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  05.04.2012 - Great Barrier Reef

Camping am Great Barrier Reef


Über Ostern pilgern viele aus europäischen Ländern in die Skigebiete, um den letzten Schnee auszunutzen. In Australien werden eher das Boot ans Auto gehängt, das Zelt eingepackt und die Campingkocher poliert. Ein beliebtes Ausflugsziel ist das Great Barrier Reef.
Viele verbinden dieses Riff mit Tauch- und Schnorchelausflügen, die Reisende von Cairns aus buchen können. Dabei erstreckt sich diese Naturweltwunder von der Torres Strait im Norden (nahe der Südküste von Papua Neuguinea) bis runter zwischen Lady Elliot Island und Fraser Island im Süden und bietet dem Abenteurer über 600 Inseln zum entdecken. 

Alle Inseln des Great Barrier Reefs sind Nationalparks ansich und Teil des UNESCO Weltnaturerbes, weswegen Besucher sich an bestimmte Vorschriften halten müssen, wenn sie eine Angel- oder Campingtour planen.
Zum Zelten wird eine “Camping Permit” (Genehmigung) benötigt und eine Gebühr (AU$ 5,30 pro Person oder AU$ 21,30 pro Familie) erhoben. Die Permit kann online, vor Ort oder per Telefon beantragt werden. Zu den Ferienzeiten und an öffentlichen Feiertagen ist der Andrang in den Nationalparks groß und eine frühzeitige Buchung wird empfohlen.

Richard Quincey, Leiter der Abteilung “Field Management” bei der Great Barrier Reef Marine Park Authority, erinnert Besucher daran, dass eine aufmerksame Planung des Ausfluges wichtig ist und anhand der gratis ”zoning maps” (Karten der verschiedenen Zonen des GBR) beachtet werden sollte, was man im Wasser und auf den Inseln darf und was nicht.  Die Karten, welche hauptsächlich bestimmen wo Fischen und Muschelnsammeln erlaubt bzw. verboten sind, kann man online einsehen und in verschiedenen Fremdenverkehrsbüros abholen.

Hier sind ein paar Hinweise für Besucher von der Great Barrier Reef Marine Park Authority und dem Umwelt- und Resourcenmanagement der Regierung von Queensland:

Für Camper:
  • Vor der Abfahrt nachsehen, was es für Einrichtungen auf dem Campingplatz gibt und was man mitnehmen darf.
  • Die Bootstransfers zu und von einer Insel vor der Abfahrt buchen
  • Versuch so gut wie möglich selbstversorgend zu sein, viele Inseln haben keine Wasserversorgung oder Einrichtungen. Ca. 5 Liter/Person pro Tag sollten berechnet werden (+Notration für den Fall, dass man wegen Wetterwandel stecken bleibt)
  • Auf den meisten Inseln (vorallem den Whitsundays) sind Generatoren und Presslufterzeuger verboten
  • Es darf in den Nationalparks kein (Feuer)Holz gesammelt werden. Sogar tote Zweige stehen unter Naturschutz
  • Bitte sämtlichen Müll (Verpackungen, Flaschen, Essensreste, Zigarettenstummel...) wieder mitnehmen und ordnungsgemäß entsorgen
  • Sollten keine Toiletten vohanden sein, sollten organische Abfälle unterhalb des Hochwasserspiegels vergraben werden. Müll darf grundsätzlich nicht vergraben werden!
  • Auf den Wanderwegen und Pfaden bleiben - zum Schutz von Flora und Fauna Ebbe, Flut und Strömungen beachten


Allgemeine Umweltschutztipps:
  • Campingausrüstung von Schmutz, Samen, Insekten und Ungeziefer vor der Abfahrt reinigen.
  • Speerfischen in Taucherausrüstung und das Sammeln von Korallen ist verboten
  • Nicht zu nah an nistende Seevögel begeben. Wenn diese das Nest verlassen, sind die zurückgelassenen Kücken Gefahren ausgeliefert.
  • Vorsicht an den Stränden während der Eiablage und dem Schlüpfen von Meeresschildkröten (Oktober-April)  - Die Tiere nicht mit Taschenlampe oder Scheinwerfer anstrahlen und keine Lagerfeuer machen
  • Es ist verboten freilebende Tiere zu füttern. Lebensmittelvorräte und -reste sollten immer gut verstaut sein.


Für Reisende, die mit Boot unterwegs sind:
  • “Go slow for those below” - Ausschau halten nach Schildkröten und Seekühen
  • Anker nur in sandige oder schlammige Untergründe auswerfen oder einen “Reef Pick” (ein leichter, mit Plastik überzogener, hakenartiger Anker) benutzen, um Beschädigung der Korallen zu vermeiden

(sana)

Quelle: ”Great Barrier Reef Marine Park Authority”

Great Barrier Reef
©R.Schifferer