war zu diesem Zeitpunkt immer noch bei uns, um sich zu vergewissern, dass mit der Versicherung auch alles klar geht, sonst hätte er uns in seinem Truck mit nach Perth genommen.

Die Versicherung erklärte sich jedoch bereit, uns von der Station mit einem gecharterten Flugzeug nach Kununura zu fliegen, von dort aus über Darwin nach Perth. Alles auf Kosten der Versicherung!
Nach Perth, weil das in diesem Fall der von uns angegebene Wohnort in Australien war.
Erst fragten sie uns allerdings noch, ob wir uns nicht ein Auto mieten könnten und damit in die nächste Stadt zum Flughafen fahren könnten. Als wir ihnen dann jedoch erklärten, dass wir uns in der Mitte vom Nichts befinden, ungefähr 400 km von allem entfernt, stand dem Chartern eines Flugzeugs nichts mehr im Wege.

In Perth angekommen wurden wir dann von einer Limousine - ein normales Taxi hätte es für uns zwar auch getan - zu unserem Freund gebracht, bei dem wir dann erst einmal untergekommen sind und unsere Gedanken sortiert haben.
Was machen......? Eigentlich hätten wir ja erst 4 Wochen später in Perth ankommen sollen, aber es war zum Glück alles kein Problem.

Wir hatten unseren Rusty, als ob wir es geahnt hatten, Vollkasko versichert

Foto: Daniela HoekstraEs hätte wirklich nichts besser klappen können und unglaublicherweise sind auch noch unsere irischen Freunde, mit denen wir viel in Australien gereist sind, an diesem Tag in Perth eingetroffen. Sie haben die folgenden Tage wirklich alles getan, um uns wieder aufzupäppeln und alles wieder in den Griff zu bekommen.
Die Versicherung wollte dann nur meinen Führerschein sehen, ich musste noch nicht einmal eine Skizze anfertigen oder sonst irgendetwas vom Unfallhergang schildern.

Wir hatten unseren Rusty, Gott sei Dank und als ob wir es geahnt hatten, Vollkasko versichert und zwar nicht nur für die Summe die wir für das Auto bezahlt hatten, sondern für satte 3.000 Dollar mehr. In Australien kann man das Auto auf den Marktwert versichern lassen und der betrug in unserem Fall eben 3.000 Dollar mehr, als was wir für das Auto bezahlt hatten.
Wir haben dann auch tatsächlich die gesamte Summe für unseren Rusty bekommen, abzüglich 1.000 Dollar Selbstbeteiligung. Auch die ca. 3.000 Dollar für den Rücktransport wurden komplett von der Versicherung übernommen.

Es dauerte ca. 1 Woche bis wir den Scheck im Briefkasten hatten und ich muss sagen, wir waren schwer beeindruckt und können uns nicht vorstellen, dass dies alles so unkompliziert in Deutschland von statten gegangen wäre.
Ein paar Tage später traf dann auch noch unser Rusty mit dem Truckdriver ein und wir bekamen unsere gesamte Ausrüstung komplett zurück.
Ende gut alles gut!

Wildlife auf der Fahrbahn ist keine Seltenheit!

7 Tage später brachen wir dann, mit einem gemieteten Toyota High Lux Geländewagen mit Campingaufsatz, wieder auf, um unsere Australien-Umrundung zu beenden. Wir sind dann auch tatsächlich wieder auf die Gibb-River-Road zurück gefahren und haben den Kreis (Umrundung Australiens) somit geschlossen. Sogar ich bin wieder auf meinen, vor dem Unfall so geliebten, Schotterpisten gefahren und auch wenn es anfangs sehr schwer war, bin ich froh, dass ich meine Angst überwunden habe.

Wir hatten übrigens unsere Krankenversicherung, wie es die meisten Backpacker machen, in Deutschland gekündigt und waren wirklich sehr froh, dass uns nichts schwerwiegendes passiert ist. Wir hätten ein wirklich großes Problem gehabt, wenn wir nach Hause hätten geflogen werden müssen.

Ich habe diesen Bericht geschrieben um euch zu zeigen, wie schnell alles vorbei sein kann. Wir hatten großes Glück im Unglück, aber es muss nicht immer so ausgehen.
Ein Pärchen, das sich ebenfalls mit ihrem Geländewagen überschlagen hatte, hatten zum Glück auch keine ernsthaften Verletzungen, aber dafür war das unversicherte Auto ebenfalls ein Totalschaden. Die erst seit einem Monat begonnene Australienreise, die eigentlich 12 Monate dauern sollte, ist dadurch ins Schwanken geraten.

Ich hoffe, Ihr nehmt euch diesen Bericht zu Herzen. Vor allem wenn Ihr, wie auch ich, viel zu schnell auf Australiens Schotterpisten unterwegs seid. Wildlife auf der Fahrbahn ist keine Seltenheit und obwohl ich das nach 11 Monaten auch wusste, war ich unvorsichtig, was meinen Mann und mich hätte das Leben kosten können.

Gute Fahrt und viel Spaß in AUSTRALIA, dem für uns schönsten Land der Erde!

Informationen zur Versicherung:Wir hatten eine Vollkasko-Versicherung für 900,00 Dollar beim RAC (ADAC) für ein Jahr abgeschlossen. Die RAC-Versicherung ist die einzige Versicherung, wo Backpacker bzw. Leute, die keinen australischen Führerschein besitzen, ihr Auto versichern können.

Wir können die RAC Versicherung auch wirklich nur empfehlen. Diese Versicherung abzuschließen war für uns eine der besten Entscheidungen, denn sonst hätten wir uns kein Auto mehr mieten können, um unsere Australien-Rundfahrt von 12 Monaten zu vollenden.
© Fotos: Daniela Hoekstra

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