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Frequently asked Questions (FAQ)
zu Reisekasse & australischen Banken
- zusammengestellt von Moritz Giebel -
(upgedatet im Februar 2008)

 

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Kann ich mit einer deutschen EC-/Maestro-Karte in Australien Geld abheben?
Was kostet das Geldabheben am Automat in Australien?
Welche Banken gibt es in Australien?
Welche davon sind gut oder schlecht und warum?
Wie bekomme ich ein Bankkonto in Australien?
Wie kann ich günstig Geld von Deutschland nach Australien überweisen?
Wie bekomme ich mein Geld auf das australische Konto?
Welche Kreditkarten gibt es?
Wo gibt es Kreditkarten günstig (geringe oder gar keine Gebühr)?
Was sind Direkt-Karten?
Muss man Kreditkarten überhaupt mitnehmen?
Was kostet mich der Einsatz der Kreditkarte im Ausland?
Was sind Traveller Cheques?
Lohnen sich Traveller Cheques?
Wie viel Geld braucht man für die ersten Tage und wie soll man es mitnehmen?
Was ist denn diese “Travellers Cheque Card?”
Wie bewahre ich Karten/Cheques etc. am besten auf?
Wie kann ich am einfachsten Euro in australische Dollar umrechnen?

Kann ich mit einer deutschen EC-/Maestro-Karte in Australien Geld abheben?
Generell ja. Es gibt keine deutschen EC-Karten, mit denen man in Australien kein Geld abheben kann. Wichtig ist das Maestrozeichen auf der Karte. Zeigt der ATM (Geldautomat) in Australien ebenfalls das Maestrologo, kann man dort mit seiner deutschen EC-Karte Geld abheben.
Auch wenn der ATM nur das „Star“-Logo zeigt (das ist das System in Australien), kann man es versuchen. Es funktioniert eigentlich immer, auch im hintersten Outback (aber nicht unbedingt an Flughäfen).
Hat die Karte ein Maestrologo, sollte man damit auch in vielen Geschäften bezahlen können (sagt maestro.de). Leider fehlen da noch Erfahrungen, ob und wenn ja, in wie vielen Geschäften das wirklich möglich ist. Es soll jedoch mehr als 130.000 Geschäfte geben.

Was kostet das Geldabheben am Automat in Australien?
Das Abheben mit der deutscher Maestro-Karte kostet zwischen 4,00 € und 5,50 € (je nach deutscher Bank).

  • Sonderfall: Das Abheben von einem Konto der “Deutschen Bank” an einem Bankautomaten (ATM) der “Westpac” ist kostenlos!
     

Welche Banken gibt es in Australien?
In Australien gibt es mehrere große Banken, die in jedem größeren Ort zu finden sind.
Dazu zählen:

Zusätzlich gibt es noch Banken, von denen man denken könnte, es wären Banken, es sind jedoch Partnerschaften zwischen Geschäften und Banken (z. B. steckt hinter “Woolworth's Ezy Banking” eigentlich die Commonwealth Bank. Man kann also gleich direkt zur Bank gehen.

Welche davon sind gut oder schlecht und warum?
Besonders Westpac und Commonwealth Filialen findet man nahezu überall. Deshalb sind diese Banken besonders gut für Reisenden geeignet, weil man nie lange nach einem Bankautomaten suchen muss.
Alle Banken bieten Konten für um die 5 A$ pro Monat an. Sie unterscheiden sich in der dafür gebotenen Menge an Dienstleistungen.
Bei fast allen Konten gibt es eine bestimmte Anzahl von “EFTPOS-Transaktionen” inklusive. EFTPOS bezeichnet das, was man bei uns „bargeldloses Bezahlen“ nennt; also das Bezahlen per Bankkarte im Geschäft. Dies kostet etwa 1 A$ (abhängig von der Bank), ebenso wie das Abheben von einem Geldautomaten oder das Ausdrucken eines Kontoauszuges.
Die meisten Banken bieten ein monatliches Freikontingent von Transaktionen an, etwa zwischen 8 und 30 Stück. Manche unterscheiden auch zwischen EFTPOS-Transaktionen und Dingen wie Geldabheben, etc. Hier lohnt es sich die Bedingungen und Angebote der Banken genau zu vergleichen, um die für sich beste Bank zu finden. Manche Menschen bezahlen fast nie mit Karte und heben einmal im Monat viel Geld vom Konto ab. Das Freikontingent ist also für diese Leute egal. Andere hingegen wollen nur wenig Geld dabei haben und heben deshalb öfter Geld ab und bezahlen viel mit der Bankkarte.

Wie bekomme ich ein Bankkonto in Australien?
Ein Bankkonto kann jeder in Australien eröffnen. Auch Reisende, die nur einen begrenzten Zeitraum in Australien verweilen.
Die Kontoeröffnung sollte innerhalb der ersten 6 Wochen nach Ankunft in Australien erfolgen. Danach wird es ein wenig umständlicher. Einfach zur ausgewählten Bank gehen und am Schalter die Eröffnung eines Bank Accounts beantragen. Dazu benötigt man nur einen Reisepass, mehr nicht.
Erst nach Ablauf der 6-Wochen-Frist werden mehrere Identifikationen gefordert wie z. B. einen Führerschein, vorhandene Bankkarten, Personalsausweis, etc. Ein seltsames System, für Australier aber normal.
Normalerweise bekommt man innerhalb einer Woche die Bankkarte und die Geheimzahl (getrennt!) an eine Adresse seiner Wahl zugeschickt  (möglich sind: Hostel- oder Hoteladresse, Travellers Contact Point etc.).

Wie kann ich günstig Geld von Deutschland nach Australien überweisen?
Kurz gesagt: Günstig - gar nicht! Eine Auslandsüberweisung ist selten günstig. Die Kosten für eine Auslandsüberweisung variieren extrem und sind abhängig von den auf beiden Seiten beteiligten Banken. Die Kosten reichen von etwa 6,00 € in Spezialfällen über einen Mittelwert von etwa 10,00 € (z.B. Postbank) bis zu astronomischen 40,00 € (Deutsche Bank)! Hier also genaue informieren.
Alternativen - siehe unten.

Wie bekomme ich mein Geld auf das australische Konto?
Wie oben beschrieben, scheidet eine Überweisung aus Kostengründen bei den meisten deutschen Banken aus.
Die günstigste Variante ist, in Australien mit der deutschen Maestro-Karte an einem Geldautomaten Geld abzuheben, danach direkt an den Schalter zu gehen und das gerade abgehobene Geld sofort wieder auf das eigene Konto einzuzahlen. Das kostet nur die Abhebegebühr von etwa 5 €.
Alternativ können auch Traveller Cheques (siehe weiter unten) eine Lösung sein, wenn man sie mitnimmt, günstiger sind sie aber nicht.

Welche Kreditkarten gibt es?
Die beiden größten sind Mastercard und Visa. Außerdem gibt es noch American Express (Amex) und Diners Club, neben mehreren anderen. Amex und Diners werden in Australien allerdings nur sehr spärlich akzeptiert.
Am einfachsten ist es, eine Mastercard oder Visa-Karte bei der Hausbank zu Hause zu beantragen. Es gibt sie einzeln, aber auch im “Doppelpack” (Master & Visa). Der Partner oder die Eltern können auch eine Partnerkarte beantragen. Mit dieser hat man Zugriff auf dessen/deren Konto.
Mastercard und Visa sind in Australien (und weltweit) etwa gleich weit verbreitet. Ein Geschäft, das Mastercard akzeptiert, nimmt normalerweise auch Visa und andersherum. Entscheiden sollte man sich daher für die Karte, die man günstiger oder einfacher bekommt.

Wo gibt es Kreditkarten günstig (geringe oder gar keine Gebühr)?
Die schiere Masse an Banken macht es unmöglich, einen kompletten Überblick über alle Kreditkarten- möglichkeiten zu bieten. Deshalb ist dies nur als kurze Übersicht ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu verstehen – ein sehr genaues Vergleichen der Konditionen bei jedem Angebot sollte selbstverständlich sein!
Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Kreditkarte zu bekommen.

  • Die Hausbank:
    Dies ist in den meisten Fällen auch die teuerste aller Möglichkeiten, mit Jahresbeiträgen zwischen 20 und 100 Euro, abhängig von der Bank, dem Girokonto und den Leistungen der Kreditkarte.
    Bei diesen Angeboten sind häufig auch schon einige Versicherungen enthalten, wie beispielsweise eine Reiserücktrittskosten-, Auslands-Reisekrankenversicherung und ähnliches. Dies hat dann aber eben auch seinen Preis.

    Studenten und junge Leute (meist bis 26 Jahren) haben es deutlich einfacher, eine Kreditkarte günstig zu bekommen. Es gibt Anbieter mit geringen Kosten, und komplett kostenlose Kreditkartenanbieter, zusätzliche Leistungen wie Versicherungen sind hier aber meist nicht enthalten.
    Zu den günstigen Anbietern mit Jahresbeiträgen von etwa 5 bis 10 Euro gehören z. B. die Deutsche Bank, Postbank, und viele andere Institute. Oft ist das erste Jahr auch völlig kostenlos.
     
  • Kostenlose Kreditkarten:
    Komplett kostenlose Kreditkarten bekommt man beispielsweise bei der Comdirect Bank (für alle Konten) und der Commerzbank (in Verbindung mit einem Jugendkonto).
    Auch Karstadt, die Barclays Bank und die DKB bieten eine komplett kostenlose Kreditkarte an. Bei der Karstadtkarte ist eine überdurchschnittlich hohe Gebühr für die Benutzung an Geldautomaten zu zahlen (7,11 € statt 5,00 €) bei der DKB ist dies immer umsonst.
     

Was sind Direkt-Karten:
In den letzten Jahren sind Direkt- oder so genannte Debit-Karten sehr beliebt geworden. Der Unter- schied zu einer richtigen Kreditkarte liegt hier im Zeitpunkt der Abrechnung. Während Kreditkarten nur einmal im Monat abgerechnet werden und außerdem die Möglichkeit bieten, den Betrag in Raten zu bezahlen, wird das Konto bei Direkt-Karten sofort belastet. Eine Direkt-Karte funktioniert also sehr ähnliche wie eine Maestrokarte, die in jedem Girokonto enthalten ist, mit dem Unterschied, dass Direkt-Karten ein Visa-Logo haben und man mit ihnen wie mit einer Kreditkarte zahlen kann. Beim Bezahl- vorgang selbst gibt es keinen Unterschied zwischen einer richtigen Kreditkarte und einer Direkt-Karte. Zu einer Direkt-Karte gehört aber immer ein eigenes Konto, dass zum Zeitpunkt der Bezahlung über die benötigte Deckung verfügen muss. Es ist also nicht möglich, auf Kredit zu kaufen, das Geld muss bereits auf dem Konto sein!
Angeboten werden Direkt-Karten kostenlos zum Beispiel von der ING-DiBa und der ComDirect Bank. Hier ist außerdem die Benutzung aller Geldautomaten weltweit kostenlos.

Was kostet mich der Einsatz der Kreditkarte im Ausland?
Kosten entstehen bei jeder Form von Kreditkarte durch die Nutzung im Ausland. In den meisten Fällen liegen diese Kosten zwischen 1% und 3% des Umsatzes pro Einsatz. Vergleichen lohnt sich!

Muss man Kreditkarten überhaupt mitnehmen?
Zwingend notwendig sind Kreditkarten sicherlich nicht, aber sie vereinfachen das Leben enorm. Die meisten Hotels & Hostels verlangen bei Buchung im Internet oder per Telefon (aus gutem Grund) die Kreditkartendetails als Sicherheit. Generell wird bei nahezu allen Buchungen im Internet eine Kreditkarte benötigt. Auch Reisebüros nehmen zum Buchen von Flügen oder Touren oft lieber Kreditkarten als Bargeld.

Geldabheben an einem Bankautomaten sollte man mit der Kreditkarte nicht. Die Gebühren hierfür sind wesentlich höher (mind. 10 €), als das Geldabheben mit der deutschen Bankkarte.
Ausnahmen hier: Kreditkarten der DBK und der Comdirect Bank.

Was sind Traveller Cheques?
Traveller Cheques sind eine Art versichertes "Prepaid-Bargeld“. In Deutschland kauft man Traveller Cheques, die es in verschiedenen Stückelungen (20, 50, 100, 200) und Währungen (Euro, US Dollar, australische Dollar) gibt, am besten in einer Hauptfiliale einer Bank. In kleineren Filialen können ansonsten "Beschaffungsgebühren" von etwa 25 € anfallen, wenn die gewünschten Cheques nicht vorrätig sind.
Die Cheques gleich in “Australian Dollar” kaufen, sonst fällt beim Einlösen eine Umtauschgebühr an!
Mit diesen Cheques geht man in Australien in eine beliebige Bank und kann sie normalerweise kostenfrei (abhängig von der Währung in der sie ausgestellt sind) in Bargeld eintauschen oder direkt auf das Konto einzahlen.

Die Gebühren beim Kauf von Traveller Cheques betragen 1% ihres Wertes. Damit sind sie versichert und werden bei Verlust oder Diebstahl innerhalb kürzester Zeit ersetzt.
Der Kaufbeleg muss dafür jedoch aufgehoben und alle verbrauchten Cheques aufgelistet werden, denn es werden bei Verlust natürlich nur die noch vorhandenen Cheques erstattet.

Lohnen sich Traveller Cheques?
Traveller Cheques sind ein sehr sicheres Geldmittel, da sie bei Verlust versichert sind. Für ein Land wie Australien sind sie jedoch nicht notwendig, weil man auch mit der deutscher Maestro-Karte leicht an Geld kommen kann, und dies nicht unbedingt teurer ist.
Man sollte sich überlegen, ob man lieber mit mehreren Hundert (Tausend) versicherten Euro in der Tasche herumläuft, die man dann bei Bedarf einlöst oder ob man einfach bei Bedarf Geld vom Konto mit Karte abheben möchte. Das ist Geschmacksache, aber wirklich nötig sind Traveller Cheques in Australien nicht.

Wie viel Geld braucht man für die ersten Tage und wie soll man es mitnehmen?
Auf allen internationalen Flughäfen (Sydney, Melbourne, Brisbane, Perth etc.) gibt es Geldautomaten (ATMs), bei denen man sofort nach Ankunft mit der deutschen Bankkarte problemlos Geld abheben kann.
Wer keine EC-Karte hat oder mitnehmen möchte, oder Angst hat, den Geldautomaten am Flugplatz nicht zu finden, der kann einen gewissen Betrag für die unmittelbare Zeit nach der Ankunft bereits in Deutschland tauschen (etwa 100 A$ o. ä.), damit man die Bahn/Shuttle/Bus/Taxi in die Stadt bezahlen kann.

Was ist denn diese “Travellers Cheque Card?”
Die Travellers Cheque Card (TCC) ist eine Prepaidkreditkarte (und hat nichts - wie der Name suggeriert - mit den bekannten Traveller Cheques zu tun, was die Handhabung angeht).
Es bedeutet, dass die Karte mit einem Guthaben aufgeladen wird und danach wie eine Kreditkarte benutzt werden kann. Da die TCC keine Verbindung zum Girokonto hat, kann man nur solange damit bezahlen, wie auch das nötige Guthaben auf der Karte vorhanden ist. Die Karte ist über Telefon und Internet jederzeit wiederaufladbar.
Aber Achtung: Mit der TCC kann man nur dort bezahlen, wo auch normale American Express Kreditkarten akzeptiert werden!
Weitere Informationen gibt die Produktseite von American Express

Wie bewahre ich Karten/Cheques etc. am besten auf?
Im Prinzip nicht viel anders als zu Hause auch. Kredit- und Bankkarten könnten einfach im Geldbeutel transportiert werden, wie man es in Deutschland auch machen würde. Traveller Cheques sollte man natürlich nicht offen herumliegen lassen, sondern entweder zusammen mit dem Reisepass und anderen wichtigen Materialien weit unten im Gepäck verstauen und/oder in einem abschließbaren Schrank/Fach im Hotel/Hostel etc deponieren.
Bei Traveller Cheques ist er sehr wichtig, die Cheques und die Kaufquittung getrennt aufzubewahren, da man nur gegen Vorlage der Kaufquittung bei Verlust Ersatz bekommt.

Übrigens ist der alte Trick, den Geldbeutel über Nacht unterm Kopfkissen zu verstecken auch bei Dieben bekannt. Und manche schaffen es sogar, ihn zu klauen, bevor der Betreffende aufwacht.
Einen etwas besseren Schutz bietet das verstecken im Kopfkissenbezug oder am besten gleich in einen abschließbaren Schrank, wenn möglich.

Wie kann ich am einfachsten Euro in Australian Dollar umrechnen?
Um Preise in Australien/Neuseeland mit denen zu Hause vergleichen zu können, ist es ganz sinnvoll, wenn man gelegentlich den Umtausch-/Wechselkurs kontrolliert.
Beim Umrechnen helfen Währungsrechner wie der der Reisebank => Währungsrechner oder auch
www.xe.com.
Empfehlenswert ist auch die Seite der Europäischen Zentralbank, die die Wechselkurse des Euro zu vielen anderen Währungen tagesaktuell anzeigt (Australian Dollar = AUD => unteres Drittel in der Tabelle).
 

© Copyright Text by Moritz Giebel
 

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Copyright © Sabine Hopf  - aktualisiert am: Dienstag, 13. Juli 2010

 

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