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Für Anhänger des Reitsports ist Australien ein Schlaraffenland. Unzählige Farmen bieten “Farmstays”, die australische Variante von “Ferien auf dem Bauernhof” an. Es gibt sehr teure, aber auch preiswerte Möglichkeiten, ein paar Tage Outback-Luft auf einem Pferderücken zu schnuppern. Die teueren unterscheiden sich von den preiswerten nur im Komfort der Unterbringung, nicht aber im Pferdeangebot.
Ist man interessiert, auch ein wenig mit dem Pferd zu “arbeiten”, also am so genannten Mustering, dem Zusammentreiben von Schaf- oder Rinderherden teilzunehmen, dann muss man sich die Beschreibungen der Angebote (es gibt viele Broschüren) genau durchlesen. Die meisten Farmstays bieten diese “Mitarbeit” nämlich NICHT an. Sich zum “mustering” aufzumachen möchte ich nur wirklich erfahrenen Reitern empfehlen. Gute australische “Working horses” verstehen von der Sache mehr als man selbst und preschen ohne Vorwarnung hinter einer Kuh her. Da heisst es dann nur: Gut Festhalten!!
Reitstil: Geritten wird in Australien in einem ganz eigenen Stil. Er ist weder europäisch, noch amerikanisch: Vielleicht eine Mischung aus beidem. Eigentlich ist es ganz einfach und auch für Anfänger schnell zu erlernen. Zu eins sollte man sich jedoch nie überreden lassen, und das ist die lockere Art, auch von der rechten Seite aufzusteigen. Dies ist noch ein Überbleibsel der jahrhundertelangen Abneigung der Engländer gegen die Franzosen - und aus Frankreich kommen ja bekanntlich die heute immer noch gültigen Regeln im Reitsport.
Pferde: Australische Pferde, besonders die, die zur “Farmarbeit” verwendet werden, sind kleiner als europäische Warmblüter. Verblüffend ist für Reiter, die bereits in Europa viel geritten sind, wie willig, freundlich und trittsicher das australische Arbeitspferd ist. Keinen Abhang, den es nicht herunterkommt und kein LKW, der es aus der Ruhe bringen kann. Daher halte ich diese Pferde auch für Anfänger geeignet oder Traveller, die noch keine große Reiterfahrung haben.
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