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Kann ich mit einer deutschen EC-/Maestro-Karte in Australien Geld abheben? Was kostet das Geldabheben am Automat in Australien? Welche Banken gibt es in Australien? Welche davon sind gut oder schlecht und warum? Wie bekomme ich ein Bankkonto in Australien? Wie kann ich günstig Geld von Deutschland nach Australien überweisen? Wie bekomme ich mein Geld auf das australische Konto? Welche Kreditkarten gibt es? Wo gibt es Kreditkarten günstig (geringe oder gar keine Gebühr)? Was sind Direkt-Karten? Muss man Kreditkarten überhaupt mitnehmen? Was muss man beim Einsatz der Kreditkarte im Ausland noch beachten? Was kostet mich der Einsatz der Kreditkarte im Ausland? Was sind Traveller Cheques? Lohnen sich Traveller Cheques? Wie viel Geld braucht man für die ersten Tage und wie soll man es mitnehmen? Wie bewahre ich Bargeld, Pass, Karten und Cheques am besten auf? Wie kann ich am einfachsten Euro in australische Dollar umrechnen?
Kann ich mit einer deutschen EC-/Maestro-Karte in Australien Geld abheben? Ja. Es gibt keine deutschen Maestro-Karten, mit denen man in Australien kein Geld abheben kann. Wichtig ist das Maestrozeichen auf der Karte. Zeigt der ATM (Geldautomat) in Australien ebenfalls das Maestrologo, kann man dort mit seiner deutschen EC-Karte Geld abheben. Auch wenn der ATM nur das „Star“-Logo zeigt (das ist das System in Australien), funktioniert es eigentlich immer, auch im hintersten Outback. Hat die Karte ein Maestrologo, sollte man damit auch in vielen Geschäften bezahlen können (behauptet maestro.de). Erfahrungen der Reisebine-Leser zeigen jedoch, dass man sich darauf nicht verlassen sollte. In vielen Fällen gab es da Probleme.
Einzelne Geldinstitute haben das Abhebelimit für EC-Karten im Ausland für ihre Kunden auf null gestellt (Informationsstand Juli 2011). Mit dieser Vorgehensweise möchten sie das so genannte „skimming“, d.h. Ausspionieren der Kartendaten vermeiden, vor dem Kunden sich immer mehr in acht nehmen müssen. Die Idee scheint zwar im Sinne der Kunden, diese wurden aber leider nicht ausreichend darüber informiert. Deshalb wird allen Travellern empfohlen, eine Kreditkarte mitzunehmen und so auf unterschiedliche Zahlungsvarianten zu setzen. Außerdem sollte man sich vor Reiseantritt bei seiner Bank erkundigen, ob eine Entsperrung der EC-Karte notwendig ist.
Hinzu kommt, dass EC-Karten, die nicht das Maestro-Logo, sondern das neu entwickelte "V Pay" Logo haben, von Lesegeräten außerhalb der EU nicht erkannt werden, da ihnen eine andere Chiptechnologie zugrunde liegt. Davon betroffen seien lt. Stiftung Warentest vor allem Kunden der Postbank, die den kompletten Kartenbestand auf "V-Pay" umgestellt hat.
Was kostet das Geldabheben am Automat in Australien? Das Abheben mit der deutscher Maestro-Karte im Ausland kostet zwischen 3,00 € und 5,50 € (je nach deutscher Bank).
- Sonderfall: Das Abheben von einem Konto der “Deutschen Bank” an einem Bankautomaten (ATM) der “Westpac” ist kostenlos!
Welche Banken gibt es in Australien? In Australien gibt es vier große Banken, die in jedem größeren Ort zu finden sind. Das sind:
- Westpac (in manchen Bundesstaaten anderer Name, aber gleiche Bank, zu erkennen am roten „W“),
- Commonwealth Bank,
- ANZ (steht für Australia And New Zealand Banking Group),
- NAB (steht für National Australia Bank),
Welche davon sind gut oder schlecht und warum? Besonders Westpac und Commonwealth Filialen findet man nahezu überall. Da es Geldautomaten auch in vielen kleinen Orten gibt, sind diese Banken besonders für Reisende geeignet. Alle Banken bieten Konten für um die 5 A$ pro Monat an, nur bei der NAB gibt es ein kostenloses Konto. Die Konten unterscheiden sich marginal in der dafür gebotenen Menge an Dienstleistungen.
Im Einzelnen kommen die folgenden Konten in Frage:
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Bank
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Westpac
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Commonwealth
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ANZ
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NAB
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Kontoname
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Choice
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eAccount
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Streamline Unlimited
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Streamline e-Access
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Access Advantage
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Access Select
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Classic Banking
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Monatliche Gebühr
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5 A$
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3 A$
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6 A$
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4 A$
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5 A$
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2 A$
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0 A$
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Inkl. elektron. Transaktionen
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unbegrenzt
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unbegrenzt
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unbegrenzt
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6
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unbegrenzt
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Online Banking, Telefonbanking, ATM & EFTPOS
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Ja
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Ja
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Ja
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Ja
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Visa-Debitkarte
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Nein
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Nein
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Ja
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Ja
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Service am Schalter
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0 A$
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3 A$
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0 A$
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2 A$
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0 A$
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2,50 A$
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0 A$
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Benutzung fremder ATMs
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3 A$
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2 A$
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0 A$
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0 A$
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Bei fast allen Konten sind alle “EFTPOS-Transaktionen” inklusive. EFTPOS bezeichnet das, was man bei uns „bargeldloses Bezahlen“ nennt; also das Bezahlen per Bankkarte im Geschäft.
Westpac, Commonwealth und ANZ unterscheiden zwischen elektronischen Transaktionen (zum Beispiel bezahlen im Laden, Geldabheben am Automaten, Überweisungen im Onlinebanking) und „staff assisted“ Transaktionen (also z.B. Geldabheben, Scheckeinlösungen oder Überweisungen am Schalter). Elektronische Transaktionen sind bei allen Konten unbegrenzt enthalten (Ausnahme: das ANZ Access Select, hier sind nur 6 Transaktionen inklusive). Schalterbediente Transaktionen kosten bei den günstigeren Internetkonten zwischen 2 und 3 A$, ebenso das Nutzen von ATMs anderer Banken oder im Ausland (beispielsweise in Neuseeland, Fiji der wieder in Deutschland). Die einzige Bank, die ein komplett kostenloses Konto anbietet ist die NAB. Leider sind ihre Filialen nicht ganz so weit verbreitet wie Commonwealth und Westpac.
Wie bekomme ich ein Bankkonto in Australien? Ein Bankkonto kann jeder in Australien eröffnen. Auch Reisende, die nur einen begrenzten Zeitraum in Australien verweilen. Die Kontoeröffnung sollte innerhalb der ersten 6 Wochen nach Ankunft in Australien erfolgen. Danach wird es ein wenig umständlicher. Einfach zur ausgewählten Bank gehen und am Schalter die Eröffnung eines Bank Accounts beantragen. Dazu benötigt man nur einen Reisepass, mehr nicht. Erst nach Ablauf der 6-Wochen-Frist werden mehrere Identifikationen gefordert wie z. B. einen Führerschein, vorhandene Bankkarten, Personalsausweis, etc. Ein seltsames System, für Australier aber normal. Normalerweise bekommt man innerhalb einer Woche die Bankkarte und die Geheimzahl (getrennt!) an eine Adresse seiner Wahl zugeschickt (möglich sind: Hostel- oder Hoteladresse, Mojoknows Postbotenservice, Travellers Contact Point etc.). In einigen großen Filialen kann man seine Karte auch sofort mitnehmen.
Einige Banken bieten auch eine Eröffnung per Internet und/oder Brief von Deutschland aus an. Dies lohnt sich aber nur begrenzt, da man nach Ankunft natürlich trotzdem in eine Filiale gehen muss, um sich zu identifizieren. Allerdings kann man dann meist seine Karte und Unterlagen sofort bekommen.
Wie kann ich günstig Geld von Deutschland nach Australien überweisen? Kurz gesagt: Günstig - gar nicht! Eine Auslandsüberweisung ist selten günstig. Die Kosten für eine Auslandsüberweisung variieren extrem und sind abhängig von den auf beiden Seiten beteiligten Banken. Die Kosten reichen von etwa 6,00 € in Spezialfällen über einen Mittelwert von etwa 10,00 € (z.B. Postbank) bis zu astronomischen 40,00 € (Deutsche Bank)! Hier also genau informieren. Alternativen - siehe unten.
Wie bekomme ich mein Geld auf das australische Konto? Wie oben beschrieben, scheidet eine Überweisung aus Kostengründen bei den meisten deutschen Banken aus. Die günstigste Variante ist, in Australien mit der deutschen Maestro-Karte an einem Geldautomaten Geld abzuheben, danach direkt an den Schalter zu gehen und das gerade abgehobene Geld sofort wieder auf das eigene Konto einzuzahlen. Das kostet nur die Abhebegebühr von etwa 5 €. Alternativ können auch Traveller Cheques (siehe weiter unten) eine Lösung sein, wenn man sie mitnimmt, günstiger sind sie aber nicht.
Welche Kreditkarten gibt es? Die beiden größten sind Mastercard und Visa. Außerdem gibt es noch American Express (Amex) und Diners Club, neben mehreren anderen. Amex und Diners werden in Australien allerdings nur sehr spärlich akzeptiert. Am einfachsten ist es, eine Mastercard oder Visa-Karte bei der Hausbank zu Hause zu beantragen. Es gibt sie einzeln, aber auch im “Doppelpack” (Master & Visa). Der Partner oder die Eltern können auch eine Partnerkarte beantragen. Mit dieser hat man Zugriff auf dessen/deren Konto. Mastercard und Visa sind in Australien (und weltweit) etwa gleich weit verbreitet. Ein Geschäft, das Mastercard akzeptiert, nimmt normalerweise auch Visa und andersherum. Entscheiden sollte man sich daher für die Karte, die man günstiger oder einfacher bekommt.
Wo gibt es Kreditkarten günstig (geringe oder gar keine Gebühr)? Die schiere Masse an Banken macht es unmöglich, einen kompletten Überblick über alle Kreditkartenmöglichkeiten zu bieten. Deshalb ist dies nur als kurze Übersicht ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu verstehen – ein sehr genaues Vergleichen der Konditionen bei jedem Angebot sollte selbstverständlich sein! Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Kreditkarte zu bekommen.
- Die Hausbank:
Dies ist in den meisten Fällen auch die teuerste aller Möglichkeiten, mit Jahresbeiträgen zwischen 20 und 100 Euro, abhängig von der Bank, dem Girokonto und den Leistungen der Kreditkarte. Bei diesen Angeboten sind häufig auch schon einige Versicherungen enthalten, wie beispielsweise eine Reiserücktrittskosten-, Auslands-Reisekrankenversicherung und ähnliches. Dies hat dann aber eben auch seinen Preis.
Studenten und junge Leute (meist bis 26 Jahren) haben es deutlich einfacher, eine Kreditkarte günstig zu bekommen. Es gibt Anbieter mit geringen Kosten, und komplett kostenlose Kreditkartenanbieter, zusätzliche Leistungen wie Versicherungen sind hier aber meist nicht enthalten. Zu den günstigen Anbietern mit Jahresbeiträgen von etwa 5 bis 10 Euro gehören z. B. die Deutsche Bank, Postbank, und viele andere Institute. Oft ist das erste Jahr auch völlig kostenlos.
- Kostenlose Kreditkarten:
Komplett kostenlose Kreditkarten bekommt man beispielsweise bei der
Comdirect Bank
(für alle Konten) und der Commerzbank (in Verbindung mit einem Jugendkonto). Auch Karstadt und die
DKB
bieten eine komplett kostenlose Kreditkarte an. Aber Achtung: Kostenlos bedeutet nicht, dass der Einsatz der Karten generell umsonst ist! Zu den Gebühren beim Einsatz einer Kreditkarte im Ausland siehe weiter unten.
Was sind Direkt-Karten: In den letzten Jahren sind Direkt- oder so genannte Debit-Karten sehr beliebt geworden. Der Unterschied zu einer richtigen Kreditkarte liegt hier im Zeitpunkt der Abrechnung. Während Kreditkarten nur einmal im Monat abgerechnet werden und außerdem die Möglichkeit bieten, den Betrag in Raten zu bezahlen, wird das Konto bei Direkt-Karten sofort belastet. Eine Direkt-Karte funktioniert also sehr ähnliche wie eine Maestrokarte, die in jedem Girokonto enthalten ist, mit dem Unterschied, dass Direkt-Karten ein Visa-Logo haben und man mit ihnen wie mit einer Kreditkarte zahlen kann. Beim Bezahlvorgang selbst gibt es keinen Unterschied zwischen einer richtigen Kreditkarte und einer Direkt-Karte. Zu einer Direkt-Karte gehört aber immer ein eigenes Konto, dass zum Zeitpunkt der Bezahlung über die benötigte Deckung verfügen muss. Es ist also nicht möglich, auf Kredit zu kaufen, das Geld muss bereits auf dem Konto sein! Angeboten werden Direkt-Karten kostenlos zum Beispiel von der ING-DiBa und der
Comdirect Bank
. Bei letzterer ist außerdem die Benutzung aller Geldautomaten weltweit kostenlos.
Was kostet mich der Einsatz der Kreditkarte im Ausland? Kosten entstehen bei jeder Form von Kreditkarte durch die Nutzung außerhalb des €urogebietes. In den meisten Fällen liegen diese Kosten zwischen 1% und 3% des Umsatzes pro Einsatz. Die Unterschiede können je nach Bank groß sein, vergleichen lohnt sich! Geldabheben an einem Bankautomaten sollte man mit der Kreditkarte aber besser nicht. Die Gebühren hierfür sind wesentlich höher (oft mindestens 10 €), als das Geldabheben mit der deutschen Maestrokarte. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen: Einige Banken bieten Kreditkarten an, mit denen weltweit kostenlos Geld an Automaten abgehoben werden kann. Dies sind derzeit zum Beispiel die
DKB
und die
Comdirect Bank
. Siehe unsere Tipps unter: Kostenlos Geld abheben im Ausland
Muss man Kreditkarten überhaupt mitnehmen? Zwingend notwendig sind Kreditkarten sicherlich nicht, aber sie vereinfachen das Leben enorm. Die meisten Hotels & Hostels verlangen bei Buchung im Internet oder per Telefon (aus gutem Grund) die Kreditkartendetails als Sicherheit. Generell wird bei nahezu allen Buchungen im Internet eine Kreditkarte benötigt. Auch Reisebüros nehmen zum Buchen von Flügen oder Touren oft lieber Kreditkarten als Bargeld.
Was sind Traveller Cheques? Traveller Cheques sind eine Art versichertes "Prepaid-Bargeld“. In Deutschland kauft man Traveller Cheques, die es in verschiedenen Stückelungen (20, 50, 100, 200) und Währungen (Euro, US Dollar, australische Dollar) gibt, am besten in einer Hauptfiliale einer Bank, ansonsten können teils hohe Beschaffungskosten anfallen. Die Cheques gleich in “Australian Dollar” kaufen, sonst fällt beim Einlösen eine Umtauschgebühr an! Mit diesen Cheques geht man in Australien in eine beliebige Bank und kann sie normalerweise kostenfrei (abhängig von der Währung in der sie ausgestellt sind) in Bargeld eintauschen oder direkt auf das Konto einzahlen.
Die Gebühren beim Kauf von Traveller Cheques betragen 1% ihres Wertes. Damit sind sie versichert und werden bei Verlust oder Diebstahl innerhalb kürzester Zeit ersetzt. Der Kaufbeleg muss dafür jedoch aufgehoben und alle verbrauchten Cheques aufgelistet werden, denn es werden bei Verlust natürlich nur die noch vorhandenen Cheques erstattet.
Bei Traveller Cheques ist er sehr wichtig, die Cheques und die Kaufquittung getrennt aufzubewahren, da man nur gegen Vorlage der Kaufquittung bei Verlust Ersatz bekommt. Außerdem sollte man Traveller Cheques natürlich nicht offen herumliegen lassen, sondern entweder zusammen mit dem Reisepass und anderen wichtigen Dokumenten weit unten im Gepäck verstauen und/oder in einem abschließbaren Schrank im Hotel/Hostel etc. deponieren.
Was muss ich beim Einsatz der Kreditkarte im Ausland noch beachten? Stiftung Warentest macht Kreditkartennutzer darauf aufmerksam, dass es zu Problemen kommen kann, wenn man seine Kreditkarte das ganze Jahr über nie und dann plötzlich im Urlaub vermehrt benutzt. In solchen Fällen kann es aus Sicherheitsgründen zu Kartensperren kommen, da im Hintergrund der Kartenabrechnung Programme laufen, die ungewöhnliche Umsätze aufzeichnen. Darum wird in diesen Fällen empfohlen, seine Bank über einen geplanten Urlaub zu informieren.
Lohnen sich Traveller Cheques? Traveller Cheques sind ein sehr sicheres Geldmittel, da sie bei Verlust versichert sind. Dies ist besonders bei Reisen oder Stop-Overn in „exotischeren“ Ländern von Nutzen. Für ein Land wie Australien sind sie jedoch heute nicht notwendig, weil man auch mit der deutschen Maestro-Karte leicht Geld bekommt und dies meist nicht teurer ist. Man sollte sich überlegen, ob man lieber mit mehreren Hundert (Tausend) versicherten Euro in der Tasche herumläuft, die man dann bei Bedarf einlöst oder ob man einfach bei Bedarf Geld vom Konto mit Karte abheben möchte. Das ist Geschmacksache, aber wirklich nötig sind Traveller Cheques in Australien nicht und durch die Einlöseprozedur bei Banken auch weniger flexibel als Abhebungen per Karte.
Wie viel Geld braucht man für die ersten Tage und wie soll man es mitnehmen? Auf allen internationalen Flughäfen gibt es Geldautomaten (ATMs), bei denen man sofort nach Ankunft mit der deutschen Bankkarte problemlos Geld abheben kann. Wer keine EC-Karte hat oder mitnehmen möchte, oder Angst hat, den Geldautomaten am Flughafen nicht zu finden, der kann einen gewissen Betrag für die unmittelbare Zeit nach der Ankunft bereits in Deutschland tauschen (etwa 100 A$ o. ä.), damit man die Bahn/Shuttle/Bus/Taxi in die Stadt bezahlen kann.
Es lohnt sich allerdings nicht, deutlich größere Beträge in Deutschland vorab zu tauschen. Es ist meist günstiger, das Geld am Automaten in Australien abzuheben, da die Umrechnungskurse dann deutlich besser sind als beim Bargeldumtausch in Deutschland.
Wie bewahre ich Bargeld, Pass Karten und Cheques am besten auf? Im Prinzip nicht anders als zu Hause auch. Kredit- und Bankkarten könnten einfach im Geldbeutel transportiert werden, wie man es in Deutschland auch machen würde. Man sollte aber natürlich, wie immer auf Reisen, nicht zu Sorglos mit seinem Besitz umgehen, allein schon, weil die Wiederbeschaffung sehr schwierig wird und mit viel Aufwand verbunden ist.
Übrigens ist der alte Trick, den Geldbeutel über Nacht unterm Kopfkissen zu verstecken, auch bei Dieben bekannt. Und manche schaffen es sogar, ihn zu klauen, bevor der Betreffende aufwacht. Einen etwas besseren Schutz bietet das Verstecken im Kopfkissenbezug. Die sicherste Aufbewahrung über Nacht ist aber der abschließbare Schrank im Zimmer, den es in vielen Hostels gibt (hierfür ist oft ein eigenes Schloss notwendig!). Eine weitere, sehr sichere Möglichkeit ist der Travelsafe).
Wie kann ich am einfachsten Euro in Australian Dollar umrechnen? Um Preise in Australien/Neuseeland mit denen zu Hause vergleichen zu können, ist es ganz sinnvoll, wenn man gelegentlich den Umtausch-/Wechselkurs kontrolliert. Beim Umrechnen helfen Währungsrechner wie der der Reisebank => Währungsrechner oder auch www.xe.com. Empfehlenswert ist auch die Seite der Europäischen Zentralbank, die die Wechselkurse des Euro zu vielen anderen Währungen tagesaktuell anzeigt (Australian Dollar = AUD => mittleres Drittel in der Tabelle).
Beachten sollte man aber, dass die tatsächlichen Wechselkurse oft vom offiziellen Kurs abweichen. Die größten Abweichungen gibt es beim Umtausch von Bargeld, den besten Kurs bekommt man beim Umrechnen von Abhebungen an Automaten.
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