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Autokauf in Südaustralien und Erfahrungen mit einem „Interstate Transfer“ - ein Bericht von Matthias Kögel -
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In diesem Bericht erfahrt ihr die wichtigsten Infos über die Anmeldung bzw. den Besitzerwechsel von Autos, die in SA (South Australia) registriert sind und was bei ein „Interstate Transfer“ passieren kann.
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Anlaufstellen
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Als Anlaufstelle dient hier ein Service SA Büro oder ein Australian Post Outlet.
In Adelaide ist die Auswahl von Gebrauchtwagen ziemlich gut und wer ein Auto in SA kaufen möchte, sollte das auch in Adelaide tun. Relativ zentral gelegen ist das Service SA Büro im CBD (Central Business District), also dem Innenstadtkern (108 North Tce). Wenn ihr allerdings euren in SA registrierten Traumwagen in einem anderen Staat gefunden haben solltet, könnte es sich lohnen, bei der australischen Post nachzufragen, ob die eure Papiere überprüfen und weiterleiten. Zufolge der offiziellen Homepage von SA soll das in ausgewählten Poststellen funktionieren. Ich selbst habe damit allerdings keine Erfahrung. Mehr Informationen darüber und wo sich die Service SA Stellen genau befinden, findet ihr hier.
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Die nötigen Dokumente und der Ablauf in einer Service SA Stelle
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Vor der Registrierung solltet ihr folgende Dokumente parat haben:
- Reisepass
- Internationaler Führerschein (ACHTUNG: gilt nur zusammen mit euerem EU-Führerschein)
- Eine Bestätigung eurer Hosteladresse (bekommt ihr an der Hostelrezeption)
- Und eine „Application for transfer of registration“ (I.d.R. hat die der Vorbesitzer, gibt es aber auch in einem Service SA Büro)
Die Registrierung muss innerhalb von 14 Tagen nach dem Kauf erfolgen. Der Verkäufer sollte aus eigenem Interesse die „Notice of Disposal“ (befindet sich direkt unter der „Application for transfer of registration“ auf dem selben Formbatt) auch innerhalb von 14 Tagen einreichen. Damit stellt er sicher, dass ab dem Verkaufszeitpunkt keine Ansprüche mehr gegen ihn geltend gemacht werden können.
Müsst ihr die Rego (Registrierung) erneuern, dann geht das online. Ab dem 1. Juli 2011 ist sogar kein Rego-Aufkleber mehr nötig. Dafür könnt ihr aber die Rego nur noch für 3 Monate oder 1 Jahr verlängern. Noch habt ihr die Wahl zwischen 3, 6, 9 und 12 Monaten. Die Kosten für die Rego richten sich nach der Zylinderanzahl (je weniger Zylinder, desto weniger kostet die Rego) und nach der Verlängerungszeit. Die (umgerechneten) Monatskosten sind somit um so kleiner, je mehr Monate ihr die Rego verlängert.
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Was passiert beim “Interstate Transfer”?
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Wenn ein Fahrzeug vorher z. B. in NSW (New South Wales) registriert war und es jetzt z. B. in SA angemeldet werden soll, spricht man von einem Interstate Transfer.
In SA läuft die Sache wie folgt ab: Zu allererst muss man zur “Vehicle Identify Inspection” (Kosten: 52$; wird mit der ersten Rego zusammen abgerechnet). Dort werden die Rahmen- und Motornummern mit den Papieren verglichen und der Allgemeinzustand begutachtet. Importierte Autos sind dabei immer mit Vorsicht zu genießen. Beanstandungen haben quasi sofort eine „Full Roadworthy Inspection“ zur Folge. Dabei sind mehr als 250$ einzuplanen. Beide Inspektionsstellen befinden sich im Regency Park in Adelaide.
Für die Inspektion ist ein Termin nötig und es kann schon mal 2 Wochen oder länger dauern, bis man an der Reihe ist. Am besten man fährt selber dorthin, denn selbst die Mechaniker wissen nicht immer genau, was beanstandet wird. Meist ist ein Folgetermin also vorprogrammiert. Ist das geschafft, muss man mit den Papieren zu Service SA und das Fahrzeug registrieren lassen.
Wenn es einmal soweit gekommen ist, brauche ich euch nicht sagen, welche Unterlagen ihr braucht. Das wisst ihr dann schlicht und einfach selbst. Auch ist euch beim Lesen sicher aufgefallen, dass ein “Interstate Transfer” keine gute Idee ist.
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Meine Erfahrungen mit einem “Interstate Transfer” in SA
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Zum Zeitpunkt des Kaufs habe ich noch in Adelaide (SA) gearbeitet. Reingeschlittert bin ich in die Sache, weil ich einen in NSW registrierten Pajero unbedingt haben wollte und den Auskünften des freundlichen Service SA Mitarbeiters geglaubt habe. Unrecht hatte er zwar nicht, aber ein paar kleine aber wesentliche Details hat er mir, sicherlich nicht absichtlich, vorenthalten. Ich hatte zu dem Zeitpunkt erstens keine Ahnung, dass das Auto importiert war und auch nicht, welche Schwierigkeiten damit verbunden sind.
Bemängelt wurden bei mir der Fahrergurt (die Mechanik für das Rückhaltesystem hat wohl nicht gut genug funktioniert), der Gurt hinten in der Mitte (hatte ein winziges Löchlein im Gurt ... hätte der TÜV wohl auch bemängelt), die Sonnenblenden (hatte einen Rahmen aus Draht und muss in SA vollständig aus Schaumstoff sein) und der Gummi auf dem Bremspedal (war zu ausgeleiert).
Die Geschichte zog sich über einen Monat hin. Ein Glück, dass ich in dieser Zeit sowieso noch am Arbeiten war. Am 24. Dezember (!!!) war es dann vollbracht. Stolze 814$ hat mich der Spaß gekostet. Als ich dann am gleichen Tag noch mein neues Nummernschild abgeholt und die Rego für 6 Monate bezahlt habe, war ich weitere 500$ los.
Während der Reise haben wir festgestellt, dass die Ersatzteile für diesen (importierten) Pajero fast das Doppelte eines in Australien produzierten kosten können. Ein Luftfilter für diesen Fahrzeugtyp kostet z. B. statt 35$ mal eben 65$. Auftreiben lassen sich die Teile dann manchmal auch nicht so einfach. Das Auto an sich war allerdings super und auch gut ausgestattet. Wir hatten eine Menge Spaß damit und es ist mir in der Zeit sehr ans Herz gewachsen.
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Fazit
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Es gibt offensichtlich einige Mittel und Wege für einen Besitzerwechsel eines in SA registrierten Autos. Es lohnt sich auch einmal bei der Post nachzufragen, welchen Service bzgl. Fahrzeugregistrierungen die wo anbieten. Vielleicht bietet die Post diesen Service sogar für noch mehr Staaten an. Interstate Transfers sind langwierig und teuer! Lasst also besser die Finger davon. Importierte Autos sollten ebenso passé sein. Um ganz sicher zu gehen, sollte man vor dem Kauf nachhacken.
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© Fotos & Text: Matthias Kögel
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