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17.07.2012 - Canberra
Dank Pub ins zweite OZ-Visumsjahr? Der Ruf wird laut, Arbeitseinsätze in der Gastronomie für eine Verlängerung des Working Holiday Visa zu berücksichtigen.
Erst vor kurzem berichteten wir über den Mangel an Arbeitskräften in der Tourismusindustrie Australiens. Gerade in den ländlichen Gebieten fehlt es an tatkräftiger Unterstützung.
Gute Rekrutierungsmöglichkeiten böten hier die Backpacker des Landes. Allerdings zieht es diese mehr auf die Farmen oder in die Minen, um ihr zweites Visumsjahr genehmigt zu bekommen. Das „Working Holiday Scheme“ berücksichtigt keine Arbeit im Gaststättengewerbe, obwohl diesbezügliche Jobs häufig auch in den „rural areas“ liegen. Allein 2010/2011 beantragten 22.500 Backpacker eine Verlängerung ihres Aufenthaltstitels.
Der Druck auf die Regierung wächst, infolge der Arbeit in Motels, Restaurants und Pubs ein zweites Working Holiday Jahr zu gewährleisten. Eine Erhebung des Australian Tourism Export Council zeigt, dass durch diesen Schritt der australischen Wirtschaft mindestens AU$225 Mio. in den kommenden zehn Jahren zufließen könnten. Bis 2015 drohen der Tourismusbranche 56.000 unbesetzte Stellen. Durch eine eventuelle Neuregelung wäre die Arbeit in den ländlichen Gebieten weitaus attraktiver, so Geoff Wise, Bourke Shire Council Manager.
Doch es gibt auch Kritik. Zuallererst müsste geprüft werden, ob sich die besagten Stellen nicht mit Einheimischen besetzen ließen, ehe man den zahlreichen Backpackern die Tore öffnet.
Außerdem äußern Farmer Bedenken, dass ihnen durch das neu gestaltete Visum
Backpacker verloren gehen. Über neue Entwicklungen halten wir euch auf dem Laufenden. (sb)
Quelle: The Sydney Morning Herald

©Stefanie Becker
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