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  04.07.2011 - Australien

Australiens Flut erweckt die Wüste zum Leben


Die schweren Überschwemmungen, von denen Anfang des Jahres große Landesteile im Nordosten Australiens betroffen waren, haben für Flora und Fauna in Wüstengebieten sehr positive Auswirkungen.

Aus dem weltgrößten Salzsee am Rande der Simpson Desert wird nun der größte Binnensee Australiens, denn das Wasser hat das trockene Innere des Landes in einen gigantischen und artenreichen See verwandelt: den Lake Eyre im Bundesstaat South Australia.

Vollgelaufen erstreckt sich der See über eine Fläche von mehr als 1,2 Millionen Quadratkilometern. In seiner Ausdehnung ist der See größer als Zypern, sein Einzugsgebiet entspricht der Fläche von Deutschland, Frankreich und Italien zusammen.

Nach jahrelanger Dürre erwacht die zuvor ausgetrocknete Landschaft nun wieder zum Leben. Mittlerweile sei der See zu 80 oder 90 Prozent vollgelaufen, sagt der Biologe Richard Kingsford der University of NSW. Dies sei deshalb eine Besonderheit, da der See sich nur drei Mal in hundert Jahren fülle und seine maximale Ausdehnung das letzte Mal 1974 erreicht habe.

Nun beginne eine faszinierende Transformation. Der Fisch- und Vogelbestand wachse rapide, Wildblumen und Gräser sprießen. Neben Pelikan-Kolonien mit bis zu 100.000 Tieren gebe es Seemöwen und Schwalben, Papageien, Finken, Watvögel, Wildenten und Ibisse rund um Lake Eyre.

Mindestens bis Anfang nächsten Jahres werde der See noch Wasser führen, prognostiziert der Biologe Kingsford. Wenn es 2012 wieder starke Regenfälle gebe, würde der See frühestens ein Jahr später für mehrere Jahre austrocknen.

Den gesamten Artikel findet man auf ZEIT.de.