|
Themen:
|
|
|
|
|
|
Suchen:
|
|
|
|
Reisebine-Shop:
|
|

|
|
Social Bookmarking:
|
|
|
|
Partnerwebseite:
|
|
|
|
Travelpartner-Community Reisepartner finden
|
|
|
|
|
|
|
 |
|

|
Tipps zum Autokauf in Christchurch zusammengestellt von Laura Mang
|
|
Wo kann ich nach einem Auto suchen?
|
|
|
|
schwarze Bretter in Backpacker Hostels (keine Scheu, einfach in andere Hostels zu gehen, die Besitzer sind sehr freundlich und hilfsbereit!) oder Internetcafes,
- Zeitungsannoncen (es gibt extra Zeitungen für den Autoverkauf),
- Gebrauchtwagenhändler (eine sehr gute Adresse hierfür ist die “Moorhouse Avenue”, dort reiht sich ein Autohändler an den nächsten (einfach im Information Center am Cathedral Square einen Stadtplan geben lassen!),
- Turner's Car Auctions (dort haben wir unseren Van ersteigert)
|
|
Was für ein Auto kommt in Frage?
|
|
Das kommt prinzipiell auf die persönliche Vorstellung an, was man mit seinem Auto vorhat; ob man darin "wohnen" oder es nur als Übernachtungsmöglichkeit nutzen möchte. Als Backpackerautos sind in Neuseeland vor allem folgende Modelle gängig:
- Toyota Hiace
- Ford Ecovan
- Toyota Liteace
- und verschiedene Nissan Familienbusse
(z. B. Serena, Largo, ...).
|
|
Wieviel muß man für ein Auto rechnen?
|
|
Es werden in Neuseeland Backpacker- Vans für sehr geringe Beträge verkauft. Der Standartbetrag für einen schon durchaus lange gefahrenen (ca. 300.000 km) Van beträgt in etwa 1800-2000 Dollar. Je nach Größe des Vans und Einrichtung kann das natürlich variieren. Die meisten Vans sind komplett eingerichtet und werden auch mit jeglicher Campingausrüstung verkauft.
Außerdem ist der Ort des Kaufes ausschlaggebend! Wir haben diese Preise in Christchurch erfahren, noch dazu im Winter! Normalerweise beginnen Traveller ihre Reise in Auckland, kaufen dort und verkaufen dann in Christchurch, daher ist es natürlich so, dass man in Christchurch sehr gut billiger Autos kaufen kann, und dass man diese natürlich in Auckland meist sehr gut wieder los wird! Geländewagen sind hier deutlich teurer, werden von den Einwohner sehr häufig gefahren, aber von Backpackern sehr, sehr selten, haben eigentlich noch keine gesehen. .
|
|
Ist ein Geländewagen notwendig?
|
|
Nein, nach unserer Erfahrung ist ein Geländewagen nicht nötig, denn auch normale Autos sind oftmals mit 4-Wheel-Drive ausgestattet. Unser Van zwar nicht, aber wir fahren damit auch ohne Probleme Schotterstrecken und Furten, hatten noch nie Probleme damit und sind auch schon aus Versehen längere Strecken gefahren, von denen wir erst im Nachhinein erfahren haben, dass sie nur für 4-Wheel-Drive zu befahren sind. Also nein, man braucht keinen Geländewagen, um gut durch Neuseeland zu kommen.
|
|
Worauf sollte man beim Autokauf achten?
|
|
|
|
Allgemeinzustand des Autos (wir haben viele durchgerostete Autos gesehen, außerdem sind viele ältere Backpackerautos sehr heruntergekommen, was vielleicht den einen oder anderen abstoßen könnte.. Daher, den Motorraum genau anschauen. Haben z. B. bei einem Van, der für uns in Frage kam, auf Grund einer riesigen Öllache einen Dieseleinspritzpumpendefekt bemerkt, den uns auf Nachfrage ein Mechaniker bestätigt hat (obwohl das Zertifikat von Turner's Carauctions den Defekt nicht erwähnt, sondern den einwandfreien Zustand bestätigt hat!). Die Reparatur hätte sich auf ca. 500 Euro belaufen.
- Kilometerstand: Viele Backpackervans werden mit 300.000 bis 400.000 km verkauft, das ist keine Seltenheit. Einfach auf das eigene Gefühl verlassen, in was für einem Zustand das Auto sonst so ist.
- Ansonsten die üblichen Check-Fragen:
- Motorengeräusch,
- Zustand der Reifen,
- wie abgegriffen ist das Lenkrad (-> kann der Kilometerstand stimmen?),
- Fenster beim Abbiegen aufmachen (Schleifgeräusche?),
- Ersatzrad vorhanden (muss man sonst in Neuseeland nachkaufen, sonst fällt man beim Warrent of Fitness durch!)
- Ist das Auto registriert? Ist die Registrierung abgelaufen, muss eine neue gekauft werden.
- Wie lange ist der “Warrent of Fitness” noch gültig? Der WOF muss alle sechs Monate bei jeder beliebigen Tankstelle gemacht werden, Kosten dafür betragen zwischen 25$ (kleinere Garagen) bis ca. 45$ (z. B. bei AA, dem neuseeländischen ADAC).
|
|
Genaueres zur Registrierung
|
|
Man muss sich die Registrierung auf Zeit kaufen, je nach dem, wie lange man das Auto nutzen möchte: für 3, 6 oder 12 Monate. Für einen Zeitraum von 6 Monaten kostet es z. B. 137 NZ$ (Stand: 2006). Die Registrierung kann man an jeder Poststelle erneuern lassen, wenn man das Auto bei Turners Carauctions ersteigert, wird dort die Registrierung ausgestellt (kostenpflichtig!).
|
|
Versicherung
|
|
Versicherungen in Neuseeland sind nicht Pflicht! Trotzdem würde ich jedem eine Versicherung empfehlen, die Schäden an fremden Autos absichert, immerhin ist der Linksverkehr nicht ohne!!! Solche Versicherungen stellt z. B. AA (aber nur für 6 oder 12 Monate), AMI (nur 12 Monate) oder manche Backpacker Hostels (z. B. Charly B's in Christchurch, 3 Monate für 200 Dollar in der jüngsten Fahrerkategorie, der Preis nimmt natürlich mit steigendem Fahreralter ab, Kostenbeteiligung 500 Dollar bei einem Unfall).
|
|
Mitgliedschaft bei AA
|
|
Außerdem empfehle ich eine Mitgliedschaft bei AA, dem neuseeländischen ADAC. Es wird in etwa der selbe Service wie der des ADAC angeboten, wovon der wichtigste sicherlich der Pannenservice ist! Mitgliedschaft für ein Jahr (das ist die Standartdauer) beträgt ca. 80 Dollar, wenn man wie wir sicher zusammen reist, reicht die Mitgliedschaft für einen der Fahrer!
|
|
Dieselsteuer
|
|
In Neuseeland muss man, insofern man ein Dieselauto fährt, eine "Dieselsteuer" bezahlen. Um diese Steuer zu zahlen, muss man sich Kilometer kaufen. So kauft man z. B. 5000 km bei einer Tankstelle und bekommt dafür eine Plakette ausgestellt, die am Auto angebracht werden muss. Für 100 km beträgt die Dieselsteuer etwa 3 NZ$.
|
|
Tanken
|
|
Benzin in Neuseeland ist preiswerter als in Deutschland, wobei die Preise jedoch über die letzten Monate schon ganz rapide steigen! Im Moment kostet der Liter Diesel ca. 1,17 - 1.30 NZ$, Benzin kostet ca. 1.65 NZ$ (Stand: Mitte 2006) Die Verteilung der Tankstellen ist gut. Bis jetzt haben wir nur gute Erfahrungen und mussten noch nie ernsthaft auf eine Tankstelle hoffen. Sollte mal keine kommen (z. B. an der dünn besiedelten Westküste), stehen immer Hinweisschilder bereit die warnen, dass die nächsten 50 oder 100 km keine Tankstelle kommt! Wenn man Mitglied bei AA ist, wird Benzin geliefert, wenn es ausgeht.
|
|
Fazit
|
|
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Autokauf in Christchurch für uns sehr einfach und unproblematisch gestaltet hat: Begonnen haben wir mit der Suche an schwarzen Brettern, bei Autohändlern und schließlich bei Privatleuten, die in den Zeitungen inseriert hatten. Dabei haben wir viele verschiedene Autos zu Gesicht bekommen, wobei der Großteil uns entweder wegen einiger Mängel (Rost, zu viele Kilometer, ...) nicht gefiel, oder weil der Backpackervan einfach schon durch sehr viele Hände gegangen und in Folge dessen schon sehr heruntergekommen war. Daher haben wir beschlossen, unseren eigenen Backpackervan einzurichten und haben schon bei unserem zweiten Besuch bei Turner's Carauctions in Christchurch unseren Nissan Largo ersteigert. Dort wurden alle Formalitäten innerhalb weniger Minuten abgewickelt und wir konnten sofort mit unserem eigenen Auto weiterfahren! Der Autokauf dürfe sich also für niemanden als ein Problem gestalten, vor allem die "älteren" Backpackervans wechseln ihre Besitzer wirklich laufend und werden in allen großen Städten angeboten! Und keine Angst vor den Formalitäten wie Warrent of Fitness, Registrierung oder der Dieselsteuer... Einmal nachgefragt ist das alles absolut kein Problem und wickelt sich quasi von selbst ab!
|
|
|
|
© Copyright Foto oben: Rike Sebold; alle weiteren Fotos und Text Laura Mang
|
|
|