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Unter dem Kreuz des Südens
Ein Jahr in Australien
von Ann-Christine Kinzer

Taschenbuch - 184 Seiten
Buchproduktion Frankfurt a.M. , 1. Auflage 2011
Preis: 12,50 € (Farbe); 9.90 € (schwarz/weiß)

 

Rezension von Nina Meyer

Die junge Autorin Ann-Christine Kinzer hat sich nach ihrem Abitur 2008 dazu entschlossen, gemeinsam mit ihrer Freundin Mareike für ein Jahr Work and Travel nach Australien zu gehen. In ihrem „Tagebuch eines außerge- wöhnlichen Jahres“ berichtet sie in regelmäßigen Einträgen von ihren ganz persönlichen Erlebnissen Down Under.
Bestimmt können sich viele Work and Travel Reisende mit Ann-Christine Kinzers Erfahrungen identifizieren, da ihr Jahr in Australien dem vieler anderer Backpacker ähnelt.

Nach ihrem Aufenthalt am anderen Ende der Welt hat Ann-Christine Kinzer sich die Mühe gemacht, all ihre Erlebnisse aufzuschreiben und so lässt sie uns an ihrem Abenteuer Australien teilhaben.
Sie berichtet, wie es nach dem Abschied aus Deutschland und einem langen Flug mit Stopover in Hong Kong und Neuseeland nach Sydney geht.
Dort angekommen, ist sie zunächst über die Freundlichkeit der Australier erstaunt.
Ein Land in dem man sich mit „Darling“ anredet kann für so manchen Deutschen gewöhnungsbedürftig sein. Doch sie passt sich schnell an den australischen Lebensstil an, ergattert einen interessanten Job auf einem Boot und findet in einer internationalen WG in Sydney ihr „Home away from home“.
Weinachten feiert Ann-Christine Kinzer Down Under mit Sonnenbrand statt Schnee und Silvester ist schon allein wegen dem grandiosen Feuerwerk an der Harbour Bridge in Sydney für sie und ihre Freunde ein unvergesslicher Start in das Neue Jahr.
Zusammen mit (ihrer Freundin) Mareike erkundet sie im Laufe des Jahres mit Bahn und eigenem Auto (Vorsicht: Linksverkehr) fast den ganzen Kontinent und erlebt wie klein die Welt doch sein kann, wenn man plötzlich alte Bekannte am Uluru (Ayers Rock) wiedertrifft.
Nach einem Jahr, das vollgepackt ist mit tollen Erlebnissen, nimmt sie, als es Zeit ist zu gehen, schweren Herzens Abschied und schwört sich wie so viele vor ihr, eines Tages wieder zurückzukehren.

Die Autorin hat teilweise interessante Hintergrundinformationen über Land & Leute eingearbeitet, allerdings sollte der Leser keinen Reiseführer erwarten.
Vielmehr ist „Unter dem Kreuz des Südens“ ein netter Reisebericht, der sicher seine Leser finden wird.
Das Buch ist einfach geschrieben und leicht zu lesen. Man spürt die Australien-Begeisterung von Ann-Christine Kinzer, wenn sie sich an ihre Zeit Down Under erinnert.
Allerdings ist es für Außenstehende manchmal schwierig, Anekdoten aus dem Alltag der Autorin nachzuvollziehen, hat man doch die Leute, die ihr Jahr in Australien zu etwas besonderem gemacht haben, selbst nicht kennengelernt.